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BRN-Schwafelrunde ärgert sich übers Ordnungsamt

BRN-Fahne

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In einer Pressemitteilung gab die BRN-Schwafelrunde ein Statement zum Abschluss der BRN 2011 ab. Außerdem blickten die Schwafler der improvisierten provisorischen Regierung der Bunten Republik Neustadt nach vorn. Erwähnenswertes Ärgernis 2011 waren zahlreiche Bußgeldbescheide, die das Ordnungsamt gegen Veranstalter zur BRN verhängt hat. Aus der Schwafelrunde heißt es: „Wir haben für dieses Vorgehen kein Verständnis, denn unser Anliegen, bei der Verhängung von Bußgeldern mit Augenmaß vorzugehen, ist unseres Erachtens damit nicht erreicht.“

Ziel der Schwafelrunde war in Absprache mit dem Ortsamtsleiter André Barth, dass in kooperativer und entspannter Weise vorgegangen werden sollte. Veranstalter und Anwohner haben jedoch bereits Bußgeldbescheide, nur weil sie das Veranstaltungsende um wenige Minuten überzogen haben. Der Veranstalter einer Bühne am Martin-Luther-Platz berichtete von einem Bußgeldbescheid, eine Vorwarnung oder eine Ermahnung zum Beenden der Veranstaltung habe es jedoch nicht gegeben. Aber genau solches Vorgehen war vorher vom Ordnungsamt angekündigt worden.

Ulla Wacker von der Schwaffelrunde: „So sieht das kooperative Vorgehen nicht aus, das wir vorher vereinbart und für das wir uns im Dialog zur Verfügung gestellt hatten. Wir brauchen keine Erziehungsmaßnahmen während des Festes, wir bauen auf Verständnis und Kooperation. Bußgelder von bis zu 800 Euro sind erheblich und stellen eine große Belastung für die Betroffenen dar.“

Vereinzelt soll es auch Beschwerden über das Auftreten der Mitarbeiter des Gemeindlichen Vollzugsdiensts gegeben haben. Beiden Punkte haben Vertreter der Schwafelrunde mit Ordnungsamt und Polizei besprochen. Die Schwafler schlagen zur Entspannung des Verhältnisses vor, den Mitarbeitern der Behörden die Neustadt näher zu bringen, um gegenseitiges Verständnis zu erhöhen, Aggressionen abzubauen und die Feier- und Kooperationslaune zu heben.

  • Für dieses Jahr wurde ein erneutes Erscheinen einer BRN-Zeitung angekündigt. Ob diese wieder Käseblatt heißen wird, blieb offen. Außerdem soll die Online-Plattform www.BRN-Plan.de ausgebaut werden.

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19 Kommentare zu „BRN-Schwafelrunde ärgert sich übers Ordnungsamt“
  • Dom sagt:

    Ich habe es eingentlich noch nie erlebt, dass Vertreter (Frauens ausgenommen) des Ordnungsamtes “nett” sind! Seit sie sich Polizeibehörde schimpfen führen sie sich leider auch wie in einem Polizeistaat auf… :(

  • oLO. sagt:

    vielleicht haben die nix mehr zu tun seitdem es kaum noch ausschreitungen gibt. obwohl, wenn ich mir überlege, wie die realität der kommerziellen republik neustadt aussieht fällt auf, dass der zapfenstreich fehlt.

    KRN plattmachen.

  • Christoph sagt:

    Nicht nur nach der BRN wurde kleinlich versucht Kasse zu machen. Am Freitag morgen schon haben Mitarbeiter des Ordnungsamtes und ein Abschleppfahrzeug an der Ecke Bautzner/Rothenburger Strasse Punkt 9 Uhr sofort damit angefangen Strafzettel zu verteilen und Fahrzeuge zu abzuschleppen. So ein regides Vorgehen habe ich zur BRN noch nie erlebt! Von kooperativem Vorgehen und Toleranz war da keine Spur. Da ging es nur darum Geld zu verdienen und das auf kosten ansässiger Gewerbetreibender und Anwohner!

  • rolle sagt:

    @ Christoph: rigide ist das Wort das du meintest. (*Oberlehrermodus aus*)
    Wenn ich sehe wie dumm, dreist oder am Schlimmsten dumm-dreist sich einige Autofahrer benehmen, kann ich aber auch keine Milde walten lassen. Klassische Bespiele sind rund um die Feuerwehr (Schön auf dem Behinderten-Parkplatz abstellen oder der Klassiker in der Förstereistrasse – im Parkverbotsabschnitt stehen und Ticket am Automat ziehen – herrlich) oder auch die neusgestaltete Alaunstrasse (und zwar auch so, das mensch mit dem Kinderwagen nicht mal mehr durchkommt).
    Und um 9 ist ja nu nich mehr wirklich früh (es sei denn mensch war bis 5 inner Chemo).

  • René sagt:

    Wann – frage ich leise – wann kommt es bei Euch an, dass es nicht mehr DIE BRN ist?
    Neben (lobenswert) vielen, die der sterbenden Hülle noch ein bißchen BRN einhauchen wollen – und auch können, hat sich ringsum der Kommerz ausgebreitet – und nur der Kommerz. Und da ist die Stadt Dresden mit seinen Bütteln immer an vorderster Stelle dabei…

    Mein Wunsch (sehr naiv, ich weiß)- wenn BRN, dann so wie früher – nicht anders!!!!

    So – geh jetzt weinen! ;-)

  • egal sagt:

    einfach mal auf die ämter sch… !
    macht was, bewegt euch, brecht aus, …!

    für die brn, gegen diese brn!

  • Dom sagt:

    @egal: dumm nur wenn das Amt nach dem “sch…” ihre Forderung mit Vollstreckungsmaßnahmen und Kontopfändungen durchsetzt. :(

  • stefan sagt:

    2010 gabs Bußgelder für “nicht genehmigte” Topfpflanzen (Böhmische Str.) und 20cm(!)-Überschreitungen von Ständen (Rothenburger Str.)!
    Obendrauf gabs falsche Angaben in den Bußgeldbescheiden. Der Widerspruch wurde abgelehnt.

  • Someone Else sagt:

    BRN, also das “fest”, mal für ein jahr aussetzen! die stadt wird schon merken, dass dann geld im säckel fehlt.

  • christoph sagt:

    @SE stimmt mit den gesparten Bußgeldern könnte man schön anderswohin in den Urlaub fahren…

  • Amdi sagt:

    Polizisten, die im Dienst auffällig geworden sind durch Gewalt, Beschimpfungen und Unangemessenem Verhalten, führen Ihre Arbiet unter anderem im Dienst der Polizeibehörde weiter.
    Danke Vadda Schdaad

  • Nela Mareno sagt:

    Ich möchte hier mal was klarstellen. Die Kommentare sind ziemlich “einfach” um nicht dumm zu sagen. Denn immerhin hat die Stadt Dresden und somit die Stadtverwaltung mit der Gestaltung des Festes nichts zu tun. Die Kommerz-BRN haben die Händler und Gewerbetreibenden des Viertels in den vielen Jahren derart vorangetrieben und somit den individuellen Spielraum für “Ureinwohner” der Dresdner-Neustadt immer mehr verkleinert. Es musste immer größer, schneller und bunter werden. Die ersten Jahre waren es ebend kleinere Sachen, bei denen die Behörden auch nicht soviel Wind machen mussten aber das versteht ja keiner. Schuld an einer BRN wie sie nun existiert ist jedenfalls nicht die Stadtverwaltung und auch nicht die Polizei. Die Bediensteten, die meist von Freitag-Mittag bis Sonntag-Abend ihren Dienst auf dem Stadtteilfest verbringen und da auch kaum zum verschnaufen kommen sind, wenn man es selbst auch immer ist, freundlich und locker. Das sich Polizisten und Vollzugsmenschen natürlich nicht auf der Nase herumtanzen lassen wollen ist auch klar. Ich meine WOZU GIBT ES DIE BESCHEIDE?! Es wissen ausnahmslos alle Anwohner und Gewerbetreibenden über die Regeln des Festes Bescheid aber trotzdem halten sich manche ebend für 1. die großen Revolutionsmännicken oder 2. für besonders soziale Gutmenschen und müssen mit den Herren in Blau endlose Diskussionen führen. Ich denke mal das ich als Anwohner der Neustadt nicht allein bin, wenn ich sage: Feiern is ok aber gegen 04:00 Uhr will Mensch auch mal seine Ruhe haben und Rausch ausschlafen. Nebenbei…es müssen auch Anwohner der Neustadt einer geregelten Tätigkeit (Arbeit!) nachgehen und müssen somit auch mal in den notwendigen Schlaf finden. Noch kurz zur “Schwafelrunde” – ich halte einige der Riege für ziemlich lächerlich und denke nicht, dass sich Menschen, die teilweise nicht mal in Dresden geboren sind so weit aus dem Fenster lehnen können. Ich selbst bin im KH Diakonie geboren und lebe seit 31 Jahren in der Neustadt….ich weiß wovon ich rede. Also BRN 2012: Einfach mal sein eigenes Ego zurückschrauben und Toleranz nicht nur einfordern sondern auch anderen gegenüber walten lassen. Besonders den Schwaflern sollte das gut zu Gesicht stehen, wenn sie die mit der Stadt getroffenen Vereinbarungen selbst auch einhalten.

  • Anton Launer sagt:

    Liebe Nele, vielleicht gehst Du einfach mal hin zur Schwafelrunde. Die meisten die ich da kenne, sind ganz nett. Hochgeschraubtes Ego konnte ich dort nicht feststellen.

  • Nela Mareno sagt:

    Lieb gemeint aber ich werde diese Runde allein aus Zeitgründen nicht aufsuchen. Aber deine Meinung nehm ich zur Kenntnis. Ich wünsche mir einfach mehr Toleranz auf beiden Seiten. Und wenn, wie in der SZ geschrieben jemand 800,00 Euro Bußgeld bezahlen musste, dann kann ich mir nicht vorstellen, dass dies vollkommen unbegründet gewesen sein soll.

    Und wenn ich den Artikel schonmal ansprech, dass Kinder vom Ordnungsamt verjagt wurden glaubt doch wirklich keiner. So viel Fingerspitzengefühl und Augenmaß hat jeder gesunde Mensch, zu denen zähl ich die Damen und Herren der Stadt jetzt mal.

    Ps. Nela…nicht Nele ;o)

  • Anton Launer sagt:

    Sorry. Offenbar war mir die Schreibweise mit einem “a” am Ende zu ungewöhnlich. Die ominösen Kinder, die verjagt wurden, geistern ja schon seit Jahren durch die Neustadt. Ich habe selbst einen derartigen Einsatz gesehen, der meines Erachtens aber völlig gerechtfertigt war, da die knapp 14-Jährigen Bierdosen verkaufen wollten. Sie waren dann auch entsprechend schneller als die Herrschaften von der Polizeibehörde. Weitere Geschichten habe ich bislang noch von keinem Augenzeugen berichtet bekommen.

    Was die Ordnungsgelder angeht: Sicher gibt es dafür einen Grund und eine Begründung, und auf dem Papier ist vermutlich alles korrekt. Das Problem ist dabei nur, dass es in mehreren Fällen Standbetreiber betraf, die die Zeit nur knapp (vielleicht mal eine halbe Stunde) überzogen, dann ohne Vorwarnung ein solches Bußgeld bekamen. Das war in den Absprachen vorher vom Ordnungsamt anders angekündigt worden, daher die Aufregung.

  • Nela Mareno sagt:

    Da kann man die Presse nicht verstehen, naja Stimmungsmache unter den verschiedenen Interessensgruppen. Schade das es so in der SZ rüberkam.

    Also was Bußgelder betrifft kenn ich mich nicht aus aber zumindest haben Freunde von mir einen Laden in der Louisenstraße und machen auch immer was zur BRN aber Stress mit dem Veranstaltungsende haben die noch nie gehabt.

    Vielleicht ist es dieses Jahr ja anders und unsere lieben Herren der Polizeibehörde haben nach 1 Uhr schon nichts mehr zum nörgeln. Wäre sogar richtig komisch wenn die ohne was zu tun durch die Straßen laufen und ;-) Ich finde bei 3 Tagen Party kann man sich genug amüsieren. Und wenn man, wie ich zum Beispiel den ganzen Tag feiert, tobt und tanzt ist man abends sowieso eher auf ausruhen und ruhige Gitarrenkläge eingestellt als auf Techno-Zucken und Großbühnen. Wie wäre es denn mal unter allen Mitwirkenden eine Unplugged-BRN mit mehr kleinen Bands durchzuführen. Bye erstmal

  • Anton Launer sagt:

    Genau das ist einer der Punkte, für die sich die Schwafelrunde stark macht. Weniger Bühnenkonkurrenz und mehr unplugged.

  • Marc sagt:

    Tja Nela, da hast du wohl deinen Willen bekommen. 3 Tage lang wurde gegen 1 die Musik abgestellt und lange Weile hat sich breit gemacht. Vllt solltest du dir mal überlegen ob du dir nicht ein anderes Domizil suchst und die “nicht mal in Dresden gebohrenen Menschen” vllt eher den Geist der Neustadt vertreten als du.

  • FX sagt:

    @Marc: wenn sich bei Dir Langeweile breit gemacht hat – selber schuld. Wir haben jedenfalls prima gefeiert, nach 1 und ohne Stress mit dem Ordnungsamt!

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