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Offener Brief der Schwafelrunde an Herrn Lübs

Die improvisierte provisorische Regierung der Bunten Republik Neustadt hat an den Amtsleiter des Ordnungsamtes der Stadt Dresden, Ralf Lübs, einen offenen Brief geschrieben.

Sehr geehrter Herr Lübs,
sehr geehrte Damen und Herren,
wir haben Kenntnis erhalten von der Versagung einer Veranstaltungsanmeldung und –leitung, die Sie gegenüber einem langjährigen Veranstalter der BRN ausgesprochen haben. Dieser sei als Veranstalter nicht zuverlässig, da im vergangenen Jahr seine Veranstaltung etwas länger gedauert habe.

Wir haben kein Verständnis für Ihre Haltung und die Ihrer Behörde, Bürgerinnen und Bürger und speziell Neustädterinnen und Neustädter durch solche Maßnahmen erziehen zu wollen. Wir haben Ihnen einen kooperativen Rahmen der Konfliktbearbeitung angeboten und sind zu einer ausführlichen gemeinsamen Auswertung bereit gewesen.

Sie haben uns über solche Konfliktfälle und derlei Maßnahmen in Folge in keiner Weise informiert. Wir sehen daher diesen Gesprächs- und Kooperationsrahmen als von Ihrer Seite einseitig aufgelöst an. Sie hatten auch in der öffentlichen Debatte zugesagt, mit Augenmaß und Kooperation im Viertel und auf dem Fest unterwegs sein zu wollen, das sehen wir durch das bisherige Verhalten Ihrer Behörde nicht eingelöst.

Wir erwarten, dass für den konkreten Fall der betroffenen Bühne eine Lösung gefunden wird, damit die dort geplanten Veranstaltungen auf dieser Bühne statt finden können. Darüber hinaus ist auch das gemeinsame Agieren etwa auf einer gemeinsamen Pressekonferenz für uns durch diesen Vorgang und die zurückliegenden Probleme mit den Bußgeldern in Frage gestellt.

Mit freundlichen Grüßen,
die Schwafelrunde am 15.5.2012, Barneby

Zum gleichen Thema haben sich heute auch die Neustadt-Grünen geäußert. Sie sprechen von einer „Zäsur der Zusammenarbeit zwischen Stadtverwaltung, hier konkret des Ordnungsamtes, und den AnwohnerInnen, VeranstalterInnen und Gewerbetreibenden.“ Stadtrat Torsten Schulze (Grüne) hat eine Anfrage an die Stadtverwaltung gestellt. Siehe hier.

Die BRN wird am Montag auch Thema bei der Ortsbeiratssitzung sein. Die beginnt um 18 Uhr im Bürgersaal an der Hoyerswerdaer Straße.

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40 Kommentare zu „Offener Brief der Schwafelrunde an Herrn Lübs“
  • Someone Else sagt:

    lassen wir doch die BRN einfach mal ausfallen! die stadt wird schon merken, dass dann geld aus standgebühren und steuern fehlt.

  • Agnes sagt:

    Warum denn die BRN nicht eingrenzen? Fragt doch mal bei den Anwohnern nach und ihr werdet breite Zustimmung für eine Verkleinerung des Stadt(-Teil)festes erfahren.
    So schade es für die eingeladenen Bands auch sein mag, ein wenig mehr Platz für Ruhe und Entspannung tut der BRN gut. Alternativ bin ich dafür, eher die Stände für Gastronomie massiv einzuschränken und im Gegenzug mehr Platz für Kultur im Sinne des “Lustgarten” und besagter Bühne zu schaffen. Darüber sollten die einmal über ihre Arbeit nachdenken, die hier die Zügel in die Hand genommen haben und eigentlich nur die Geschäftemacherei während des Festes unterstützen, nicht aber das vielfältige Angebot an Kleinkunst und privatem Engagement, was die BRN ursprünglich einmal ausgemacht hat.
    Jedes Jahr beschweren sich die Anwohner über den akkustischen und gastronomischen overkill und da solidarisiere ich mich fast mit der Stadtverwaltung, auch wenn an der falschen Stelle beschränkt wird.

    Beste Grüße aus der Neustadt!

  • Gunnar sagt:

    @Someone Else – ja genau…dafür bin ich auch!!!

  • falschgold sagt:

    wer ist denn der verbotene?

  • Booby sagt:

    @falschgold: die Bühne am Martin-Luther-Platz …

  • Torsten sagt:

    Ich wünsch uns und Euch viel Glück und Erfolg dafür!

  • Anton Launer sagt:

    @Agnes, wer hat denn Deiner Meinung nach die Zügel in der Hand?

  • bad boy sagt:

    Ordnungsamt Dresden bitte zum Mond schießen !! Agnes, zieh du nach Bühlau oder Klotzsche – zur BRN wird 3 Tage durchgefeiert. Rumms und Bumms!

  • Ulla sagt:

    Liebe Agnes,

    ich kann behaupten, das Du keine Ahnung hast. Das Anliegen derer, denen Du da unterstellst das Geschäftemachen zu unterstützen, ist durchaus das Stärken der Kleinkunstformen und der Anwohneraktionen. Wahrscheinlich warst Du noch nicht bei einer Schwafelrunde dabei, die in regelmäßigen Abständen stattfinden und sich an die verschiedensten Akteure des Stadtteilfestes richten. Zu kritisieren oder haltlos vorzuwerfen ist immer recht einfach, selber machen ist cool. Prämisse ist definitiv ein Fest der Neustädter, und davon gibt es vom Punk bis zum Geschäftemacher einige, sehr verschiedene mit verschiedensten Anliegen. Es ist schwierig alle an einen Tisch zu bekommen und die Interessen aller zu berücksichtigen. Toleranz üben und miteinander agieren ist nicht immer einfach, wenn jeder nur seins im Blick hat. MACH MIT!

  • Alauner sagt:

    Ich sehe an der Bühne weniger jetzt auch nicht wirklich einen Verlust. Über vereinbarte Zeiten hinaus Krach machen muss nun einfach mal auch nicht sein.

    @bad boy: Solche wie Du sollten wohl eher auf den Mond geschossen werden.

    Wer nicht sieht, dass die BRN zu 90% nur noch aus Kommerz besteht, ist einfach mal blind.

  • Mirko Sennewald sagt:

    Noch eine Ergänzung von mir: es ist nicht nur “schade für die Bands”, denn wir organisieren hier keinen Kindergeburtstag mit bissel Huschlpuschl.

    Diese Entscheidung verursacht allein auf meinem Tisch zum heutigen Tage 18.068,74 Euro knallharten Sachschaden plus 35.661,71 Euro Ausfall von Fördermittelzahlungen aus Brüssel für weitere Kulturveranstaltungen. Flüge, Hotels, Charterbusse, Equipement, das ist alles bereits gebucht, abgesehen vom ehrenamtlichen stundenlangen Fördermittelanträgeschreiben, Sponsorenakquise und Organisationsarbeit. Wir arbeiten professionell und ich habe mit den Vorbereitungen bereits im Juni 2010 (!) begonnen. Obdrein hängen 25 Musiker aus 4 Ländern in der Luft, die haben auch Familien und andere Aufträge, die kann ich nicht einfach holterdiepolter umbuchen, weil unsere Stadtverwaltung der Affe laust.

    Und bevor das Argument kommt: Strafe muß sein. Der/die Betroffene wurde bereits mit einer saftigen Ordnungsstrafe belegt, die beglichen wurde. Ein zusätzliches Bühnenverbot halte ich für vollkommen überzogen.

    Insgesamt bietet das Vorgehen überhaupt gar keine professionelle Planungsgrundlage. Holt einer im Lustgarten nachts noch kurz die Gitarre raus und wir kriegen ihn nicht schnell genug eingefangen, muß ich dann im Folgejahr mit Aufführungsverbot rechnen??? Wo soll das denn hinführen?

    Zauberwort des Tages: AUGENMASS!

  • Peter Macheli sagt:

    Ohne Stadt regelt das der Markt, Mirko.

  • Dave sagt:

    Je mehr Bühnen wegfallen desto mehr Platz ist für Bierwagen und das macht dann wirklich die BRN kaputt. Das überziehen der Schlusszeit ist auch nicht immer nur zum Spass, sondern dient auch zum Schutz von Mensch und Technik. Ich habe es selber vor ca. 4 Jahren erlebt als ich pünktlich 1 Uhr aufgehört habe. Da sind dann die teilweise gut betrunkenen Leute, die einfach nur friedlich Tanzen wollten ausgeflippt und weil “noch” keine Polizei/Ordnungsamt da war ist das ganze dann eskaliert. Seit dem mache ich immer so lange bis die Polizei/Ordnungsamt kommt und sagt das wir ausmachen sollen. Was wir dann natürlich auch sofort machen und die Leute verstehen das dann auch und gehen weiter.

  • Mirko Sennewald sagt:

    Achja, hatte ich vergessen wegen der Überziehung. Dave hat schon recht, auch wir wollen ja mal Feierabend machen ;-) Das Augenmaß ist aber auch hier das Entscheidende: plus/minus 15 Minuten sind kein Beinbruch. Eine Kulturveranstaltung ist eben kein Kurzzeitparkplatz von exakt 60 Minuten, sondern braucht Flexibilität (Zugaben, Liedlängen usw.). Das Problem: die Mitarbeiter des Ordnungsamtes sind solche, die sonst Knöllchen verteilen, also auf exaktes Timing getrimmt. Das mach ich denen jetzt nicht zum Vorwurf, ist halt deren Job. Aber auf ner Bühne läuft das eben anders und im Publikum genauso. Die Überziehung besagter Bühne betrug übrigens nicht mehr als 10-15 Minuten.

    Nuja, also parkt immer hübsch pünktlich, sonst ist alsbald mal Euer Auto weg!!! Ich geh besser weiter zu Fuß, der ist eh ä bissl lahm derzeit, den können sie mir gern zensieren ;-)

  • Alauner sagt:

    Sorry, aber wer hier im Vorfeld 5stellige Euro-Beträge ausgibt…selbst schuld. Das ganze soll ein alternatives Stadtteilfest sein…da wären eigentlich außschließlich lokale (Amateur) Künstler angebracht.

  • Karschti sagt:

    Das ist nicht zu ertragen, ist wie ein Koitus interruptus. Spießer und Bürokraten vermasseln und verleiden einem doch tatsächlich mehr und mehr das Fest. Und ich werde den Eindruck nicht los, dass mit der finanziellen Einmischung und Reglementierung durch die Stadt der Kommerz erst richtig seinen Boden bereitet bekam. Denn irgendwie muss man ja seine Gebühren und Steuern wieder rein arbeiten, in den von Amts wegen enger gesetzten Zeitrahmen. Was soll das? Die BRN ist nicht das Stadtfest, sondern DIE Party der hier Lebenden! Sie hat nicht umsonst eine improvisierte provisorische Regierung, wenn´s nach mir ginge gern mit viel mehr Autonomie – da hat jegliche andere Verwaltung einfach mal fern zu bleiben. Am besten wir ziehen wieder einen weißen Strich, das Ordnungsamt darf dann nur von draußen zuschauen.
    Keine gute Idee ist die BRN mal ganz ausfallen zu lassen, nur um der Stadt die Einnahmen zu versagen. Denn erstens bin ich mir nicht mal sicher, ob diese für die Stadt kostendeckend sind (schließlich hat sie sich mit ihrem Eingreifen auch ne Menge an Aufwand und Ausgaben aufgebürdet) und zweitens es geht nicht um die Stadt Dresden, sondern um unser Fest in der Neustadt ;-)

  • Angie sagt:

    Was ich mittlerweile schlimmer finde ist, das der Veranstalter der Bühne keine zeitliche Chance hat etwas anderes auf die Beine zu stellen, will sagen, die Anträge mussten bis Dienstag eingereicht werden, und heute kam die Absage…Ich kann es nicht nachvollziehen! Und wenn ich lese, wieviel geistiger und finanzieller Aufwand betrieben wird, um eine niveauvolle Bühne zu betreiben, ist es einfach eine unverhohlene Frechheit seitens des Ordungsamtes!(Zumal die Geldstrafe bezahlt wurde)

    Kann man irgendwie dagegen protestieren/intervenieren? Ich hoffe es gibt für die Veranstalter und somit auch für die Gäste eine Chance für eine Lösung/Alternative!

  • HinzundKunz sagt:

    Soweit ist es also gekommen, das wir uns auf dieser Weise von Oberlehrerbürokraten in UNSER Fest hineinreden lassen.
    Wo sind die Zeiten, wo es dafür einen Mittelfinger gegeben hätte und man es darauf ankommen lassen hätte? Aber egal, die BRN hat schon lange nur noch vordergründig etwas mit dem ursprünglichen Anlass für das Stadtteilfest zu tun, wenn man aber etwas tiefer geht, stellt man fest das der ursprüngliche Sinn und die dazugehörigen Leute abhandengekommen sind und man nur noch Szene-Folklore betreibt.
    Aber das ist auch schon oft beweint und bedauert worden, deshalb belasse ich es damit!

  • Aquii sagt:

    Befürchte, wenn das durchkommt, dann wird das mit der BRN so ein “weichgespühltes” Straßenfest wie überall üblich, erst ist dann um 23h Schluß und von da ist es dann nicht mehr weit bis zum Ende um 22 h.

    Warum organisiert Anton, oder die Schwafelrunde nicht mal ne nette Aktion unter den Fenstern der Ortsbeiratssitzung?

    @Someone Else:
    guter Gedanke, aber das wird sich nicht durchsetzen lassen, denn jeder freiwerden Stellplatz wird aus reinger Geldgier sofort von Extern besetzt….

  • squamp sagt:

    Sehr schade. Die beiden Bühnen auf dem MLP waren für mich als Anwohner nie ein akustisches Problem. In den letzten Jahren schien es mir sogar, dass sich die Lautstärke in unserer Wohnung verringert hat, so dass man sogar nach vorne raus schlafen konnte. Wahrscheinlich liegt das an einer verbesserten PA?? Was uns allerdings die Wände hochgehen liess, war das monotone lautstarke “umpff umppf umpff…” unterm Fenster. Noch eine Stunde nach dem Ende der Musik auf der Bühne trafen sich dort zwei bis drei Techno-Autisten um mit leeren Blick dem Stumpfsinn zu frönen.

  • André sagt:

    @ Mirko Sennewald:

    is da das letzte wort nun schon gesprochen?

  • Anton Launer sagt:

    @André: Es wird noch verhandelt, deshalb soll auch die Bühne derzeit nicht genannt werden.

  • Dom sagt:

    Revolution – macht es trotzdem ohne bühne – lasst uns als 01099 aus dem EURO austreten und die Drachme einführen… Diese Schransen vom Ordnungsamt sind doch nicht mehr ganz dicht…

  • Mirko Sennewald sagt:

    Erstmal Dank an alle, auch die Kritiker und Skeptiker, für den doch deutlichen Rückhalt der Bunten Republikaner! Das können wir derzeit gut brauchen, starke Nerven ebenfalls. Formal läuft ein Widerspruch gegen den Bescheid. Verhandlungen gibt’s aber erst, wenn die Nachbarstadt dazu Bereitschaft signalisiert. Dies ist genau die Kritik unserer Schwafelrunde, dass eben über unsere Köpfe hinweg irgendwas beschlossen wird, obwohl wir immer wieder Gesprächsbereitschaft angezeigt haben.

    Montagabend ist Ortsbeiratssitung, dort ist das Thema sowieso auf der Agenda und Herr Lübs persönlich anwesend. Es wird unbequeme Fragen geben, obdrein sicher auch die Presse da sein wird.

    Unsererseits hilft nur die Flucht nach vorn und Transparenz. Deshalb hab’ ich Euch auch mal die Zahlen genannt, weil ich oft den Eindruck habe, dass viele Besucher die Dimensionen einer kostenlosen Veranstaltung nicht einschätzen können.

    Vielleicht brächte die Einsetzung einer echten Regierung mehr Verhandlungsmasse. Dann hat Herr Lübs statt einem dahergelaufenen Schwafelheini wie bspw. mich, dann einen echten Minister für chronische Chronitis gegenüber und die beiden könnten auf Augenhöhe und in zeitgemäßer Manier Maßnahmepakete hinsichtlich chronophiler Bußgelderlasser und vermeintlich achroner Bühnenbetreiber schnüren :-P

  • Booby sagt:

    @Anton: Angesichts deines letzten Kommentars sorry fürs Ausposaunen, aber Google vergisst halt auch gelöschte Artikel nicht! :-/

    @Mikro: Ich frage mich wie die Regelung zu BRN ist? Geht man als Veranstalter stillschweigend davon aus, daß man eine Genehmigung bekommt, oder liegt die bereits explizit vor? Ich meine das Ortsamt kann doch nicht so weltfremd sein, daß man allen Ernstes erst am 16.05. (also einen Monat vor der BRN) ein 11 Monate zurück liegendes Vergehen mit Entzug der Genehmigung bestraft!? Irgendeine Planungssicherheit muß ein kulturschaffender Verein doch haben, also wenn überhaupt Entzug dann unmittelbar nach der BRN!?

  • Mensch sagt:

    @ Karschti, @HinzundKunz: noobs! Die Stadt veranstaltet das Stadtteilfest erst, seitdem es keinen BRN Veranstalter mehr gibt. Es gelten die Regeln des organisierenden, ganz klar. Wer es toller könnte als das OAmt kann doch wieder die BRN veranstalten….aber na nu, macht seit vielen Jahren irgendwie keiner…!? Das ein Ordnungsamt nicht unbedingt befähigt ist, ein alternatives Straßenfest zu veranstalten sollte dem klar sein, solang es aber niemand anderes macht, bleibt diese Interimslösung wohl noch für lange zeit bestehen.
    @ Mirko Sennewald: “das Problem”: Inhaltlich leider falsch.
    Der Minister für chronische Chronitis sollte dann doch gleich mal die Abschlussrunde, d.h. die Kontrolle der Endzeit ab 1 Uhr mitmachen, dürfte nach geäußerter Meinung ja nur 15 Minuten dauern :-) Da Lob ich mir doch die gute alte Realität, macht zwar nicht immer Spaß aber redet dafür auch nicht so viel Quatsch.

  • Frank sagt:

    @Mensch:

    Auf deine “gute alte Realität” sch*** ich, solange das Ordnungsamt nicht rafft, daß hier das Kind mit dem Bade ausgeschüttet wird. Es gibt halt (magels Freiräumen) nur noch wenige Veranstalter zur BRN (und zu wenige, die was vor ihrer Haustür veranstalten, aber das ist n anderes Thema), die in ideeller Weise Kultur veranstalten, also keine Würschte verkaufen, die neuesten 12inchs mit 150 dB abspielen, oder Ballons und Traumfänger verhökern.

    Es kann nicht angehen, daß profilierte und aktive Menschen die versuchen, kostenlos und professionell (!) für die Öffentlichkeit, das Viertel und 5 Millionen Dresden-Touristen was auf die Beine zu stellen, von Kontrollneurose-geplagten Spießern mit Vertrag bei der Stadt angeschissen und gegängelt werden wegen derartiger Banalitäten wie 15 min Überziehung. Passt aber in das kulturell miefige Klima dieser Stadt.

    Das hier ist kein Lager. Wir leb(t?)en in einer Zivilgesellschaft, die aus Menschen besteht, die atmen, leben und Fehler machen. Dazu gehört auch der geringfügige(!) Verstoß gegen OA-Auflagen. So what ? Biste persönlich beleidigt deswegen? Dann wärste besser in Deinem Garten geblieben.

    Wie von Mirko gesagt : Augenmaß!! Es muss nicht jede gröhlende Horde geduldet werden und nicht jeder Exzess, aber bei nem durchgeplanten Musikprogramm von 10, 12 Stunden ergeben sich IMMER Problemchen hintenraus. Das liegt in der Natur der Sache (die von Menschen gemacht wird, nicht von Automaten oder Beamten), aber du scheinst immer nur Konsument gewesen zu sein (wenn überhaupt).

    Wie lange Deine Abschlussrunde dauert, ist mir eigentlich vollständig egal. Und ich wette, zur BRN zigtausen anderen auch. Aber es kann eben nicht jeder machen, was er will, gelle ?

    Frank

  • s. sagt:

    sollte das Oamt bei seiner Entscheidung bleiben, so sind drastische Maßnahmen seitens der provisorischen Regierung angezeigt!
    Solidarität mit den Kulturschaffenden!

  • Mirko Sennewald sagt:

    Na, die Sache mit der Regierung und den Ministern müssten wir mal separat behandeln. Lustige aber auch praktische Ideen dazu hab ich genug. Dazu aber anderwann.

    Planbarkeit: ist in der Tat ein Problem. Der Bescheid wird in Schriftform von einem Mitarbeiter der Behörde an der Meldeadresse vorbeigebracht. Das gewährleistet einerseits die Kontrolle, dass der Anmelder wirklich dort wohnt, andererseits sorgte es in unserem Falle auch schonmal dazu, dass die Kinder erschreckt waren, weil die Polizei vor der Tür stand und nach der Mama gefragt hat ;-) Ernsthaft aber: die Zustellung erfolgt eins zwei Tage vor der BRN. Das ist natürlich völliger Murx in Sachen Planbarkeit. Im jetzigen Falle hat die Behörde den Bescheid immerhin ein paar Wochen vorher versandt. Das machts aber leider auch ni besser.

    Und nochwas: ich diskutiere über überhaupt keine Bühnenverbote!!! Es gibt genügend andere Möglichkeiten erstens in Dialog, und wenn das nix nützt danach zweitens im Bußgeldkatalog. Bühnenverbote sind ein Instrumentarium, das in einer Demokratie überhaupt nicht in die Hände des Staates gehört!!! Was ist denn, wenn auf ner Bühne rotzige Punkbands spielen, die in meinen Augen genauso auf die BRN gehören, und das politisch irgendjemandem im Amt ni passt? Dann wird vermessen und gemessen: irgendwas findet sich immer, um die Bühne zu verbieten. In Weissrußland haben wir derlei Erfahrungen selbst gemacht und kriegen häufig Berichte unserer Kollegen, wie das dort läuft. Wir organisieren in Weissrußland übrigens Projekte zur Demokratieentwicklung und Aufbau zivilgesellschaftlicher Strukturen, wie soll ich denen beibringen, dass es bei uns zu Hause ganz normal ist, dass der Staat Aufführungen verbietet???

    Genauso könnte es passieren, dass wir nächstes Jahr zum Lustgarten Probleme erwarten müssen, weil ich mich jetzt zu weit aus dem Fenster lehne. Der Verwaltung schmeckt das sicher nicht und sie merken sich sowas ganz genau…

    Naja, vielleicht haben wir bis dahin ja eine starke Regierung, engagierte Bürger gibt’s ja offenbar!

  • sylvia sagt:

    @ mirko: Wann erfahren eigentlich die musiker, ob sie dort spielen oder eben nicht? wir sind durch diese undiskutabel hohle entscheidung schon recht verunsichert :-(

  • Mirko Sennewald sagt:

    @sylvia: bitte um anruf.

  • sylvia sagt:

    Wo finde ich die passende Rufnummer hierfür :-) ?

  • Anton Launer sagt:

    @Sylvia: Du wurdest angemailt.

  • sylvia sagt:

    angekommen ;-)

  • daniel sagt:

    kann mich Sylvia nur anschließen, auch ich würde gern mal mit mirko sprechen….

  • Mirko Sennewald sagt:

    nummer kommt via anton :-)

  • Topfkopf sagt:

    Gehen denn überhaupt noch Menschen aus Dresden zur BRN? Für mich ist das schwer vorstellbar, da dieses “Strassenfest” von sehr vielen Menschen nur noch als völlig überfüllte Fress- und Saufmeile wahrgenommen wird.
    Mein Vorschlag: Das Stadtteilfest für ein Jahr ausfallen lassen und dann mit neuem Konzept und vor allem in einem kleineren Umfang neu starten…
    Wenn`s am Schönsten ist sollte Mensch aufhören. Das sollte auch für die BRN gültig sein.

  • E-Haller sagt:

    @ Topfkopf: Kommt dann aber paar Jahre zu spät.

    Außerdem kann man das nicht einfach ausfallen lassen – es gibt ja keinen zentralen Veranstalter, der das bestimmen könnte. Das heißt im Zweifel, dass dann die Bier-Fress-Buden-Besitzer vollends das Heft übernehmen…

  • Peter Macheli sagt:

    Wenn man das ganze Geld für Musikanlagen ausgegeben hätte, wären sicher zwei bis drei oder mehr Jahre ungenehmigte Bühnen auf Palettenstapeln drin gewesen. Und schon wäre die Welt für alle in Ordnung (außer für Herrn Lübbs, soll er doch versuchen zu beschlagnahmen).

  • Bösi sagt:

    Wir vom Saloon Team Lutherstraße 12 waren auch extrem sauer, als wir von dieser Sauerei gehört haben. Haltet uns auf dem Laufenden, wir überlegen, ob es Sinn macht, einen offenen Brief mit Unterschriftenliste auszulegen, wär hält sinnvoller, wenn es einen einheitlichen Text gibt, der an mehreren Ständen ausliegt. Wenn ich übrigens diesen Schwachsinn über Profit etc. lese, kommt mir das Kotzen. Klar gibts bei uns Essen, Trinken, aber eben auch Bands und Spiele und einen selbstgebauten Stand. Wir haben seit zwei Jahren außer 20€ Zehrgeld für den Sonntag keinen Cent verdient, sondern alles reinvestiert, oder in Ordnungsgelder gesteckthaben. Wir haben auch nicht vor Geld zu verdienen, sondern wollen die hoffentlich überschüssigen Gelder spenden. Aber wir investieren vor allem wahnsinnig viel Zeit und Geld in die Orga. Wenn ich dann hier so einigen Schwachsinn lese, von wegen Kohle verdienen, könnt ich platzen. Seis drum. Unsere Solidarität gehört euch. Die Lutherplatzbühne, speziell der Abschluss ist/war ein absolutes Highlight der BRN. Das Vorgehen des Ordnungsamtes ist eine unglaubliche Frechheit und wir sind auch nicht bereit es kommentar und/oder widerstandslos hinzunehmen.

    Beste Grüße vom Neustadtsaloonteam

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