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Kein Trödel mehr bei Achim

Bald verwaist ... Achim's Trödelhof

Bald verwaist ... Achim's Trödelhof

Achim Schmidt-Beyer muss seinen Trödelhof auf der Louisenstraße zu machen. „Der Verwalter hat mir gekündigt, hier soll ein Haus gebaut werden und demnächst sollen erste Baumaßnahmen beginnen“, erzählt Achim. Er habe noch zwei Wochen Zeit bekommen, den Hof zu beräumen. Bis Ostern will er wie gewohnt jeden Nachmittag ab 14 Uhr seinen Trödelhof noch aufmachen. „Da jetzt alles raus muss, wird es wohl das eine oder andere Schnäppchen geben“, kündigt er an.

Der nette ältere Herr mit dem Zauselbart hatte sich in die Herzen der Neustädter getrödelt, vor allem als er den Hof zum Public Viewing Bereich zur WM vor zwei Jahren umfunktioniert hatte (Neustadt-Geflüster vom 14. Juni 2010). Ob Schmidt-Beyer an anderer Stelle weitertrödelt, ist noch unklar.

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87 Kommentare zu „Kein Trödel mehr bei Achim“
  • :-/ sagt:

    solche nachichten könn einem echt den tag versauen :-\

  • sylvia sagt:

    Dito. Hab’s zwar schon im Buschfunk verlauten hören, aber wenn es dann wirklich so weit ist… :-(

  • mumps sagt:

    Tja so ist es in der Neustadt, nach und nach verschwinden die Subkulturen und alternative Lebensweißen!!! Die großen Investoren kommen und bauen ihre super schicken Häuser,die Mieten steigen….echt schade alles :-(

  • rolle sagt:

    Gibt es denn keinen anderen Platz für das Häuschen? Muss es denn meistens immer da sein, wo es die Dinge, die den Kiez ausmachen,verdrängt? Warum kann mensch nicht dieser Investorenplanung nen Riegel vorschieben?

  • Romy sagt:

    2 Wochen? Das ist ja überaus großzügig … Warum nicht gleich vorgestern?

  • FX sagt:

    schon traurig – finde, sowas gehört einfach in die Neustadt!

  • E-Haller sagt:

    @ Romy: das kann einfach am Vertrag liegen, den die hatten. Günstige Miete gegen kurze Kündigungsfristen…

  • Mollinka sagt:

    Ich find es langsam auch ziemlich schlimm, was so los ist in der Neustadt.
    Alles muss irgendwie weichen.
    Ziemlich schade.

  • Ulla sagt:

    und ja keine Lücke lassen :-(

  • Adelina Horn sagt:

    Toi, Toi, Toi, dass es an anderer Ort und Stelle weitergeht!

  • Fred Phono sagt:

    Aber warum sucht er dann einen Nachmieter in der Cybersax ?

  • az sagt:

    das liegt dann aber weniger am investor/bauherr als am verwalter, der das grundstück und damit den trödelhof zum abschuss freigibt.

  • Someone Else sagt:

    ist zwar schade, aber mal ehrlich, das war eher müllkippe, denn trödelmarkt. ich möchte nur an den tisch rechts des eingangs erinnern, auf dem sich jahrealte blätter und in den darauf stehenden gläsern dreckiges regenwasser befand, ganz zu schweigen von durchgeweichten büchern, platten und angebrochenden geschirrteilen. mir ist klar, dass es dort gebrauchte dinge zu kaufen gab, aber ein mindestmaß an sauberkeit kann man auch dafür verlangen. wirklich gekauft habe ich da eigentlich nie.
    bleibt zu hoffen, dass dort nicht die nächste gipsbetonbutze entsteht.

  • s. sagt:

    @fred phono
    weil da keiner bauen wird. erstens ist das gelände elendig verseucht. eine bodensanierung elendig teuer. zweitens will der verpächter selbst penunze zur em machen.
    so wurde es schon vor zwei wochen erzählt.
    und ja, schade, der achim passte da hin. nicht nur weil es trödel gab, sondern zur brn und im sept. 2010 coole concerte stattfanden. und er dabei nicht unbedingt dem schnöden mammon anheim viel.

  • Fred Phono sagt:

    @ s.

    Das ergibt aber irgendwie keinen Sinn.

    „Der Verwalter hat mir gekündigt, hier soll ein Haus gebaut werden und demnächst sollen erste Baumaßnahmen beginnen“, erzählt Achim. Er habe noch zwei Wochen Zeit bekommen, den Hof zu beräumen.

    Und deshalb sucht Achim einen Nachmieter… Hä????

  • Jane sagt:

    Tja, was sagt man dazu? Noch ein Wohnhaus, bestimmt mit teuren Eigentumswohnungen und noch mal mindestens 20 neue Mieter, die die ohnehin überfüllten Parks, Kitas, Straßen und Spielplätze bevölkern. Klar, wir leben hier ja gerne übereinandergeschichtet! Ganz egal, ob das Viertel schon aus allen Nähten platzt und die Leute in ihrer Freizeit kaum noch wissen, wo sie ein ruhiges Plätzchen zum Entspannen außerhalb ihrer eigenen 4 Wände finden – baut noch mehr Wohnungen, die Nachfrage ist schließlich riesig, und mit ner Bude in der Neustadt lässt sich allemal bannig Geld verdienen!!!
    Die Folgen kriegen die Vermieter oder Verkaufenden ja eh nicht mit, die sitzen irgendwo im Landhaus im Spessart oder am Starnberger See. Da dreht sich einem der Magen um…
    Dass dafür nun auch noch eine der letzten mit so etwas wie Neustädter Charme behafteten Insitutionen weichen muss, macht das Ganze nur noch trauriger.

  • Fred Phono sagt:

    @ Jane

    Sonst gehts noch?

  • FX sagt:

    @Jane: jaja, böse Wessis kaufen die Neustadt – früher war eben alles besser!

  • LoL sagt:

    Was ihr euch aufregt? Gründet doch ne Kiez-Ini und werdet aktiv, wenn euch die Entwicklung in der Neustadt nicht gefällt. Im Internet rummotzen hilft niemandem.

    @Jane: Hast du dafür Nachweise? Wem gehört das Grundstück? Gibt es schon offizielle Pläne? Stört es hier irgendjemanden denn wirklich? …mal abgesehen davon, dass man zum public viewing jetzt ne andere location finden muss ?

    Die Neustadt ist eben nicht Berlin-Friedrichshain oder die Hamburger Schanze. Und ich nehme an, dass die Kinderwagenschieber und Caffe-Latte-Schlürfer das sehr angenehm finden. Die Konsequenz ist dann halt die Vermarktung von Wohnraum und die Verdrängung von allem was keinen Profit abwirft.

    Deal with it or “deal with it”!

  • Realertrag sagt:

    #mimimimi…

    wer von den jammerhanseln hier, hat denn auf achims trödelhof irgendwas großartig eingekauft? ein bunter strauß von crap, weder einladend noch wertvoll.
    Mein Gott, dann entsteht da halt ein Wohnhaus, was solls…und wegen mir mit Netto unten drin, dann ist der andere nicht mehr so überfüllt – weil der nämlich so böse ist gehen die ganzen biomuttis da trotzdem scharenweise einkaufen.

    Und wenn in dem Wohnhaus feine Wohnungen zu üblichen Preisen entstehen, werden einige der heutigen Jammerhanseln da trotzdem einziehen.

    Die Neustadt ist doch eh nix weiter mehr als ein dreiviertel gentrifizierter achso toleranter Möchtegernfreigeist-Stadtteil. An der Läden- und Clubkultur sieht man doch wie sehr multikulti die Neustadt schon seit Jahren nicht mehr ist. Frozen Joghurt, Bubble Tea, Devils Kitchen, 3+ Asia Fastfood, 7+ döner, Blacksheep, Metronom, Koralle…Hört auf zu jammern, die Neustadt ist tot. Mir fallen 6, 7 Läden ein, die das darstellen was die Neustadt vorgibt zu sein.

    Und die achso toleranten, bewussten, alternativen Superstudenten kriegen es nichtmal fertig ihren Müll aus dem A-Park mitzunehmen auf dass es nach jedem sonnigen Tag aussieht wie vor 5 Jahren nur nach Männertag.

  • hildegaard sagt:

    alle die hier schon wieder über investoren schimpfen sind einfach nur zu dumm den kreislauf zu verstehen. davon abgesehen – wieso gehört der denn bitte zur “szene” (würg)? den gabs doch erst seit 2-3 jahren maximal und das meiste war wirklich schrott. alle die hier heulen waren bestimmt noch nicht einmal drin.

  • E-Haller sagt:

    Ich kann nur wiederholen, was ich schon bei der Mietpreisdiskussion geschrieben habe: So funktioniert Kapitalismus.

  • stefanolix sagt:

    Ein kurzer Zwischenruf von der anderen Elbseite: Ohne Investoren gäbe es auch kein einziges Gründerzeithaus in der Neustadt ;-)

  • oha sagt:

    Wollte schon heute Mittag meinen Senf dazu geben und mittlerweile stehe ich ja auch gar nicht mehr so alleine da.

    Die Idee Trödelhof war gut, am Anfang!!! Als ich dann mal was kaufen wollte konnte nicht gehandelt werden, da ein Künstler diese Sachen auf dem Trödelhof feil bot und die Preise fix waren…

    So richtig Kommerz wurde es dann nach BRN, puplic viewing, als dann im Winter noch ne Glühweinbutze gemacht wurde. Ich persönlich habe da auch nie jemanden entspannen sehen auf dem Grundstück und Kinder hab ich auch keine spielen sehen. Wahrscheinlich weil das Grundstück wohl verseucht ist, mit was auch immer…Was würde also ne Freifläche bringen???

    Solange der Bauherr das Haus dem Stadtbild anpasst, was solls…und die Idee mit dem Netto kann man so stehen lassen, ich kann mich echt immer nur kaputt lachen.

    Desweiteren nach 2-3 Jahren von einer Instituion zu sprechen…Oh Gott, lächerlich. Problem ist glaube ich das “personifizieren”, Ich kenn den Achim nicht und sehe noch genug Freiflächen in der Neustadt, soll er halt umziehen und alle können der Institution helfen!

    Schade das es nicht “MC Trödel” ist, da würde die Sache schon wieder anders aussehen bei so manchem Neustadtbewohner.

    Schönen Abend vom Neustaätter Urgestein (8 Jahre) :-)

  • Someone Else sagt:

    d’accord! nicht alles, was ein wenig versifft oder eigenwillig daherkommt, kann als “original” bezeichnet werden.
    bei alice schmidt als echtem unikum noch funktionierte und von leuten wie jane strikt negiert wurde, geht jetzt plötzlich bei einem “trödel”-handel klar. das verstehe, wer will…

  • Stefan sagt:

    Tja, hoffentlich wird die Bude, die da hingezimmert wird wenigstens ansehnlich und keine typisch banale Investorenkiste von der Stange. Wenn ich sehe, wie groß der Widerstand gegen das Nettekoven-Parkhaus seitens der Neustädter an der Bautzner Straße war, gehe ich davon aus, dass die Investoren diesbezüglich die Grenze immer weiter ausgeloten werden, wie weit man gehen kann.

  • Heuler sagt:

    klar gab es dort auch viel schrott , aber für ein paar Gartenstühle, ein Handwagen, mal ein Möbelstück und bissl kitsch bin ich dort gerne hin!

  • KDS sagt:

    Wenn die Neustadt über die Zeit überhaupt eine Konstante hat, dann die des permanenten Wechsels (NICHT: Wandels!). Wenn ich an meine ehemaligen Wirkstätten zurückkehre, bin ich immer wieder erstaunt, wie wenig sich in 15 oder gar 30 Jahren verändert hat. Wer mal 14 Tage nicht in der Neustadt war, fällt aus allen Wolken, weil vertraute Stätten (meist Läden) geschlossen haben und/oder neue eröffneten. Manchmal wird der Verlust stärker empfunden (ReiterIn), manchmal weniger (Achims wirklich wenig attraktiver Trödel, Tierfutterhandel u.ä.).
    Wenn ich den ‘guten alten Zeiten’ nachtrauere, in denen ich mit meinen Studienkollegen bis zum Morgengrauen im ReierIn durchzechte, dann würde es nicht helfen, wenn es diese Institution noch gäbe: ich habe einfach nicht mehr die Kondition und, um ehrlich zu sein, auch nicht mehr das Interesse – ich habe mich in den 18 Jahren, die ich hier bin, mindestens eben so stark geändert wie die Neustadt (wobei letztere in einem deutlich besser sanierten Zustand ist, wie ich zugeben muss).
    Wichtig scheint jedoch, den Wandel an sich als positiv zu begreifen, weil eben der die Neustadt ausmacht – aus dieser Warte gesehen folgt für mich folgendes:
    Wenn dieser Charakter der Neustadt beibehalten werden soll, dann muss auch die Möglichkeit des Wechsels gegeben sein. So gesehen ist der Lidl, der sicherlich seine Existenzberechtigung als Nahversorger hat, ein erheblicher Paradigmenwechsel, denn den wird es in zwanzig Jahren auch noch geben (und ich werde bis dahin noch immer nicht drin gewesen sein, aber das ist ein anderes Kapitel). Viel schwerer wiegen aus dieser Perspektive die neuen Einkaufszentrenprojekte (Globus, Edeka, Postgelände), die das Viertel ganz nachhaltig UND dauerhaft verändern werden.

    Ergo: Anstatt dem einen oder anderen Laden seine Existenzberechtigung zu- oder absprechen zu wollen (was auch unfair ist, weil da immer Existenzen dranhängen), wie das in diesem Forum recht häufig geschieht, sollte der Fokus mehr auf den Leitlinien liegen – und dann sollte daraus auch Aktivität entstehen.

    UND: Wer glaubt, dass früher alles besser war, ist einfach nur alt ;-)

  • Klahra sagt:

    Hallo, wenn ich mal in der Neustadt war, bin ich auch immer durch den Trödelladen geschlendert, habe aber nie etwas gefunden, was sich für mich gelohnt hätte, zu kaufen. Mit dem dicken, fetten Kater habe ich mich angefreundet, der ist echt ein Unikum. Ich hätte mich “zereiern” können, wie er seine Krallen an einem Polterstuhl gewetzt hat.

  • Anton Launer sagt:

    Du hast im ReiterIn durchgezecht? Ich hoffe, ich war damals höflich zu Dir, war ich nämlich eher selten. ;-)

  • KDS sagt:

    @anton: Auch das hat durchaus den Charme der Neustadtkneipen ausgemacht: Weder im reiter noch im Raskolnikov oder später dann im Hieronymus (Fred war für mich DER Urtyp des Kneipiers schlechthin) gab es serviles Rumgeschleime – mensch am Zapfhahn war sich seiner Macht durchaus bewusst (ICH habe das Bier und DU hast Durst – also benimm dich oder versuch Dein geld zu trinken)

  • Anton Launer sagt:

    Meine erste Regel, die ich als Kellner lernte. Der Gast ist König, aber Du bist der Kaiser. Im ReiterIn haben wir das ziemlich konsequent umgesetzt. Siehe dazu auch hier: http://www.neustadt-ticker.de/kolumne/unser-joerg/

  • Someone Else sagt:

    sowas leistet sich heute nur noch das blumenau…

  • egon sagt:

    was ist Blumenau?

  • Jane sagt:

    Also mal als kleines Fazit unter die Sturmflut an wütenden Kommentaren an meine Adresse:

    1. Im Artikel stand was von “Hausbau”. Deshalb gehe ich davon aus, dass es sich um ein Wohn- oder Geschäftshaus handeln wird.

    2. Wenn weiter auf diese Weise in die Neustadt investiert wird, ist sie irgendwann zu Tode investiert. Und es kann nicht Sinn und Zweck von Investitionen sein, jeden noch so kleinen freien Flecken Erde in der Neustadt zuzubauen. Auch sagt niemand, dass eine Investition automatisch lebensraumzerstörend oder dem sozialen Klima im Viertel abträglich sein MUSS. Der Trend geht aber in der Neustadt nachweislich genau dahin (und nicht nur hier, sondern auch in anderen Stadtteilen). Eine Eigentumswohnung kann sich nun mal nur jemand leisten, der einen gewissen sozialen Status erreicht hat. Und in der Neustadt war der Anteil an Eigentumswohnungen in neugebauten Häusern zuletzt mehr als nur überdurchschnittlich hoch.

    3. Und wer den Einwurf, dass das die Neustadt langsam aber sicher aus allen Nähten platzt, mit einem “ihr seid doch nur zu dumm” oder Ähnlichem abtut, der ist schlicht zu faul, sich mit der demografischen Entwicklung und den Verhältnismäßigkeiten von Bau-, Wohnsubstanz sowie Freiflächen auseinanderzusetzen – und das ausgerechnet in der auch so “grünen” Neustadt. Tse…

  • oha sagt:

    @jane

    “grün”….??? Ich dachte die Neustadt wäre “bunt”….

  • Someone Else sagt:

    @jane:

    ja, ne?
    wo genau platzt denn die neustadt aus allen nähten? auf dem a-platz vielleicht? ich fürchte, nur ein bruchteil derer die dort ihre freizeit absitzen, kommt überhaupt von hier. gegen die würde dann höchstens eine mauer helfen, aber das hatten wir doch überwunden.
    ich finde nicht, dass mein stadtteil aus allen nähten platzt, weil sich das überhaupt nicht mit meinen erfahrungen deckt. man kann hier sehr wohl in ruhe den tag oder teile davon genießen, ohne groß auf menschen zu treffen.
    wem das getümmel auf genanntem platz zu groß ist, der weiche auf den prießnitzgrund, die elbe oder das umland aus.

    zu 2.: die verschlechterung des sozialen klimas hier, hat sicher nichts mit den investitionen zu tun. bei steigenden mieten und einer hohen anzahl von eigentumswohnungen, müsste sich ja das klima eigentlich verbessern, weil dadurch eine eher konservative und “normale” bevölkerungsschicht angezogen wird, von der sicher keine große aggression und kriminelle potenz zu erwaren ist.
    dafür sind tiefergehende, soziologische dinge der grund. wenn man etwas bemängeln könnte, dann wäre es der overkill an gastronomie hier. die zieht aber auch nur abends, am wochenende und vermehrt im sommer die menschen an. tagsüber und in kalten jahreszeiten bleibt die neustadt doch recht verschlafen.

    basierend auf all dem, was du so an der “neuse” gut findest (wenig) oder bemängelst (viel), entwerfe ich manchmal ein bild in meinem kopf, wie dein idealer stadtteil denn wohl auszusehen hätte.

    er bestünde aus genau einem haus mit gründerzeitfassade, mitten in einem grünen park. gleich im erdgeschoss befindet sich eine “urige” kneipe, in der zahnlose gestalten ruhig ihren handgemachten kartoffelsalat verspeisen und ihr bier dazu trinken.
    es gäbe keine dreck machenden hunde und auch sonst wäre es auf den straßen sauber und ordentlich. würde doch einmal jemand der wenigen anwohner etwas fallen lassen oder zu laut sein, wird er von der “jane-miliz” aufgegriffen und muss mit harten strafen rechnen.
    zum alljährlichen stadtteilfest würde david garrett und die don kosaken aufspielen, es gäbe russische spezialitäten und ab neun wäre ruhe.

    so in etwa?

    aus dem was du immer so schreibst, spricht ein zutiefst konservativer, nostalgischer und romantischer geist, der sich die eigene unzufriedenheit stück für stück aufbaut und dabei oft die schönen seiten des lebens übersieht.
    sieh mal, was gerade für eine welle der hilfsbereitschaft für den abgebrannten plattenladen “fat fenders” anläuft. DAS ist die neustadt und DAS macht das lebensgefühl hier aus!

    liebe grüße vom (narzisstisch-gestörten) Someone Else.

  • Jane sagt:

    Someone Else:

    Hä? Also wer nicht sieht, wie voll es hier im Vergleich zu anderen Vierteln ist, der will es vielleicht auch nicht sehen oder fühlt sich wohl damit – ich mein, soll’s ja geben, und ist ja auch prinzipiell nichts dagegen zu sagen, wem’s gefällt…

    Aber so tun, als wäre es fürs Stadtbild normal, dass ganze Horden von Leuten am Nachmittag durch die Straßen traben, die gerade von der Arbeit oder von der Uni kommen, dass die Leute auf der Straße laufen, weil die Gehwege rammelvoll sind, dass der einzige Park förmlich überläuft, dass Spielplätze regelmäßig völlig überfüllt sind, kaum Parkplätze zu bekommen, wenn man von außerhalb kommt, und und und… Ich könnte ewig so weitermachen. Derartiges kenne ich sonst nur aus der Innenstadt – und zwar von sonnigen Samstagen.

    Und wenn ich dann lese (von KDS), Wandel sei die einzige Konstante in der Neustadt, dann möchte ich am liebsten die Hände überm Kopf zusammenschlagen. Das kann vielleicht für die letzten 15 Jahre gesagt werden. Aber es gab hier Zeiten, da änderte sich in der Neustadt über Jahrzehnte nicht wirklich etwas. Die Neustadt war immer ein Arbeiter- und Studentenviertel, indem der Großteil der Einwohner über Jahrzehnte in derselben Wohnung gelebt hatten. Selbst meine Großmutter, die von 1950 bis 1983 hier gelebt hat, weiß nicht von übervollen Kneipen, Straßen oder einem völlig überbeanspruchten, zugemüllten Alaunplatz zu erzählen, auf dem sich Menschen tottreten. Und das wohlgemerkt in Zeiten, als die Durchschnittsfrau nicht nur 1-2 Kinder hatte.
    Die heutige Art Wandel hat erst in der 2. Hälfte der 90er-Jahre eingesetzt – mit der Sanierungs- und Investitionswelle. Einen 15 Jahre langen Zeitraum nun aber als maßgeblich in Sachen Entwicklungsgeschichte anzusehen für ein Viertel, dessen Geschichte bis ins 18. Jahrhundert zurückreicht, halte ich dann doch für einigermaßen, ähm, unangemessen.

  • Jane sagt:

    Und woher kommt eigentlich diese unsägliche Logik, dass Status (also Geld) das soziale KLima in einem Viertel verbessert?
    In aller Regel sorgen Besitz und Geld dafür, dass die Eigner gern unter ihresgleichen sein wollen – und somit für soziale Verwerfungen. Schon deshalb, weil viele Wohlhabende gewisse Ansprüche entwickeln, einfach, weil sie es sich leisten können. Und dann deine ganzen seltsamen Behauptungen, etwa:

    Konservativ = normal – hallo?? Worauf gründest du diese schier kolossal zu nennende Erkenntnis?

    Nur so viel: Die Kriminalitätsrate ist proportional zur Zunahme des Investitionsgrades in diesem Viertel gestiegen. Vor allem dank des Überangebotes an Kneipen und Clubs. Und die vielen teuren Autos, die hier jetzt im Vergleich zu früher rumstehen, dürften Langfinger wohl auch eher anlocken, statt fernhalten.

    Und außerdem: Das soziale Klima ergibt sich nicht allein durch die Kriminalitätsrate. Dazu gehört mehr – zum Beispiel soziale Verdrängungseffekte durch – uuuh das G-Wort – Gentrifizierung: unter anderem die Entwicklung des Preis- und Mietniveaus sowie Entwicklung der soziokulturellen Struktur (Vereine, Handel, Kultur).

    Ich kann übrigens nicht leugnen, dass ich es befremdlich finde, dass du dir in deiner Freizeit ausgerechnet Gedanken darüber machst, wie MEIN idealer Stadtteil wohl aussehen mag. Wie das dann aussehen soll, das verdient keinen Kommentar, weil es einzig und allein an den Haaren herbeigezogen und als Wortwaffe gedacht ist.

  • Anton Launer sagt:

    @Jane: Aber dennoch ist die Neustadt immer im Wandel gewesen. Mal mehr, mal weniger. Sicher war die zweite Hälfte des vergangenen Jahrhunderts sehr gleichförmig. Aber es gab auch schon mal so eine stürmische Zeit wie in den letzten 15 Jahren. Spannenderweise genau 100 Jahre zuvor, denn die meisten Häuser hier sind in dieser Gründerzeit entstanden. Ich glaube der damalige Wandel war sogar noch viel stärker als der heutige. Und ich prognostiziere auch die derzeitige stürmische Zeit neigt sich schon langsam dem Ende entgegen. Denn immer mehr Neustädter bleiben auch mit Kindern hier und ziehen nicht mehr weg, wie noch vor fünf oder zehn Jahren. Dadurch kommt mehr Kontinuität ins Viertel.

  • Anton Launer sagt:

    Im Übrigen bleibe ich dabei. Someone Else und Jane sollten sich unbedingt mal auf ein Bier treffen.

    Nochmal was zum Thema Hausbau. So wie es oben steht, hat es Achim offiziell von seinem Vermieter erfahren. Ob dort tatsächlich ein Haus entstehen wird, sei mal dahin gestellt.

  • christoph sagt:

    kuppler…..

  • Jane sagt:

    Anton: Du darfst mir glauben, es wird eins entstehen…

    Und Wandel kann auch in eine komplett andere Richtung geschehen als es die letzten 15 Jahre der Fall war.

  • christoph sagt:

    @ Jane: ein Beispiel das Dir vll gefallen könnte wäre der High line Park in New York… find ich ne super Idee, sowas wäre vor vielen Jahren in ähnlicher Weise auch möglich gewesen, indem man Baulücken in Häuserblocks miteinander verbunden hätte… zum Beispiel wäre vom “Schwalbennest” über den Trödelhof bis zur Ecke Försterei/Jordanstr. ein parkähnlicher gemeinsamer Innenhof möglich gewesen.
    Als Kinder sind wir dort immer rumgeklettert, als quasi Sahnestück gabs nen Hinterhof an der Jordanstr. der als “Paradies” bekannt war… dort gabs Obstbäume.. herrlich im Sommer….

  • Jane sagt:

    Christoph:

    Kenn ich auch vom Bischofsweg (da wohnten wir früher). Da zogen sich solche Lücken bis vor zur Sebnitzer – mit alten Schuppen und Bäumen zum Draufklettern zwischendrin. Und auch ein paar Ruinen, in denen man schön herumsteigen und kuriose Dinge draus bergen konnte – herrlich… Klingt aber auf jeden Fall nach einer guten Idee, das mit den “Hinterhofparks”. Sollte mal irgendein Architekt aufgreifen.

  • christoph sagt:

    Es ist wahrscheinlich etwa 20 Jahre zu spät für sowas und um mal eine Lanze für die Architekten zu brechen…. ein Vorhaben dieser Art scheitert eher an der Einstellung der jeweiligen Grundstückseigner, als an der sonst so rechteckig verhafteten Vorstellungskraft von den “Kreativen” .

  • Paul sagt:

    “Hinterhofparks” sind in Dresden bereits seit 80 Jahren angelegt und noch immer vorhanden, z.B. in der Wohnsiedlung am Wilden Mann.

    @Jane, wenn die Neustadt für die sooo unattraktiv geworden ist, obwohl sie mehr und mehr ihr heruntergekommenes, nicht wohnwürdiges Image abgelegt hat, die Ruinen endlich der Vergangenheit angehören – es gibt ne Menge Stadteile in denen Deine Vorstellungen bereits Wirklichkeit sind. Nur das ist dann eben nicht mehr unser Szeneviertel! ich finde es übrigens ganz angenehm, dass “dass ganze Horden von Leuten am Nachmittag durch die Straßen traben, die gerade von der Arbeit oder von der Uni kommen, dass die Leute auf der Straße laufen, weil die Gehwege rammelvoll sind, dass der einzige Park förmlich überläuft, dass Spielplätze regelmäßig völlig überfüllt sind,…”
    Ansonsten hast Du genau die die von Dir bereits angedrohten Folgen “sorgen Besitz und Geld dafür, dass die Eigner gern unter ihresgleichen sein wollen – und somit für soziale Verwerfungen. Schon deshalb, weil viele Wohlhabende gewisse Ansprüche entwickeln”

    Mir wird nicht klar, wohin Du überhaupt willst mit den Kommentaren, kann man die Szene und romantisch verklärten Ruinen in Parks mit den von Dir eingeforderten guten Sitten in ruhigen Straßen in Einklang bringen? Aber darüber mache ich mir dann weiter keine Gedanken, sonst findest Du es eventuell wieder befremdlich.

  • christoph sagt:

    @ Paul: Leider bringst Du hier 2 Sachen durcheinander… die Wohnviertel die Du meinst, sind von Anfang an so konzipiert und es gibt sie in der ganzen Stadt verteilt… an der Hechtstr. , Striesen usw.
    Gemeint hab ich eher sowas wie beim Nordbad… whe jetzt komt einer und schreit: “Das ist dort aber kein Park!!!!! “

  • Jane sagt:

    Paul:

    Na da hat sich ja doch noch jemand gefunden, der den ultradämlichen “Dann zieh doch woanders hin”-Spruch bringt. Glückwunsch. Ich kommentiere das besser nicht weiter.

    Ganz sicher will ich keine Ruinen zurückhaben. Dennoch ist es mein gutes Recht, mich positiv an meine Kindheit hier im Viertel zu erinnern. Manchmal wollen Leute mit ihren Kommentaren einfach mal “nirgendwo hin”, sondern einfach nur Erinnerungen aufleben lassen, Paul. Nicht alles muss immer gleich zur Bewertung stehen, manches sollte man einfach auch nur mal so stehen lassen und respektieren.

    Und genaus wie du es vielleicht “ganz angenehm” finden magst, am Nachmittag vor lauter Leuten auf dem Gehweg auf der Straße traben zu müssen – und damit ein unkalkulierbares Sicherheitsrisiko darzustellen -, finden andere es eben blöd. Von vielen Bekannten, die wie ich hier aufgewachsen sind, weiß ich, dass sie die heutigen Verhältnisse hier nicht besonders prickelnd finden. Das ist eben eine Frage der persönlichen Geschichte. Meine ist fest mit der früheren Neustadt verbunden. Diesen Identitätskonflitk haben diejenigen logischerweise nicht, die erst später hergezogen sind. Während ich aber schon dadurch, dass ich hier wohnen bleibe, die Entwicklung zumindest ein Stück weit hinnehme, scheint es bei den Zugezogenen kaum Verständnis für die nostalgischen Gefühle der Alteingesessenen zu geben. Viele versuchen nicht einmal, sich in die Lage derjenigen hineinzuversetzen. Diese soziale Kälte, die hier Einzug gehalten hat, ist das, was ich am meisten bedaure.

  • Paul sagt:

    Jane, mir ist egal wo du wohnst und wo zu hinziehen könntest werde ich Dir ganz bestimmt nicht sagen!
    Aber überlege mal und reflektiere was Du hier ständig mies machst an den derzeitigen Verhältnissen. Da kann man sich kaum vorstellen, dass Du dich hier noch wohlfühlst. Und sehe ich dann andere Stadteile in Dresden, die Deinen Beschreibungen und Vorstellungen offenbar sehr nahe zu kommen scheinen, da ich mich schon zumindest mal fragen warum Du noch da bist. Das brauchst Du wirklich nicht kommentieren! Und auch ich kenne die Neustadt schon aus frühen Kindheitstagen zu DDR-Zeiten…

  • rudi sagt:

    @Jane

    Deine Erinnerungen an das Viertel sind aber sehr punktiert. Ein paar nette Hinterhöfe ja, aber Leute und Lokalitäten, welche meinetwegen vor 23 Jahren das Viertel prägten, lieber nicht. Und wenn es um super Spielmöglichkeiten geht, müsstest du dich konsequenterweise über den Brunnen oberhalb des Alaunplatzes ärgern, denn früher standen da 2 Sperrmüllcontainer, welche die wunderbarsten Sachen beinhalteten, welche nun kein Abenteuerspielplatz bieten kann ;-)
    Außerdem war am Platz von Achims Trödelhof früher ein Außenstelle meines Ausbildungsbetriebes und dass diese vor ca. 20 Jahren verschwand, wäre wirklich beklagenswert.

  • Louise sagt:

    Da stimme ich Paul vollkommen zu, wer sich in der Neuse nimmer wohl fühlt, hat die Möglichkeit sich ein anderes schönes Plätzchen zum Wohnen zu suchen, Dresden ist doch groß genug.

  • Someone Else sagt:

    @jane:

    So, dann antworte ich doch noch mal, auch wenn der artikel jetzt schon einen gewisse zeit auf dem buckel hat.
    ja, für das stadtbild einer großstadt ist es normal, dass verhältnismäßig viele menschen auf den straßen unterwegs sind, da hier viele menschen zur arbeit gehen, studieren oder einfach nur leben. Aber gleich von „überfüllung“ zu reden, ist bei realistischer betrachtung mehr als unzutreffend. Im „berufsverkehr“ und zu stoßzeiten sind nun einmal viele menschen unterwegs, das ist heute so und das war früher genau so. auch der vergleich mit den wochenendlichen zuständen in der „city“ zu vergleichen, entbehrt jeder objektiven grundlage.

    für einen misanthropen ist das freilig nichts, doch darf er dann die schuld nicht bei seiner umgebung suchen, sondern muss auf seine eigenen bedürfnisse achtgeben und im zweifelsfalle die stadt oder zumindest den stadtteil wechseln.

    wenn du deine großmutter hier anführst, die keine überfüllten kneipen und vollen parks erlebt hat, so liegt das an der (sozio-)kulturellen entwicklung unserer gesellschaft. Früher gehörte es einfach nicht zum tagtäglichen entertainment-programm, sich in den biergarten zu hocken oder in ein restaurant zu gehen. Diese dinge waren ausnahmen und „etwas besonderes“. Abgesehen davon, ließ es der arbeitsalltag überhaupt nicht zu. Der anteil an „freizeit“ hat sukzessive zugenommen und das machte den täglichen kneipengang erst möglich. Auch studieren heute viel mehr junge menschen, als es vor ein paar jahrzehnten der fall war. Die letztgenannte gruppe verbringt dann natürlich auch gerne ihre zeit an der frischen luft und trinkt dort ihr bier, weil dem geringverdienenden studenten eventuell einfach das geld fehlt, sich in ein restaurant zu setzen, mal ganz abgesehen davon, dass das treffen in einer großen gruppe da platztechnisch schwierig werden dürfte.
    eigentlich könnten wir doch ganz froh sein, dass unsere jugend nicht vor supermärkten oder tankstellen abhängt und sich die birne wegsäuft, oder?

    zum thema „unsägliche logik“:
    dem liegen empirische und realistische betrachtungen zu grunde.
    kleines beispiel: nehmen wir new york als den prototyp einer modernen großstadt und sehen wir uns die verteilung von verbrechen auf einzelne stadtteile an.
    diese geschehen in den meisten fällen in den stadtteilen, in denen die niedriglöhner, migranten, arbeitslosen und vor allem relativ ungebildeten jungen menschen leben. Im „financial district“ in manhattan wird man kaum etwas von gewaltverbrechen oder ähnlichem hören. Das gleiche spielt sich in allen städten dieser welt ab, ob wir die vororte von paris oder die favelas in brasilien in rio betrachten. Wo wenig hoffnung und zukunft, da viel gewalt, auf diesen nenner kann man es leider bringen. Also haben soziale verhältnisse ganz klar etwas mit dem einkommen oder status zu tun und wer anderes behauptet, verschließt einfach seine augen vor der realität.

    konservativ = normal:
    Bedeutungen:
    [1] allgemein: althergebracht, herkömmlich, wie bisher üblich, auf alte Werte besinnend
    [2] Einstellung, Haltung: von etwas Bestehendem ausgehend, etwas Bestehendes bejahend, etwas bewahrend, an dem Hergebrachten festhaltend, an dem Althergebrachten festhaltend, zum Konservatismus neigend.
    [Quelle: http://de.wiktionary.org/wiki/konservativ

    das hat für mich schon etwas mit angepasstheit und wenig mut zur veränderung zu tun und das nenne ich “stino” oder normal.

    Kriminalitätsrate:
    lass dich da mal nicht von deinem gefühl leiten. Ich glaube nämlich keineswegs, dass es vor der wende oder kurz danach genau so sicher in der neustadt war, wie es das heute ist. Nur weil wir ständig etwas derartiges in der zeitung lesen, heißt das noch lange nicht, dass sich das klima hier verschlechtert hat.
    klar, wenn läden mit hochpreisigem warenangebot hier aufmachen, erweckt das natürlich die aufmerksamkeit von einbrechern und dieben, aber das hat längst nicht die großen auswirkung auf das befinden der menschen hier. Erst wenn die anwohner permanent angriffen ausgesetzt wären, würde sich das kippen.
    dass es hier in letzter zeit vermehrt (3?) messerstechereien gekommen ist, hat etwas damit zu tun, in welche richtung sich soziale klima generell entwickelt; mit gestiegenen mieten und wachsender bevölkerung hat das nur indirekt zu tun. Zudem schienen bei den attacken konkrete zwischenmenschliche dinge eine rolle zu spielen und es wurde nicht wahllos aufeinander eingestochen.

    Befremdlichkeit:
    keine angst, ich kann meine freizeit noch mit vielen anderen dingen füllen, als mit dem nachdenken über dich und deine ansichten. War ja eh nur so ein gedankenspiel.
    mich erschreckt oder wundert nur, wie jemand so unreflektiert mit sich umgehen kann, zu keinerlei ironie oder witz fähig ist und sich so in seiner kleinen, konservativen welt festgefahren hat. Das tut mir halt leid und beschäftigt mich.

    Einen schönen tag dir!

    p.s.: ich möchte bitte NICHT verkuppelt werden und das mit dem treffen auf ein bier (und hausgemachten kartoffelsalat aus’m eimer?) überlege ich mir noch.

  • Someone Else sagt:

    der eintrag in deinem blog spricht bände:
    “Es ist nicht mehr schön, in der Neustadt zu wohnen.”

    [http://djane.momocat.de/2011-05-20-nachruf/]

  • FX sagt:

    @S.E: nicht nur der Blogeintrag, auch das Frage-Antwort-Spiel finde ich bezeichnend.

    Ebenso interessant ist die Bevölkerungsentwicklung der Stadt:
    http://de.wikipedia.org/wiki/Einwohnerentwicklung_von_Dresden
    Demnach gab es “in Omas guter alten Zeit” wesentlich mehr Einwohner als heute, d.h. es war noch enger!

  • Someone Else sagt:

    :D

    mal sehen, ob jane deine quelle gelten lässt. sicher weiß sie es besser, wetten?

  • p-har sagt:

    hey SxE!

    Du behauptest hier, die Leute wären früher nicht so oft in Biergärten, Kneipen oder Restaurants gegangen. Das ist einfach nur Quatsch. Red mal mit Deiner Verwandschaft…

    Ansonsten ,Gähn, hast Dich also, Gähn, mal wieder mit Jane in der Wolle…

  • Someone Else sagt:

    @p-har: dem widerspreche ich aus eigener erfahrung entschieden. bei uns in der familie gab es restaurantbesuche eigentlich nur am wochenende und bei vielen anderen aus meiner bekanntschaft/verwandtschaft ebenso. es gab zwar sicher auch damals eine gewisse bevölkerungsschicht, die ihr dasein in kneipen fristete, aber das war eben nicht die meinige. außerdem gab es damals keineswegs soviele gastronomische zerstreuungsangebote wie heute. es wurde vielmehr im privaten freundes- und familienkreis gefeiert. zumindest war das bei mir so.

    och, mit “in der wolle haben” würde ich das nicht umschreiben, eher mit gedanken- und ansichtenaustausch, wenn auch mit wenig aussicht auf konsens. nun ja…

  • p-har sagt:

    @ someelse
    wie war das mit deinen eltern, bevor sie eltern wurden?
    ich hab gern meinen großeltern (mit offenem mund) gelauscht, wenn die von ihrem wilden leben erzählt haben, und das obwohl die keiner ‘gewissenen’ bevölkerungsschicht angehörten.
    und industriearbeiter bzw. bauern sind schon gern nach der schicht in einschlägige schenken eingekehrt. und wehe, du hast dich da als punk, metaller oder sonstwas sehen lassen…
    hab hier grad “bitte warten, sie werden plaziert!” vor mir.
    behandelt dresdner lokale in der ddr-zeit, autor: dietmar sehn, wartberg-verlag. solltste ma reinschauen!

    und die sache mit der wolle, es erscheint mir manchmal, als obs euch mehr um die diskussion statt deren inhalte geht…

  • Someone Else sagt:

    die waren arbeiten, soweit ich weiß und unter der woche war wenig zeit, es krachen zu lassen und meine großeltern hatten weiß gott anderes zu tun, als sich in die kneipe zu setzen. die waren aber halt auch keine industriearbeiter oder bauern. mag sein, dass es bei diesen berufsgruppen anders war.
    das “bitte warten, sie werden platziert” kenne ich allerdings auch noch von der bastei und aus dem teepot in warnemünde.
    wenn ich mal über deinen literaturtipp stolpern sollte, werde ich einen blick hineinwerfen. versprochen! danke!

    also mir geht es schon darum, offensichtlich falsche ansichten möglichst zu widerlegen und zu korrigieren. wenn man natürlich auf ständige resistenz dem gegenüber trifft, wird das zum kampf gegen windmühlen.
    ich finde es halt nur schade, dass eine/einer nicht mitbekommt, dass alle diskussionen in die sie/er sich einmischt, immer den gleichen verlauf nehmen und keinesfalls fruchtbar sind.
    langsam gebe ich aber auch auf… dafür ist mir meine lebenszeit und meine eigentlich gute laune zu schade.

  • stephan sagt:

    an someone else:

    “gegen windmühlen” ….. wind bleibt aus/zahnräder der mühle sind zerborsten, und die segel defekt ……was nun????

  • stephan sagt:

    an someone else: früher also du meinst zu ddr zeiten denk ich mal haben proportional gesehen genauso viel leute in der kneipe gessesen wie heute wenn nicht sogar mehr! denn 3 programme im tv können es nicht gewesen sein!!!!!!die es verhindert hätten!……….zu hause zu bleiben!!!!
    dein roman von heute 15.13 uhr ist schon sehr befremdlich und der geistige horizont naja…….

  • Someone Else sagt:

    auf rosinante davonreiten, dem sonnenuntergang entgegen…

  • stephan sagt:

    an someone else: deine großeltern haben im krieg gelebt gehe ich mal von aus da gebe ich dir recht die hatten keine zeit die haben in der rüstung gearbeitet oder später ziegel gehauen aus den trümmern…… aber deine eltern später hatten bestimmt ne geregelte arbeit in einem sozialistischen staat.
    18.00 ging es in die kneipe………oder vergleichbar….

  • stephan sagt:

    Honoré Daumier: Don Quijote auf seinem Pferd Rosinante (um 1868)

  • assi-ecke sagt:

    @fx

    dein argument mit der einwohnerentwicklung ist in mehrfacher hinsicht falsch. erstens wegen kriegsschädenbedingter wohnraumauslagerung, viel wichtiger thema eingemeindungen, und später dann subzentrenbildung. gänge es um vorkriegszustand, könnte man zustimmen, 1/3 mehr einwohner auf einer fläche von 1/3 des heutigen stadtgebietes, aber jane schrieb ja von 1950-1983.

  • FX sagt:

    @assi-ecke: Du hast natürlich recht, die Daten sind ja auch nicht weiter aufgeschlüsselt. So hat sich beispielsweise das Wohnraumangebot in der Neustadt nach dem Krieg nicht wesentlich geändert, dafür wurden aber Prohlis und Gorbitz gebaut.

  • Someone Else sagt:

    @stephan:
    warum gleich wieder mit “geistigem horizont” kommen? :roll:
    woher willst du denn bitte wissen, wie die freizeitgestaltung in meiner familie aussah? also gut, dann führe ich dich mal in meine familie ein:
    großvater eins: flugzeugingenieur bei junkers,
    großvater zwei: edelsteinhändler in stuttgart,
    großmutter eins: vertriebene aus schlesien, telefonistin,
    großmutter zwei: postbeamtin,
    vater: ingeneur bei pentacon,
    mutter: studierte opernsängerin, dann museumsassistentin.

    du siehts, hauptsächlich akademischer hinterggrund.
    dass meine familienangehörigen in ihrer jugend ständig weggegangen sind, möchte ich überhaupt nicht bestreiten, nur hatte das mit dem auftauchen von kindern ein ende und zu außerdem sind viele nicht typ, der ständige unterhaltung braucht. gerade die großeltern haben auf dem land gewohnt und da gab es außer dem landgasthof oder erbgericht keine möglichkeiten und der weg in die stadt war einfach zu weit. zudem musste sich um haus und hof gekümmert werden.
    wie gesagt, bei uns traf man sich eher mit der familie oder mit freunden zuhause oder in irgendwelchen gärten oder hinterhöfen zum feiern. wenn bei uns daheim überhaupt mal etwas getrunken wurde, dann besorgte man eine flasche “stierblut” aus dem “hotel rensburg(?)” (heute “mondpalast”/”bon voyage”) oder bier aus dem späti im “hebeda’s” und trank die im trauten heim, was aber eher selten vorkam. zum essen gingen wir in’s “szeged”, in’s “oberlausitzer töppl” oder in die grillbar neben dem “kügelgen-haus” und das auch nur zur ausnahme. man zog sich damals sogar schick an, wenn man zum essen ausging.

    aus meiner beobachtung kann ich sagen, dass die kneipen früher keineswegs jeden tag gefüllt waren, abgesehen von den einschlägigen “spelunken”, in denen heute wahrscheinlich noch die gleichen gestalten hocken und sich mit leerem herzen und vollem glas die einsamkeit wegtrinken. das war und ist aber eben nicht das umfeld, in dem ich mich bewege.
    auch so etwas wie das “brunchen” gab es damals noch nicht und keiner kam auf die idee, sich am wochendende mit kind und kegel in irgendeine kneipe zu setzen, schon weil es oft eine tortur für die kleinen wird. da setzte man sich in’s auto und fuhr “in’s grüne” oder “in’s blaue”, wie meine oma stets sagte und ging wandern.
    ich finde es immer etwas befremdlich, wenn ich die massen sehe, die sich samstags und sonntags schon vormittags in biergärten oder restaurants quetschen. ich könnte das nicht. das wochendende ist für mich die zeit der entspannung und da brauche ich keine quengelnden kinder, laut redende menschen und klingelnde handys in meiner umgebung und das gleiche gilt meist auch für den feierabend in der woche.
    mich wundert nicht, dass die leute nicht mehr abschalten können und nachts keinen schlaf mehr finden. diese entertainmentkultur, die rund um die uhr stattfindet, trägt ganz sicher dazu bei. körper und geist müssen doch auch mal weg von der reizüberflutung und es muss zeit sein, die batterien aufzuladen.
    als ich jünger war, bin ich auch so ziemlich jeden abend weggegangen, aber das wollte ich mit dem erwachsenwerden dann nicht mehr, zumal es bei mir noch andere interessen gibt als “feiern”. ich finde es albern, wenn sich die generation 30+ noch wie teens oder twens benimmt und ständig dieser “spaßkultur” hinterherrennt. da bleibt dann natürlich wenig zeit für kinder und den partner.

    so, bevor wieder gemeckert wird:
    das ist MEINE meinung und meine art zu leben und ich werde jedem die seinige zugestehen, auch wenn sie von meiner abweicht! um generalisierung und missionierung geht es mir nicht.

    schönen tag!

    p.s.: in der ddr gab es nur EIN fernsehprogramm.

  • E-Haller sagt:

    Am 3. Oktober 1969 ging das 2. Programm des Deutschen Fernsehfunks DFF 2 aus Anlass des bevorstehenden 20. Jahrestages der Gründung der DDR als Farbprogramm erstmalig auf Sendung. Damit begann beim Deutschen Fernsehfunk das Farbfernsehzeitalter. Walter Ulbricht eröffnete das Programm mit den legendären Worten „Das II. Fernsehprogramm ist eröffnet“.

    Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Deutscher_Fernsehfunk

  • Someone Else sagt:

    danke für die korrektur! dann waren es zwei.

  • stephan sagt:

    an “someone else”

    danke e-haller dann 2. oder man hat in leipzig berlin oder so gewohnt da ging mehr…….grins “stierblut” der egri bikavér ist ein ungarischer wein. im deutschsprachigen raum kamm er als erlauer stierblut in den handel. des weiteren hast du es ja schon auf den punkt gebracht akademischer hindergrund….
    glaube nicht nicht das der doktor oder ingenieur in katys garage oder in die scheune etc. geht geschweige in der neustadt wohnt ausser vieleicht ein paar ausnahmen die gibt es aber immer….!!!!
    so und wir sprachen von der neustadt und nicht von ländlicher gegend…..!!!!!

    ich akzeptiere deine meinung auch aber sie kommt halt fremden(mir) gegenüber sehr dominant, engstirnig, tunnelblick…..etc. rüber!!!
    du schreibst du brauchst am we entspannung und ruh!? also du hast um 15.27 uhr wieder ein roman verfasst, ich bin 20.30uhr nach hause gekomm (arbeit) und hab erst jetzt zeit!!!!! also ich finde hier die unterhaltung als entspannung genug oder?????

  • stephan sagt:

    an “someone else”

    muss noch was loswerden die leute die in den alauenpark gehen, sind auch im grünen oder! früher waren es 50 heute sind es 500 und warum benzin zu teuer fahrkarte für die famiele in die sächsische schweiz oder ähnlich 15€ oder sowas das hat nicht jeder also bleit nur großer garten alauenpark oder elbwiesen…etc!!!! und nicht zu vergessen der demographische altersdurchnitt weil opi mit 70 legt sich nicht mit grill an die elbe…..grins oder vergleichbares!!!

  • stephan sagt:

    entschuldigung es heist “familie” wollte deinen akademischen hindergrund nicht beleidigen oder in frage stellen!!!

  • stephan sagt:

    danke fürs löschen meiner 3 mails.!!!! an die redak.

  • Anton Launer sagt:

    Sorry. Das ich nach 22 Uhr nicht gleich alles sofort erledige. Aber gelöscht habe ich nichts.

  • FX sagt:

    @stephan: versuch doch mal, einige Regeln der Rechtschreibung und Grammatik einfließen zu lassen – macht das Lesen leichter ;-)

  • Someone Else sagt:

    @stephan: keine angst, meinen “akademischen hintergrund” beleidigst du nicht, eher meine vorstellung von orthographie. (aber, wer ständig alles klein schreibt, sollte vielleicht ruhig bleiben…) pass bitte auf, dass du dir nicht die ausrufezeichen-taste kaputt machst.

    lieber stephan, gerade heute leben viele akademiker und die, die auf dem weg dahin sind, in der neustadt, auch wenn du da einen anderen eindruck hast. da hat sich seit der ddr allerdings etwas verändert.

    was genau ist denn an meinem geschreibse “dominant”??

    beste grüße!

    p.s.: “heißt” und nicht “heist”! (zu 22:58)

  • stephan sagt:

    @anton launer entschuldige bitte!!!

    @Someone Else (aber, wer ständig alles klein schreibt, sollte vielleicht ruhig bleiben…)hast du da gerade vorm spiegel gesessen???und zu dir selber gesprochen…. Someone Else sagt:
    12. April 2012 um 15:27

    und danke für die vielen tipps ja muss nicht aufpassen hab mir im internet eine 100 packung ausrufezeichen knöpfe bestellt das reicht noch für ein paar virtuelle bände…..obwohl ich sehe gerade brauch langsam auch ne 100 packung …. knöpfe(taste)

    schönes we an alle
    gruss stephan

  • Someone Else sagt:

    @stephan: als ob ich zum selbstgespräch einen spiegel bräuchte…

  • christoph sagt:

    @ stephan… um dahin zu kommen, wo du schon 22.53 bist, brauch ich etwas länger….AB JETZ SCHREIBT MIR GROSS, NUR UM IN DEIM SCHRGONG ZU BLEIM… oh A vergessen …. SCHARGONG!!!

  • stephan sagt:

    @Someone Else: selbsgespräche
    naja mit spiegel wäre es ja noch zu verstehen da machst du halt gerade eine selbstdiaknose deiner mimik oder lernst lippenlesen…..aber ohne spiegel naja da gibt es gelbe seiten
    unter rubrik ärzte….schönes we dir noch

  • Someone Else sagt:

    autsch… :D

  • christoph sagt:

    autsch? haste Dich an Deinem Spiegel geschnitten?

  • Someone Else sagt:

    ja, bei der “diaknose”…

  • christoph sagt:

    ;)

  • Jane sagt:

    Someone Else:

    Auch in den 60er-Jahren war es durchaus üblich, zum abendlichen Vergnügen in ein Tanzlokal oder eine Kneipe zu gehen. Die Kneipenkultur kam mit den Arbeitervorstädten auf – und damit mit der Industrialisierung, also in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts.
    Warum es hier in der Neustadt dennoch erträglicher war? Ganz einfach, weil es damals vielleicht halb so viele bewohnte Häuser und damit erheblich weniger Menschen hier gab. Dieser Zusammenhang ist nicht von der Hand zu weisen: Wo mehr Menschen leben, wird es automatisch enger als dort, wo auf demselben Raum halb so viele leben.
    Wo bleibt denn bitte deine “realistische Betrachtung”? Realistisch wäre es, die Unterschiede beispielsweise zwischen Löbtau und der Neustadt zu sehen: Auch Löbtau glänzt durch seine unschlagbare Nähe zur Uni, auch hier leben verhältnismäßig viele Studenten. Auch hier lässt es sich mittlerweile schön wohnen, da fast alle Altbauten saniert sind. Und doch gibt es einen Unterschied: Im Gegensatz zur Neustadt gibt es in Löbtau noch Luft zum Atmen. Obwohl die Äußere Neustadt (und nur die) nur halb so groß ist wie Löbtau leben hier fast genauso viele Menschen. Ich denke, das sagt einiges. Noch längst ist in Löbtau nicht jeder freie Flecken zugebaut – und das liegt vor allem daran, dass sich die Nachfrage nach Wohnsubstanz hier noch vergleichsweise in Grenzen hält. In der Neustadt ist das anders, denn dieses Viertel ist in den letztn 15 Jahren zum “Szene-” und “Lifestyle”-Viertel aufgebaut worden – und das im Wesentlichen durch seine vielen Kneipen und seine tolle Lage zwischen Heide und Elbe.

    Wer diese Entwicklungsunterschiede negiert, der ignoriert sie bewusst.

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