BRN – der Sonntag und Fazit

Das Mäuschen grinst schelmisch, oder?

Das Mäuschen grinst schelmisch, oder? Anklicken zum Vergrößern

Vermutlich ist es inzwischen gar keine Nachricht mehr, aber toll ist es trotzdem. Die BRN ist wieder friedlich geblieben. Die Polizei, mit immerhin 750 Beamten vor Ort, registrierte bislang lediglich 40 Straftaten. Die Veranstalter waren auch guter Dinge, als sie heute Nachmittag in der Scheune eine kurzweilige Pressekonferenz abhielten. Die geschätzten 100.000 Besucher haben sich wohl auch etwas besser verteilt als in den vergangenen Tage. Große Staus und Pfropfenbildungen waren eher die Seltenheit.Tanzende auf der Kamenzer in den frühen MorgenstundenFür mich begann der Sonntag mit einem nächtlichen Ausflug durch die „Herde an Volldeppen“ (Magnus Hecht), die etwas älter waren als am Vorabend. Passend dazu wechselte auch das Musikprogramm an der Rothenburger/Ecke Louisenstraße, beleuchtet von der eingeschalteten Gaga-Ampel.
Grünes Licht für Alternativ-Rock-Tänzer an der Louisenstraße

Grünes Licht für Alternativ-Rock-Tänzer an der Louisenstraße - Anklicken zum Vergrößern

Diesmal bewegten Rock-Hits die Massen. Kurzzeitig dachte ich, ich wäre auf einer Jump-Radio-Party. Die Menschenmenge hinter mir lassend, schlenderte ich gen Lust-Garten, den ich von der Bautzner aus bequem erreichte. Dort heizte ein DJ des „Tait System“ die Massen ein. So lasse ich mir elektronische Musik gefallen.

Später am Tage, die Sonne hatte schon ihren kleinen Wettstreit mit den Regenwolken begonnen, tapperte ich durch die Neustadt. Hier und da traf ich Leute, plauschte und sah viele zufriedene und viele geschaffte Gesichter. Typisch für den Sonntag, die Kinder-Anzahl auf den Straßen war nochmals höher. Allerdings fiel es mir schwer meiner Begleiterin, die erst kürzlich in die Republik gezogen ist, den Unterschied zu einem normalen Straßenfest zu zeigen. Aber spätestens auf der Talstraße schien sie überzeugt.

Lokomotiven-Mann auf der Talstraße

Lokomotiven-Mann auf der Talstraße - Anklicken zum Vergrößern

Fazit: Dem flüchtigen Besucher wird kaum eine Veränderung zu den Vorjahren aufgefallen sein. Horden von gelangweilten Besuchern zogen durch das Festgebiet. Doch wer genau hinschaut, findet sie die hübschen Ecken der BRN. Und wer noch genauer hinschaut, entdeckt auch, dass es in diesem Jahr wieder ein paar Bowle-Stände weniger waren und ein paar hübsche, kreative Aktionen mehr. Ich kann auch persönlich einen Erfolg vermelden. Mir ist es gelungen, während des gesamten Republik-Geburtstages keine einzige Bratwurst zu verzehren.

Ungelöst scheint derzeit noch das Problem mit dem Entfernen des Urins. Aus einem Toilettencontainer am Martin-Luther-Platz mussten täglich 4.000 Liter abgepumpt werden. Vielen Burschen ist der Weg zum Klo wohl auch zu weit.

So nicht!

So nicht! - Anklicken zum Vergrößern

linie

138 Kommentare zu “BRN – der Sonntag und Fazit

  1. Manü
    19. Juni 2011 at 20:17

    Den Toilettenmangel kann ich in meinem Hausflur a) noch riechen b) noch in Form von Pfützenresten sehen // Hauseingänge als Toilette benutzen ist absolut pfuiiiii!!! :-(

  2. Jonk
    19. Juni 2011 at 20:24

    Stimme zu was die kreativen Aktionen angeht, z.B. gabs Fußball in Form von Tischfußball mit echten Spielern auf der Louisenstrasse, klasse!

    Was ich aber wirklich mal kritisieren muss sind einige Technostände. Z.B. hat vorhin, Sonntag Abend, der auf dem Martin-Luther Platz voll genervt. Der beschallt den ganzen Platz und hat alle genervt in einer abartigen Lautstärke, wie kann man so rücksichtslos sein und wieso kann ma da nix gegen machen? Die auf der Rothenburger fand ich dann gar nicht problematisch, weil die da keine anderen Aktionen gestört haben. Ich mag elektronische Musik sehr, aber ich finds doof wenn das so alles andere drumrum kaputt macht. Könnte mann nicht eine Technomeile erfinden oder die Lautstärke vom Ordungsamt her begrenzen?

    Des Weiteren war mir auch eingefallen, dass es keinen Kravall gab und der hatte uns alle ein paar Jahre zuvor noch sehr viel mehr beschäftigt. Ich möchte den Polizisten, die hier das Wochenende Dienst tun mussten einfach mal danken. Die konnten nämlich nicht feiern, damit wir friedlich feiern konnten.

    Alles in allem sehr nett, wenn wir nur endlich das Problem mit dem Überlärmen der anderen in den Griff bekämen.

  3. Galgi
    19. Juni 2011 at 20:48

    44 Leningrad…sobald es einen Tick leiser wurde schallte im Hintergrund von einem Balkon nur noch Bässe.. extrem daneben sowas!

  4. Gerd Gensmann
    19. Juni 2011 at 21:41

    meine dritte brn. ich bin überrrascht.
    die vorangegangenen erinnerten mich eher an die druckbetankungstage des rheinischen karnevals.

    es war ein schönes fest dieses jahr und wenn man die hoch-zeit der saufeckendeppen umging, sehr entspannend und unterhaltsam (von den sich gegenseitig das lautstärkewasser abgrabenden technoplauzen mal abgesehen). vielleicht kann ja nächstes jahr die anzahl der ausschließlich-bass-aufleger dezimiert werden.

  5. Robert
    19. Juni 2011 at 22:21

    Hallo,

    weiß jemand, wie das DJ-Team hieß, die in der Hofeinfahrt neben dem Creatures auf der Louise 45 in der Nacht auf Sonntag (also bis die Poliezi kam) so geile Atari-Musik gemacht haben?

  6. 20. Juni 2011 at 12:01

    Nachdem ich mich gestern Abend auch noch live von der diesjährigen BRN überzeugen konnte, kann ich den Vorwurf des „Toilettenmangels“ überhaupt nicht stehen lassen. Erstens: überall waren Toilettencontainer aufgestellt, an denen selten eine Schlange länger war als drei bis vier Leute (selbst an den Damen-Klos). Zweitens: Gefühlte 100 Kneipen hatten entlang den Straßen geöffnet und somit zusätzliche Klo-Kapazitäten bereit gestellt. Der Weg zum nächsten Örtchen war also in den allerseltensten Fällen weiter als 20 Meter.
    Warum dennoch viele sich an Bäumen, in Höfen und Haufluren erleichterten, dürfte wohl eher an der Faulheit eines jeden Einzelnen gelegen haben, sich zur Bedürfniserledigung auch nur einen Meter weit zu bewegen oder sich vielleicht mal fünf Minuten anzustellen. Ein weiteres Problem ist der Umstand, dass die meisten Kneipen horrende Pinkel-Fees in Höhe von 50 Cent für Fremdpinkler auch zur BRN erheben. Ich finde das ehrlichgesagt ziemlich dreist. Die meisten Kneiper machen hier zur BRN den Umsatz ihres Lebens und machen zusätzlich noch das dicke Geschäft mit der Notdurft. Und statt dann aber auch für einen entsprechenden Zustand zu sorgen, wie man das auf öffentlichen städtischen Toiletten kennt, bei denen Gebühren fällig werden, sind vielerorts schon am Sonnabendvormittag Seife und Papier aus und die Klos selbst in erbarmungswürdigem Zustand (Disclaimer: nicht überall, wohlgemerkt!). Ich finde: Wer seine Kneipe zur BRN öffnet, sollte den Gästen sein Klo für diese drei Tage kostenlos zur Verfügung stellen, wenn er sowieso nicht zwischendurch putzt oder Toilettenartikel nachfüllt. Oder er sollte seine Kneipe eben zulassen, wie das einige ja auch taten. Wer unbedingt etwas für den Klogang verlangen will, sollte auch putzen und auffüllen. Besonders ärgerlich: Selbst bei den Linken in der Wir AG musste man fürs Pullern 50 Cent berappen – dabei stand auf der Klotür der schöne Spruch von Bert Brecht vom armen und vom reichen Mann…
    Ich finde das persönlich besonders zur BRN ziemlich unpassend.

    Ansonsten hat mir gestern wie immer die Kindermeile auf der Talstraße und das Bühnenprogramm am Martin-Luther-Platz am besten gefallen. Aber auch der Klassik-Tanzboden auf der Sebnitzer war irgendwie süß ;)

  7. D.Qju
    20. Juni 2011 at 12:16

    @Robert
    Also die Party wird seit 3 Jahren von mir organisiert und hat einen tollen Nebeneffekt, dass der Hausflur nicht als WC umfunktioniert wird. Die Dj´s waren Effes,Smiley und meine wenigkeit und der super Atari Liveact hat mir seinen Künstlernamen nicht verraten. War eine spontane Aktion und deshalb gab es leider auch ein paar technische Probleme. Aber es hat ja dann doch noch alles geklappt. Hier noch ein paar kleine Videoschnipsel leider mit schlechtem Sound
    http://www.youtube.com/watch?v=Wsyf5PgsE90
    http://www.youtube.com/watch?v=qhIAW6lC5vg
    http://www.youtube.com/watch?v=eUt48EKVqyA
    http://www.youtube.com/watch?v=mFlNlUCVCJ8
    http://www.youtube.com/watch?v=bVXbBcg4tb8

  8. Someone Else
    20. Juni 2011 at 12:23

    ich muss auch sagen, dass das musikalische rahmenprogramm auf dem malupla unbedingt für das nächste jahr verändert werden muss. diese deppen-techno-bühne, inklusive bh-barmiezen im schwarzlicht, vor dem friseurladen und die traditionelle bühne vor der kirche passen einfach nicht zusammen. das gleiche spiel übrigens auch auf der anderen seite des gotteshauses, wo sich die bühne des neustadt-café’s und der unterirdische deschno-dj vor dem buchladen einen unsinnigen lautstärke-wettbewerb lieferten. es muss auf einer „meile“, auf der vornehmlich speisen allerlei art angeboten werden, auch ein ambiente herrschen, bei dem man entspannt essen kann und nicht das gleiche akkustik-wirrwar wie sonst auch. das ist dieses jahr so ziemlich das einzige, was ich zu monieren haben, ansonsten eine durchaus schöne brn, vorallem im lustgarten.

  9. Ronny
    20. Juni 2011 at 12:52

    Besitzt die Schwafelrunde auch eine E-Mail Adresse? Wen kann man da kontaktieren?

  10. huber
    20. Juni 2011 at 13:48

    ein feines fest war es auf jeden fall dieses jahr – jedoch denke ich nicht, dass die techno-stages sich mäßigen sollten – das macht ja uU die brn aus – mal ohne gängelung durch gesetze und lärmepfindliche nachbarn eine zünftige abfahrt zelibrieren…

  11. 20. Juni 2011 at 14:25

    @Ronny: die liest hier mit.

  12. gyhly
    20. Juni 2011 at 14:30

    @jane
    da hat ja mal wer ein wichtiges Thema (Notdurft im Detail) zum Fazit der BRN! Sehr schön und Danke dafür!

    Aber das hier im blog gepflegte und gebetsmühlenartig wiederholte „schön das es friedlich geblieben ist“ trifft es nicht!
    Mittlerweile akzeptieren wir hier Wohnenden als „Friedlich“ dass keine Wannen brannten und Steine flogen!

    …und darum nehmen wir all die Aggro-Deppen, die Techno-Dezibel, die Party-Atzen, das naaaamo naaaamo Gebrülle, den Uringestank, die Schlager-Polonaisen, die tätowierten GoGo-Friseusinnen und all das geschmacklose Zeugs einfach so hin und freuen uns auf die nächste BRN in unserer schönen Neustadt!

    P.S.: die (kleinen) Kinder habens besser, denn tagsüber in den Seitenstrassen wird echt was aufgestellt und abens müssen se ja ins Bett.

  13. Someone Else
    20. Juni 2011 at 15:21

    @huber: die BRN ist nicht die neue „Loveparade“ und es geht hier nicht zwangsläufig um irgendwelche „Abfahrten“! dafür gibt es die einschlägigen großveranstaltungen.
    die neustädter sind durchaus ein kompromissvolles völkchen und können auch mit lauter musik umgehen, nur eben nicht mit diesem dezibel-wettbewerb und zuviel mainstream-gekloppe inklusive des dazugehörigen publikums. sowas hat nichts mit „gängelung“ zu tun, sondern mit qualität und charakter. wer bier-seeliges proll-ambiente bevorzugt, der fahre bitte auf andere festivitäten oder auf die einschlägigen spanischen inseln.

  14. Ronny
    20. Juni 2011 at 17:23

    Du bringst es auf den Punkt. Danke @Someone Else.
    Nur die selbstverliebten DJs merken leider nicht, wo Schluß ist und ab wann man die anderen Stände „überdröhnt“!

  15. Jonk
    20. Juni 2011 at 18:19

    @Schwafelrunde: Wenn ihr hier mitlest, dann macht Euch bitte einen Kopf wie wir das Technogewummere so konzentrieren können, dass „Abfahrten“ ohne Probleme möglich sind, aber die Kinder die auf dem MaLuPla selber Waffeln machen und alle anderen auf dem Platz, die da den ganzen Tag!!! stehen, das nicht so hinnehmen müssen. Oder auch alle die in der Nähe von Parker Louis stehen mussten, der TechnoStand war unerträglich, noch dazu, dass dahinter das ganze Hüpfburg zeug war.

    Ganz früher 2003 z.B. Gabs mal das GOA-Zelt oberhalb vom Alaunplatz…

    An zweiter Stelle der Belästigung kam für mich übrigens stark rauchende und stinkene Grills. Besonders die Leute an beiden Eingängen vom Stilbruch brauch dringend einen Grillberater oder Grillexperten. Dort half nur ganz lange Luft anhalten.

  16. Someone Else
    20. Juni 2011 at 18:22

    @jonk: da haste recht! das roch, als hätten sie das fleisch direkt auf die glut gelegt, zudem konnte man sich die nebelmaschine sparen. ;)

  17. Daniel
    20. Juni 2011 at 18:34

    Ich moniere: Prolls und Alkoholzombies, Thor-Steinar-Jacken-Träger-Gruppen, Naaamo-Brüller, Stress-suchende und ausstrahlende, Hoolz und auf New-Kids-Hängengebliebene, Kommerzielle DJs in einer Lautstärke und Basswucht die einen selbst 50 Meter entfernt nicht ruhig mit einem Gast an der Theke reden lässt, und deren Einfallsreichtum von 100 bis 170 Bpm reicht, sowie Diebstähle am Eigentum Betrunkener. Aber am meisten Nazis und Prollpack. Das B steht für bunt, nicht braun.

    Ich freue mich über: Keine direkte körperlich angewendete Gewalt irgendwo soweit ich weiß.

    Ich verweise auf: http://www.dresden.de/media/pdf/presseamt/studie_rechtsextremismus_110524.pdf

    sowie die allgemeine verdummung durch die Medien, Kapitalismus und Heiho. Ihr kennt den Scheiß.

    Seht mal wie politisch die BRN 1990 war, sowas traut man sich ja heute kaum noch zu sagen…

  18. gyhly
    20. Juni 2011 at 18:36

    @jonk
    „ganz früher“ da gabs Bärbel-Front auf der Rothenburger, FeldEx aussem Hebedas für 1DM, Blumfeld in der Lederfabrik, Eis von Neumanns und Techno lief im Base …. an der Ecke Louise/Rothenburger wars so viel Volk wie heute an einem beliebigen Sa. im Sommer …. und zum Schluss war Disse in der Scheune …. da wars noch schön!

    Techno wie im Autohandel-Hinterhof Bautzener / Görli so mit bunten Blinkwürfeln is aber auch schön! da brauchs nicht mal so wie „ganz früher“ sein!

  19. flohi
    20. Juni 2011 at 19:17

    ich fand den Techno DJ blödsinn vor dem Friseur am Martin Luther Platz zum kotzen. Wer bitte genehmigt so was ohne jegliches Feingefühl für diesen Platz. Wie gut das es in den Seitenstraßen noch super schöne Aktionen gab, abseits vom Bass-Solarium-Proll Programm. Die Bagels am Freitag Abend vom Balkon aus auf der Louisenstraße waren super! FÜr eine buntere kreative BRN im nächsten Jahr, denn langsam ist der Name BRN hinnfällig……

  20. 20. Juni 2011 at 19:33

    Zustimmung für Jonk & alle anderen, die in dieses Horn stießen: Künftig keine am Anschlag wummernden Techno-Bühnen mehr zur BRN! Und schon gar nicht dort, wo große Bühnen mit anspruchsvollem Programm oder Futtermeilen sind, das hat mich gestern am MaLuPla auch maßlos gestört – und nicht bloß dort. Ist auf jeden Fall schon besser geworden (oder lag’s vielleicht daran, dass ich sonntags war und da viele Krawumm-Stände schon abgebaut waren?), aber ist definitiv noch ausbaufähig. Dann sollte man vielleicht lieber überlegen, eine oder zwei der großen Bühnen zur Techno-Bühne zu erklären (oder zusätzliche aufbauen), auf der dann 3 Tage lang nur elektronische Mucke läuft, zu der die Teccer meinetwegen bis zur Vergasung „abfahren“ können. Aber das sollten dann – ähnlich wie bei den großen Rock/Pop-Bühnen – anspruchsvolle Acts sein. Diese ganzen privaten Anlagen, auf denen irgendwelche selbsternannten DJs ihr eigenes schwerverdauliches Süppchen kochen, müssten dann aber weg. Die verbreiten nämlich ohnehin den größten und nervigsten Krach.

    Ich finde außerdem nicht, dass die BRN bedeutet, dass man seinen Mitmenschen mal so richtig ungestört auf den Keks gehen kann. Im Gegenteil: Hier sollten alle zum Zuge kommen, richtig – aber bittschön so, dass man sich nicht ins Gehege kommt.

  21. LiseBise
    20. Juni 2011 at 19:43

    also…ich hab im Lustgarten gearbeitet. da war es wie immer laut aber herzlich, nur freitag etwas zu laut, was aber zum samstag behoben wurde. pisser, die keine toilette kennen, hatten wir auch da…die wollten sogar hinter unsren stand gehen, wo lebensmittel rumstanden. konnten aber vertrieben werden.

    ich denke gyhly hat schon recht, dass es ruhig techno-partys geben darf. mich hat die mugge von tait system und györgy de val richtig angeheizt beim arbeiten. aber das is auch qulaitativ hochwertiger als das, was aus fenstern und von balkonen auf die straße geplerrt wird. erstens schrotten sich die leute damit ihre anlagen, zweitens begehen sie körperverletzung, wozu ein ungewollt verursachter hörsturz nunmal zählt. aber dafür sind unsere freunde in blau-weiß zuständig (oder gewitzte mitmieter, die wissen, wo der wohnungsverteiler hängt :D)

    fazit: brn zum glück vorbei, war aber schön, nur zu viel müll (sowohl die personen als auch der rest),zu viel pisse und doofes wetter.

  22. Lenbach
    20. Juni 2011 at 20:19

    Ich hätte da auch noch eine Musikfrage: Wie hieß die Band, die am FR in der Böhmischen, schräg gegenüber vom Side Door im Durchgang, harte Instrumentalkost geboten hat?

  23. 20. Juni 2011 at 20:32

    @gyhly: Du kennst Bärbelfront?

  24. stefan
    20. Juni 2011 at 21:43

    @somone else,

    ich kann Dir nur zustimmen, das Grundkonzept für den malupla sieht 2 Bühnen vor, eine Weltmusikbühne und eine Rockbühne, dazwischen ein internationaler Markt. Hier soll man sich treffen, schlemmen, genießen, ruhen, tanzen, lieben, träumen…Den Wumbum dazwischen braucht keine Sau.

  25. 20. Juni 2011 at 22:02

    @Stefan: Aber die Rapper vom Fairtrade-Kontor waren doch auch im vergangenen Jahr schon da.

  26. technokerker 01099
    20. Juni 2011 at 23:58

    „Robert sagt:
    19. Juni 2011 um 22:21

    Hallo,

    weiß jemand, wie das DJ-Team hieß“

    >> hab deine anfrage weitergeleitet ;)

  27. Paul
    21. Juni 2011 at 00:11

    @jane: du solltest besser die elbseite wechseln.
    dein anspruch, deine möchtegernreglungswut stünden dem spaß und dem zwanglosen buntem treiben arg im wege. und sicher waren den buschpinklern die 50 cent genauso zuviel wie dir, aber hast du mal daran gedacht, dass wenn auch nicht immer sofort, doch irgendwann ganz bestimmt der dreck auf den toiletten entfernt werden muss und dafür ist das geld wahrlich nicht mal eine angemessene entschädigung.

    in einem gehe ich bei allen hier mit – der abartige wettstreit um die lautesten, rücksichtlos dumpfsinnigen beats von technojüngern vertreibt gnadenlos auch den tolerantesten menschen, einfach um seiner gesundheit willen

  28. Jonk
    21. Juni 2011 at 00:17

    @gyhly: Also Du meinst betimmt Rothenburger/Bautzner.

    Jedenfalls auf der rothenburger war im Hinterhof eine wunderbare techno location. Mit bunt beleuchteten wassertanks die im rhythmus vom bass die farbe änderten. das war klasse und eine der coolsten plätze die ich mir für diese musik denken kann. ich gönne das auch allen technojüngern von herzen, aber die sind vor 22.00 nie auf ner party, also wieso die anderen, vor allem tags, damit zuhaun?

  29. 21. Juni 2011 at 09:06

    Paul:

    Das erstaunt mich jetzt aber schon, angesichts dessen, dass sich hier mindestens fünf weiter Poster (offensichtlich darunter auch einige Neustädter) ähnlich geäußert haben. Vielleicht solltest DU die Elbseite wechseln?

    Solche Anwürfe sind a) gewollt affrontativ und b) einfach nur blöd. Sie können nämlich beliebig hin- und hergeworfen werden, bis von der eigentlichen Diskussion nichts mehr übrig bleibt. Und sie zeugen von einem überheblichen Desinteresse gegenüber den Bedürfnissen seiner Mitmenschen. Ohne Regelung, wie du es nennst, hätten in der Gesellschaft längst die rücksichtslosesten aller Chaoten die Oberhand.

    Und Paulchen, hast du mal überlegt, was für ein Bombengeschäft die Kneipen ohnehin zur BRN dank der vielen zahlenden Gäste machen? Meinst du nicht, dass da dann einmal Generalkloputzen nach der Sause drin sein dürfte? Du wirfst mir Regelungswut vor – ich sage, ein paar Regeln, die es für alle irgendwie erträglich machen, sind weitaus eher annehmbar, als Kommerz und Geschäftetreiberei selbst mit den menschlichsten Bedürfnissen.

  30. 21. Juni 2011 at 09:09

    Nachtrag:
    Außerdem habe ich nirgends nach einer „Klo-Regel“ geschrien, sondern im Prinzip erwarte ich das aus Gründen der Rücksichtnahme und Solidarität mit den Feiernden, die schließlich mit ihrem erheblichen Getränkekonsum, der nicht unerheblich zur ständig vollen Blase beitragen dürfte, nicht zuletzt auch die Kassen der Kneiper füllen. Als freiwillige Leistung, sozusagen, wie es ja einige auch bereits anbieten.

  31. 21. Juni 2011 at 09:21

    Pinkel-Paul, wenn Du als Tolerantester damit vertrieben würdest, fände eventuell sogar ich Gefallen an Baumarkttechno. Aber nur bis Du weg bist.

  32. Kamenzer Kreuz
    21. Juni 2011 at 09:23

    Voran: Ich mag die BRN. Leider werde ich wohl im nächsten Jahr flüchten. Der Technoturm (angheuert vom Mondpalast) bestzt mit uneinsichtigen DJs hat unser Sonntags-Strassenfrühstück (gibt es seit fast 20 Jahren) einfach zugedröhnt. Auf die Bitte doch etwas leiser zu machen, damit man sich beim Frühstück ein wenig unterhalten kann, wurde kaum eingegangen. Die Idee mit einer Lautstärkebegrenzung finde ich super, allein das Ordnungsamt hat noch keine Meßgeräte (Aussage einer Streife). Bleibt vorerst die Bitte an den Monpalstbetreiber: Laßt wieder handgemachte Musik von Live-Bands erklingen. Wir müssen ja nicht erst über die Ämter gehen…..

  33. Someone Else
    21. Juni 2011 at 09:49

    ☮ bleibt doch mal friedlich… ☮

  34. 21. Juni 2011 at 10:13

    Sind wir, und das viel zu oft!

  35. Someone Else
    21. Juni 2011 at 10:28

    ich fürchte nur, viele leute würden auch bei 0,01€ („ein-euro-zent“) hauseingänge und gesträuch zur entlehrung nutzen. testosteron-marke setzen und so…

  36. 21. Juni 2011 at 10:50

    Someone Else:

    Davon bin ich überzeugt. Aber gewiss würde kostenlose Toilettennutzung zumindest Besserung bringen.

    Hey, wie kriegt man die geilen Peace-Zeichen hin?

  37. 21. Juni 2011 at 10:57

    Bei uns geht es zum Beispiel gar nicht immer nur ums Pullern. Wir fangen regelmäßig zur BRN Diskussionen mit Kneipenleuten an, damit sich die Kinder nach Zuckerwatte/Eis/etc mal die Hände waschen können.

  38. Someone Else
    21. Juni 2011 at 11:15

    @jane: http://www.edlazorvfx.com/ysu/html/ascii.html
    gibt’s auch sowas für dich: ☭ .

  39. 21. Juni 2011 at 11:15

    was dezibel angeht :

    es ist nicht ur der technoide Teil der teilweise sehr laut war, Sonntag Morgen hörte man sehr (zu) laute schallende ReaggeaMusic auf der Kamenzer/Ecke Louisenstr.. Manche DJ’s haben dementsprechend einfach die falsche Zeit für ’nen hohen Pegel gewählt. Wo Leute gerade gemütlich brunchen ist es glaub ich nicht angebracht so aufzudrehen, das vorübergehende Pasanten sich die Ohren zu halten müssen…

  40. 21. Juni 2011 at 11:21

    und zum Thema CLO :

    Es standen schon einige ToiToi Häußchen rum, nur leider an den falschen Stellen und in ein Cafè/Restaurant/Kneipe zu gehen trauen sich/wollen nunmal nicht alle.
    Spontan gefragt fallen mir sofort drei Ecken ein wo ToiToi’s gefehlt haben : Am Anfang der Kamenzer, Louisenstr./Ecke Talstrasse, Kamenzer/Ecke Schönfelder.
    Ich hatte das Gefühl, die Lokation für die Toi’s wurde überhaupt nicht bedacht. Man hätte dort, wo mal 50 bis 100 Meter die Stände nicht so dicht aneinander stehen und das Gedränge nicht so groß ist, immer etwas aufstellen können.

  41. 21. Juni 2011 at 11:21

    Someone Else:

    Und was sollte ich bitte mit Hammer und Sichel anfangen wollen? Aber zuvor noch andere auffordern, „friedlich“ zu bleiben… tse…

  42. Someone Else
    21. Juni 2011 at 11:24

    was ist denn jetzt an ☭ unfriedlich? du engagierst dich doch u.a. für den garnisonsfriedhof und erkundest alte russische liegenschaften in dresden… tse… ;)

  43. 21. Juni 2011 at 11:26

    Ach übrigens : die Pullerei ging soweit, dass uns jemand auf der Kamenzer, an unserem Beach, so geschickt durch den Zaun (siehe Bild oben) gelult hat und damit einen Verteiler getroffen hat, der dann kurze Zeit später der Musik durch Pinkel-Kurzschluss ein Ende gesetzt hat.
    Glücklicher Weise war das kurz vor nachts um 2 und wir mussten uns keine Sorgen mehr um ein polizeiliches Ruhe Gebot machen.

  44. Stefan
    21. Juni 2011 at 12:24

    @Anton: Die Rapper gingen uns in diesem Jahr aber mehr als zuvor auf den Zeiger. Vielleicht war die Anlage auch größer. Und überhaupt: Ich finde diese vielen kleine Anlagen auf der Straße oder aus dem Fenster so oder so überflüssig, nervend und belästigend. Vielleicht gibts ja im nächsten Jahr irgendwo eine Bühne, auf der die vielen Experten ihre Plattensammlung präsentieren können. Ich bin außerdem schon am Überlegen, ob ich von mehreren Balkonen, die ich anmiete Herbert Roth und andere Schätze der deutschen Volksmusik präsentiere. Ob es jemanden interessiert oder ob ich damit jemanden störe ist doch scheinbar eh zweitrangig.

  45. Someone Else
    21. Juni 2011 at 12:38

    nur, wer soll den leuten verbieten, ihre mehr oder weniger anstpruchsvolle musik aus dem fenster dröhnen zu lassen? das wäre nur mit einer herde GEMA-kontrollettis möglich, aber die will hier sicher keiner haben. ein offizieller dj-contest könnte doch verschiedenes zusammenfassen…

  46. 21. Juni 2011 at 13:10

    Someone Else:

    Stimmt, ich engagiere mich für den Garnisonfriedhof an der Marienallee. Aber nicht aus politischen Motiven. Hammer&Sichel – das ist ein politisches Motiv. Ich möchte nicht in die marxistisch-leninistische Ecke gestellt werden, nur weil ich mich für den Erhalt eines historischen Zeitzeugnisses stark mache, das einen Bezug zu dieser Ära hat.

  47. Someone Else
    21. Juni 2011 at 13:14

    @jane: war auch nicht so beabsichtigt, aber die meisten verbinden nunmal dieses symbol mit der ehemaligen CCCP und das oft auch ohne politische (vor-)urteile.

  48. 21. Juni 2011 at 13:52

    Someone Else:

    Geht klar.

    Und zu den Typen, die aus Fenstern und von Balkonen krawallen: Wie man das unterbinden soll? Ganz einfach: Bei Zuwiderhandlung gibt’s automatisch im Folgejahr KEINE BRN mehr, die Übeltäter werden mit Adresse an den Pranger gestellt ;) Was denkste, wie schnell die Dinger von der Straße verschwinden werden. Wer will sich denn schon freiwillig zum Buhmann des Viertels machen? Übrigens: Eine Elektronika-Bühne gibt’s ja schon – nämlich die auf dem Parki neben dem Max. Die spielt die vollen drei Tage nur elektronisches Zeuch mit ordentlich Beats dahinter. Genau die ist es auch, die mich in den letzten Jahren zum Auswandern veranlasst hat.

  49. oha
    21. Juni 2011 at 14:18

    @jane

    ich betreibe selber eine bar in der neustadt und biete dir an im nächsten jahr bekommst du von mir für jeden „nichtgast“ der bei mir nix getrunken hat 20cent, wenn er deine toilette benutzen darf. somit hast du nach hundert leuten 20 Euro. ich denke abzüglich wasser, toilettenpapier und seife, bleiben dir dann noch 5,- Euro um jemanden zu finden der dir die toilette putz, die seife und das toilettenpapier einkaufen fährt, die kerze hällt, weil das licht musst du schon ausmachen, um zu sparen bei 20 cent…..und ich rede von den 90 % der gäste die nichts bei uns getrunken haben und trotzdem auf toilette wollten!!! weil unsere „gäste“ die haben bei uns nämlich gar nichts bezahlt!!!

  50. oha
    21. Juni 2011 at 14:28

    vielleicht ist das ja die geschäftsidee, jeder stellt im nächsten jahr seine toilette zur verfügung und weil er ja keinen achso großen „reibach“ mit getränken macht, nimmt er nur 20cent.

    träumt schön weiter das man „mit scheisse geld verdient“.

    ansonsten würde es doch mehr klohäusel geben….

    ich könnte kotzen über soviel dummes geschwätz mit dem toilettengeld.

    wie gesagt wer will gibt mir seine adresse und ich meine es ernst!!!!

  51. Toastbrot
    21. Juni 2011 at 14:49

    Ich fand diese BRN besser als die letzte, weil das BRN-feeling wieder stärker da war. Schön fand ich die vielen unterschiedlichen kreativen Ideen von Folk bis Techno. Schön fand ich auch dass die Besucher mehr mit dem Schönen im Leben beschäftigt waren als mit Stress suchen. Die Motive derer die an Bäume/Büsche gepinkelt haben kann ich nachvollziehen. Wenn man gut betrunken ist reicht die eigene Leistung LEIDER nicht um ein geeignetes Klo zu finden. Das liegt zu einem daran das es plötzlich kommt, und daran das man in dieser Situation keinen Schimmer hat wo hier der nächste Container ist. Da winkt einem ein Baum in einer ruhigen Ecke geradezu verführerisch zu. Aber Hauseingänge zu benutzten ist das letzte…Dieses Problem lässt sich nicht einfach so lösen, der schnellste Weg wäre ein Ausschankverbot, das ist aber auch der schmerzlichste. Ein eleganter Weg wäre es die Container besser auszuschildern und deren Anzahl zu erhöhen, die Kneipenbesitzer darum _bitten_ kein Geld zu verlangen und die Toiletten sauber zu halten. Gut sichtbare „Bitte nicht in mein Haus pinkeln“-Hinweisschilder in den Hauseingängen sind zwar beim ersten Mal aufwendig herzustellen aber effektiv.

    Am schlimmsten finde ich im Nachhinein die Menschen hier die sich über die Techno-Stände aufregen und sie am liebsten wo anders „bis zur Vergasung“ tanzen lassen würden. Probleme auf die Art zu lösen das man sie aus seinem Wahrnehmungsgebiet rausschiebt ist eine Methode die in der Geschichte mehrmals angewandt wurde und auf die wir alle nicht Stolz sind. Bevorzugen sollte man es hier mit den Menschen hinter dem DJ-Pult zu reden. Andererseits ist Techno eine Musikrichtung die ihren Einfluss auf den Menschen erst dann richtig auswirkt wenn sie laut und fast auch absolut ist. Vielleicht könnte man dieses Problem abschwächen indem man ruhige Zonen in der BRN schafft mit Lautstärkeregelungen. Ganz abschaffen sollte man sie nicht, elektronische Musik ist die Musik der heutigen Jugend (ja auch die der Neustädter Jugend :P ). Sie wird in den zukünftigen Jahren auch weiter an Bedeutung gewinnen.
    Unschön fand ich die vielen Thor-Steinar Träger, und andere Menschen mit aggressiver Ausstrahlung. Da hilft nur Aufklärung, Aufklärung und nochmal Aufklärung. Dies Jahr gab es keine Krawalle was ich begrüße, weil sie politisch keinen Sinn haben. Schön das die subjektive Anzahl der Bier- und Bratwurststände reduziert wurde. Der größte Nachteil ist aber immer noch das Zwangsabschalten der Bühnen zu einer bestimmten Uhrzeit. Achso und den Mainstream-Stand an der Haltestelle Görlitzer fand ich unerträglich, wie auch den Stand mit den Barmiezen.
    Ich danke den BRN-Organisatoren für das schöne Wochenende, es geht Berg auf! :)

  52. Dom
    21. Juni 2011 at 15:27

    Wir haben unsere Toiletten der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt. Kein Geld verlangt sie aber auch nur einmal Morgens gereinigt. Beschwerden gab es keine und wir werden es nächstes Jahr wieder so machen.

  53. gyhly
    21. Juni 2011 at 15:46

    @toastbrot

    auf welcher Veranstaltung warst Du !?

  54. Someone Else
    21. Juni 2011 at 15:54

    „Probleme auf die Art zu lösen das man sie aus seinem Wahrnehmungsgebiet rausschiebt ist eine Methode die in der Geschichte mehrmals angewandt wurde und auf die wir alle nicht Stolz sind.“

    der vergleich bzw. bezug musste ja irgendwann kommen. es geht hier niemandem darum, techno u.ä. generell zu verbannen, nur kann es eben nicht sein, dass einzelne versuchen, diesen musikstil an jeder ecke aufzufahren und so natürlich andere arten von beschallung schwer leiden. entspannte gitarrenmusik kann man eben leider nicht auf die lautstärke eines boxenturmes hochfahren, weil sie dann ihren charakter verliert.
    es wurde ja versucht, „ruhige zonen“ zu schaffen, nur ist dann eben wieder sofort einer zur stelle, der sich dort akkustisch und vor allem lautstark profilieren muss (siehe malupla). es wäre schön, wenn der begriff „bunt“ auch hier für vielfalt stehen würde und es neben musik für die „abfahrt“ auch welche gibt, die auf empfindlichere gemüter wie z.b. kinder zugeschnitten ist und die einfach mal raum zum durchatmen und entspannen lässt.

  55. 21. Juni 2011 at 16:03

    Oha:

    So läuft die Rechnung aber nicht. Du solltest mal ausrechnen, was du an einem BRN-Tag gegenüber einem ganz gewöhnlichen Tag so einnimmst (was dir die vielen Gäste also an Zusatzeinnahmen verschaffen) und dagegenhalten, was einmal Kloputzen täglich und einmal Seife und Papier nachfüllen täglich kosten. Ich glaube für zwei White Russian bekommst du im Großhandel Seife und Papier satt für alle drei Tage ;)

  56. 21. Juni 2011 at 16:07

    Und wer „kotzen könnte“, weil er Menschen mal an drei Tagen sein Klo für ein absolut menschliches Bedürfnis überlassen kostenlos überlassen soll, sorry, aber der ist für mich ein ganz armseliger Mensch. Da möchte ich nicht wissen, wie du reagierst, wenn der Einsatz etwas höher ist als ein paar Liter Seife, etwas Papier und Wasser (Stichwort Zivilcourage).

  57. 21. Juni 2011 at 16:13

    Und an den Toasti:

    Lies mal richtig, Mr. „Ich-stell-zur-BRN-meinen-Gettoblaster-vors-Haus: Ich wollte sie nicht „woanders“ bis zur Vergasung tanzen lassen, sondern vor eigens dafür eingerichteten Bühnen. Da sind wohl die Nachwirkungen eines betäubenden Wochenendes noch nicht ganz abgeklungen :D

  58. Someone Else
    21. Juni 2011 at 16:16

    ich finde, die diskussionen ob geld für die toilettennutzung von den kneipiers genommen wird oder nicht, ist unnütz. das problem wird dadurch nicht gelöst werden. man kann den leuten auch tausendmal erzählen, dass sie bitte keinen müll auf die straße werfen sollen – bringen wird das kaum etwas. wir werden uns damit abfinden müssen, dass viele eben den nächsten weg zur entleerung gehen werden, auch wenn es kostenlose alternativen gibt. es wird im übrigen auch nicht nur zur BRN in hauseingänge und grünanlagen gepinkelt, nur bei tausenden anarchie-urninenten(?)fällt es dann eben mehr auf.

  59. Fan der BRN
    21. Juni 2011 at 16:30

    Kurz und knapp: Es geht hier nicht um Verbannung der Technotürme. Wie oben schon geschrieben, sollte es Zonen ohne „Überschall“ geben. Klar ist auch Techno eine Musikrichtung. Aber eben nicht die einzige Richtung. ich denke gern an die guten Band-Konzerte am „Kamenzer Kreuz“. Vor 3 Jahren gaben die Bands auf, sie drangen gegen den Technoturm einfach nicht durch. Und mit den DJs haben wir versucht zu reden, leider ohne Erfolg. Das traditionelle Sonntagsstrassenfrühstück war so kurz wie nie zuvor, es war nicht zu ertragen vor Lärm.

  60. 21. Juni 2011 at 16:41

    Someone Else:

    Das sehe ich nicht so. Tatsache ist, dass sich das Müllproblem auf dem Alaunplatz sehr gebessert hat, seit es mehr Müllbehälter gibt und die Stadtreinigung regelmäßiger leert. Das zeigt doch: Man wird die Situation vielleicht nie ganz in den Griff bekommen, sie aber erheblich verbessern, wenn man zumindest schon mal alles tut, um den Leuten eine Alternative zum Rumsauen anzubieten. Außerdem hat die kostenlose Toiletten-Aktion auch noch einen anderen wertvollen Aspekt: weg vom Kommerz, hin zu mehr Gemeinsamkeit und Hilfsbereitschaft. Denn immerhin habe ich zwar weniger Kosten, wenn ich Kohle für den Klogang in meiner Kneipe verlange, aber dafür haben meine Nachbarn den Schaden in Form vollurinierter Höfe und Hausflure, wenn vielen Gästen drei Euro pro BRN-Tag allein fürs Pinkeln zu viel sind.

  61. ma sehn
    21. Juni 2011 at 16:49

    Ich kann nur sagen das die BRN von der Musik her viel angenehmer war als die letzten Jahre. Wir hatten Jahre da waren noch viel mehr Boxentürme aufgebaut und jeder verdammte Stand hat seine kleine Anlage so aufgedreht das es einfach nur noch gedröhnt hat. Dieses Jahr gab es einfach soviel Platz das es ziehmlich angenehm war. Die Mondpalast Bühne war zwar ziehmlich laut aber dafür abwechslungsreich. Unpassend war allerdings wirklich die Bühne am Martin Luther Platz, aber das war auch die einzige die gestört hat

  62. Someone Else
    21. Juni 2011 at 16:53

    welchen alaunplatz meinst denn du..?
    sehr idealisiert gedacht. wie gesagt, ich glaube nicht, dass selbst kostenlose angebote das problem lösen werden. auf der „loveparade“ gab es auch genug toilettenwagen und die leute haben sich trotzdem im tiergarten entlehrt.
    ich würde die 50 cent für’s klo jetzt auch noch nicht unter „kommerz“ verbuchen. da gibt es ganz andere felder, auf denen hier einige ihr säckel vollmachen.

  63. hinzundkunz
    21. Juni 2011 at 17:07

    3 Punkte, die ich erwähnt haben möchte!
    1. Wer in Hauseingänge pisst, ist ein Schwein und das hat natürlich etwas mit nicht erfolgter Erziehung zu tun bzw. allgemeiner Nichtachtung seiner Mitmenschen!
    2. Zu dem Allgemeinen aufatmen, aufgrund nicht erfolgter Krawalle, bleibt nur eines zu sagen:
    Dieses hätte schon seit 20 Jahren so sein können, wenn die Polizei das Wort DEESKALATION ernst nehmen würde und sich nicht von Vorurteilen leiten ließ!(Hier sind im Besonderen Polizeieinheiten aus Bayern hervor zu heben, welche, nachdem sie 1-2 Bier (Tucher) weg hatten (selbst gesehen auf der Alaunstraße) auf Festgäste los gingen! Allein dem Fakt, dass dem heute nicht mehr so ist und nicht mehr in Zugstärke durch das Festgelände gelatscht wird, ist es zu verdanken, dass es nur noch mit einigen Hobbyhooligans, die sich Dynamo-Dresden zugehörig fühlen jedoch nur einen erbärmlichen aggressiven Haufen darstellen, Probleme gibt!
    3.Da man durch Sanierung/Gentrifizierung die Bewohner der Neustadt, bis auf wenige Ausnahmen, ausgewechselt hat (ob gewollt oder nicht) dürfte es doch logisch sein, dass auch die Gäste/Besucher andere sein werden! Dass Nazis hier keinen Platz haben (meiner persönlichen Meinung nach auch rausgeprügelt werden dürften was natürlich keine Lösung darstellt, aber Mittel zum Zweck ist), wird wohl Konsens sein?! An den Rest werdet ihr euch gewöhnen müssen! Es wurde so bestellt, nun muss es auch so gelöffelt werden!

    Dieses bedacht war es ein, im Rahmen seiner Möglichkeiten, Tolles fest! Und wenn weiterhin Anregungen in die Planungen einfließen, dann kann es natürlich auch noch besser werden! Es kann aber immer nur mit den Menschen gearbeitet/gefeiert werden die da sind! Darunter sind nun einmal viele Trolle, die eher selten mal aus ihrem Viertel raus kommen! Für die braucht es so etwas wie einen süßen Köder an dem Sie sich festsaugen können und vor Ort bleiben und somit nicht die Nebenstraßen verstopfen!

  64. hinzundkunz
    21. Juni 2011 at 17:43

    @Toastbrot
    Findest Du -„bis zur Vergasung“ tanzen lassen- passend? Ich hoffe es war ein nur so dahin gesagter wortfinderischer Unfall, denn als Bild taugt es in keinem Fall!!! Bitte überlegt euch eure Wortwahl!!!

  65. let
    21. Juni 2011 at 18:21

    @hinzundkunz
    Hey. Du redest hier von Vergasung! Bist Du ein Nazi oder was? Oder hast Du gar kein Taktgefühl. Denk doch einfach mal nach bevor Du schreibst!

    SCNR
    Lies genau. Anführungszeichen kennzeichnen ein Zitat.

  66. christoph
    21. Juni 2011 at 18:26

    @ Amino…. sehr schön das man Euren „Chill out Beach“ so leicht ruhigstellen kann. Ich wohne direkt gegenüber und war am Samstagmorgen früh um 10 richtig froh über die Weckaktion… herzlichen Dank falls es nächstes Jahr wieder so schön klappt wünsch ich Euch nen Hinterausgang und schnelle Beine!

  67. Numanoid
    21. Juni 2011 at 18:59

    Noch 2 Anmerkungen zu Klogebühren und Wildpinkelei:
    – schöner Lösungsansatz in der Hundert: Toilettenbenutzung kostete 50ct, dafür bekam man aber einen Gutschein in gleicher Höhe, den man vor Ort in Speisen/Getränke umsetzen konnte.
    – Pinkelei in Hauseingänge: Um diese Sauerei zu verhindern, müsst ihr selbver aktiv werden. Macht eure Hauseingänge für sowas einfach uninteressant, sprich stellt ne Bühne, nen Stand o.ä. hin. Hat dieses Jahr z.B. sehr gut an dem Durchgang im Plattenbau Ecke Lutherplatz/Böhmische Strasse geklapt. In den letzten Jahren lief es von dort teilweise schon bis auf die Böhmische raus, dieses Jahr war dort eine Anlage aufgebaut, Musik lief und schon war die Ecke uninteressant. ;)

  68. oha
    21. Juni 2011 at 20:41

    @jane

    du scheinst ja von bwl wirklich nicht viel zu verstehen. umsatz ist nicht gleich gewinn und mal ganz ehrlich, ich könnte mir die zeit sparen dir das zu erklären, warum manche gastronomen, einfach lieber zulassen, aber ich tue es trotzdem.

    Punkt 1. die anmeldung kostet geld, nicht das wir die neustadt nicht an den restlichen 362 tagen bunt machen, siehst du das nicht….was wäre die neustadt ohne die vielfalt der kneipen, für jeden was dabei…zahlen können wir trotzdem.

    Punkt 2. aufbau und theken kosten auch geld, je größer die theke, desto mehr geld und aufwand (siehe später punkt 5.)

    punkt 3. tapeziertische von leuten ohne „öffentliche toiletten“, bieten preise an die jenseits von gut und böse sind. jetzt gäbe es die möglichkeit auch 2,50 oder 3,00 für nen caipi zu nehmen, wo bleibt da der gewinn??? oder wie immer 6,00 zu nehmen und garnix zu verkaufen.

    punkt 4. drinnen brauchst du bei uns gar nicht aufmachen, da sich jeder gestört fühlt wie in einer bahnhofshalle, geht uns also was flöten und drinne verkaufen wir caipi für 6,00 Euro!!! im übrigen hab ich nicht die milliönchen auf´m konto, sondern stehe jeden tag im laden…und wieso sind wir drinne sonst eigendlich voll mit gästen????

    Punkt 5. man sollte dann schon an allen tagen präsent sein das heißt personal ab 11 uhr stramm stehen, auch wenn du bis um 22:00 nicht viel verkaufst.kosten die wir sonst nicht haben, wir machen auf und los gehts…so schlecht können unsere drinks also nicht sein, nur leider teilen sich 200 stände den kuchen….am angebot liegts also nicht.

    Punkt 5. ist dann mal was los kannst du dir überlegen wie lange es ungefähr dauert einen white russion zu machen und wie viele du dann verkaufst in einer stunde!!! moment mal machen wir einfach ne theke die hundert meter lang ist mit 50 angestellten ups aus der brn wurde ruck zuck kommerz….mist größere theke und personal….

    Punkt 6. frag dich mal warum soviele knaipen auf und zu machen die einen können rechnen und die anderen nicht!!! früher nannte man sowas milchmädchenrechnung.

    Punkt 7. ja wir hatten mehr umsatz als sonst, aber der gewinn war der selbe wie ohne brn. nur das ich nicht einmal zeit hatte selber drüber zu laufen und in 3 tagen 10 stunden geschlafen habe, nicht weil ich keine lust hatte sondern mir an einer ecke personal gespart habe!!!

    dir jetzt noch aufzuschlüsseln was für kosten im drink sind geht schnell:

    1. miete laden
    2. personal
    3. strom
    4. versicherung
    5. bonpapier
    6. strohalm
    7. zutaten
    8. glas
    9. spühlmittel
    10.wasser
    11.toilettennutzung(nicht immer)
    12.möbel
    13.gema gebühren
    14.servietten
    und und und

    damit alle vom „gewinn“ gut leben können müsste der caipi 6,00 Euro kosten, da die größeren positionen ob drinnen oder draußen offen, weiterbezahlt werden müssen.

    mit nem tapeziertisch an nem freien wochenende hinstellen 2 kumpels die mit caipi´s bezahlt werden und paar pappbechern die preise drücken mag das schon sein. aber nenn mir einen grund wenn gastronomen die immer im viertel sind, schleuderpreise anbieten müssen, um überhaupt was zu kaufen…..

    im übrigen springen wir auch nicht auf jeden zug auf „fussballübertragung“ gibts zum beispiel nicht bei uns, weil wir es nicht brauchen. wir sind immer gut gefüllt und jeder unserer angestellten bekommt sein geld pünktlich. allerdings draußen nix anzubieten können wir uns auch nicht leisten.

    wie schon gesagt adresse her und 20 cent pro toilettenbesucher für dich. du solltest vielleicht lieber alles mal selber machen von sachen die du nicht richtig verstehst, sorry!! „nicht meckern machen“

    ich reicher gastronom „rauche jetzt nen 500,- Euroschein und spiel frisby mit meiner playstation“….

    auwei auwei auwei

  69. oha
    21. Juni 2011 at 20:42

    @ numanoid

    SPITZENIDEE mit dem gutschein!!!

  70. Ronny
    21. Juni 2011 at 21:02

    Nochmal zum Thema „Techno-DJs“: Verbannen sollte man sie nicht. Nur ist diese Musik nicht gerade sehr förderlich eine gute Stimmung zu erzeugen. Gewiß, die Atzen und Lady gagas werden sich freuen. Sonst sehe ich diese Musik, zumindest in dieser Lautstärke als ein großes Problem.
    Der Unterschied zwischen BRN und dem Dresdner Stadtfest ist, die BRN ist ein Stadtteilfest. Diese Veranstaltung soll also irgendwo die Mentalität der Neustadt widerspiegeln. Das Stadtfest versucht den Geschmack der breiten Masse zu treffen. Die BRN besucht man, weil man die Neustadt mag und eben so auch feiern möchte. Gewiss, es gibt mittlerweile einige Clubs, die die elektronische Musik hochleben lassen. Aber da gibt es eben auch qualitative Unterschiede. Und etliche (selbsternannte) DJs konnten eben nur mit Lautstärke trumpfen. Zum Glück sind derzeit noch die Clubs in der Überzahl, die sich eben auch noch mit anderer Musik beschäftigen. Und diese Tatsache sollte man für die BRN berücksichtigen. Den mit Sicherheit ist die Neustadt nicht die Hochburg für dieses „Techno-Gehämmer“!
    Das Toilettenproblem, die Geruchsbelästigung und alle Probleme dieser Art, lassen sich sicher nicht so einfach lösen. Auch wenn man sich über eine Toilettengebühr nicht freut, kann die die Kneipenbesitzer irgendwie auch gut verstehen.
    Es gibt noch viel Handlungsbedarf. Ich hoffe die Schwafelrunde liest aufmerksam mit und überdenkt einige Sachen nocheinmal.
    Trotzdem war es doch eine sehr schöne BRN. Ein friedliches miteinander, bis auf kleine Ausnahmen. Und das „Dyyyynamo-Proll-Sauf-Kiddie-Thor-Steinar-Problem“ ist nicht nur ein Problem der Neustadt, bzw. der BRN, sondern ein allgemeines. Da hilft nur Aufklärung & Bildung. :)

  71. 21. Juni 2011 at 22:32

    Für die kleinen Korinthenkacker hier:

    http://de.wikipedia.org/wiki/Bis_zur_Vergasung

    ;)

  72. 21. Juni 2011 at 22:40

    @christoph : 1. wenn wir Dich nicht geweckt hätten, hätte das die Mondpalast Bühne erledigt. Ich reich das mal weiter und kann Dir sagen, wenn es dort nicht so laut gewesen wäre, wäre es auch bei uns nicht so laut geworden. Ausserdem : von 2-10 keine (laute) Musik vor der Tür find ich für BRN Verhältniss völlig i.O.!
    2. Als Anwohner muss man zur BRN wohl oder übel damit rechnen, Alternative : sich übers Wochenende was anderes suchen.
    Mein Sonntag-Morgen : Abziehende, lärmende BRN Gäste, direkt im Anschluss Stadtreinigung. Du kannst ja nächstes Jahr die Standwache übernehmen :-)

  73. 21. Juni 2011 at 22:41

    Und wie ich soeben gelesen habe, ist im ethymologischen Wörterbuch des Deutschen der Terminus „bis zur Vergasung“, den es ja schon vor der Nazi-Zeit gab, so erklärt, dass man etwas so lange tut, bis man sich vor Ärger oder Anstrengung in Luft auflöst.

  74. 21. Juni 2011 at 22:42

    ach ja Christoph, willst Du dich wirklich der Haus-und-Zaun-Pinkel-Gesellschaft anschließen ? Wie oben beschrieben haben wir ja alle ein kommunikationsfreudiges Organ, mit diesem kannst Du auch gern an uns oder andere DJ’s/Veranstalter treten und Dein Ruhebedürfniss mitteilen ;-)

  75. hinzundkunz
    21. Juni 2011 at 23:03

    @let
    Bist Du besoffen? Wie kommst Du darauf, ich sei Nazi? Wenn man jemanden zitiert, noch dazu mit solchen Sätzen, sollte man schon genauer werden, aus welcher Ecke das Zitat stammt oder wenigstens erkennen lassen, dass es auch die Wortwahl und nicht nur der Umstand, der diesem ZITAT zugrunde lag, war der ihm so missfällt. Ansonsten darf man ja wohl mal nachfragen! Sollte er einer Gruppe Menschen diesen Satz aber in den Mund gelegt haben, nur um seinen persönlichen Unmut noch zu unterstreichen, ist es doch sehr grenzwertig!

  76. Paul
    21. Juni 2011 at 23:31

    @Peter Machelis: du so angepisst? bisschen agressiv oder, weißt jetzt aber selber nicht warum

    @jane: irgindwie merkst du gar nicht, wie du hier jedem die welt erklären willst, was man alles so sollte. dabei wirst du auch noch abfällig mit der verniedlichung meiner person, das lässt wohl keine zweifel daran wer hier „überheblich“ ist. wie kommst du darauf den keipen-betreibern ihr geschäft vorrechnen zu wollen, bietest du kostenlose getränke und snacks an und da bin ich ganz bei „oha“ – du öffnest doch auch nicht deine toilette mehreren hundert besuchern nur aus nächstenliebe, oder etwa doch? ich rede von besuchern, nicht von deinen nachbarn oder gästen. besuchern, die zich euros für überteuerte getränke hinlegen und dann aber zu geizig wegen ein paar cent für die toilette dind.

    und übrigens jane, „abfahren“ bis zur vergasung und bombengeschäft sind worte, deren verwendung du wohl nicht überlegt hast – siehe andere elbseite

  77. Jack
    22. Juni 2011 at 00:23

    Erstmal kann ich verstehen, wenn es Leute nervt das überall nur noch Soundsysteme stehen die auch noch den letzten Zentimeter zu dröhnen. Ich sag da nur, Willkommen im 21 Jh., Soundsysteme sind billiger denn je.
    Jedoch nervt mich noch mehr, das Gequatsche was den alles die Neustadt ist und was nicht. Klingt für mich einfach nur noch Spießig. Das sage ich als jemand der kein Fan davon ist, dass alle sich nur mit lauter Musik zu dröhnen und total wegrauchen/-trinken und das hier irgendwelche braunen Spacken durch die Gegend laufen.
    Jedoch wohnen in der Neustadt einfach mittlerweile auch viele Leute, die genau auf so was stehen (außer hoffentlich die braunen Spacken). Und da die BRN ein Stadtteilfest ist machen diese Leute auch genau dass worauf sie stehe. Und da heute jeder Heinz ein Soundsystem hat dröhnt er halt mal alles zu. Meiner Meinung nach blöd, aber nicht der totale Untergang.
    Das mit der Toilettennutzung ist schon ein Problem. Alleine unser Klo wurde zur BRN wohl an die 80 mal fremd benutzt. Und ja, irgendwann geht es einfach nur auf den Sack, wenn der X-te fragt ob er mal darf. Andererseits ist Pinkel halt ein menschl. Bedürfnis und wenn ich einen drin hätte und nicht hier wohnen würde, würde ich auch in ne Ecke pinkeln wo es keiner sieht (Vielleicht nicht gleich den Hauseingang) oder Bekannte für einen WC Gang kontaktieren.

    Wie gesagt, meiner Meinung nach spiegelt die BRN die Neustadt gar nicht so schlecht wieder. Sie ist nicht mehr so Alternativ, weil die Leute auch nicht mehr so Alternativ sind. Sie ist mehr Mainstream Party, weil die Leute und die Schuppen hier das auch fördern und es sind. Und es gibt auch noch den alternativen Part der auch einen Teil der Neustadtbewohner bedient. Mein Vorschlag. Fangt an eure Nachbarn kennen zu lernen, auch wenn se anders Ticken und lernt sie verstehen und toleriert sie. Im nächsten Schritt sprecht ihr euch ab und alles ist super. Gute Nachbarn streiten sich doch nicht wegen einem Wochenende 

    Ach falls noch Fragen aufkommen. Ich bin kein Ur-Neustädter, aber wohne nun hier schon über 6 Jahre. Und bei dem Gerede was alles die Neustadt ist kann ich mittlerweile nur noch schmunzeln. In meinen Augen ist es ein Stadtteil der sich manchmal vielleicht zu wichtig nimmt, aber in dem immer noch eine Menge coole Leute wohnen. Btw. auch ne Menge Dynamo Fans und wenn ich einen drin habe fange ich auch schon mal mit ein Fanlied zu trällern ;)

  78. sylvia
    22. Juni 2011 at 08:01

    Ich habe in diesem Jahr nach reiflicher Überlegung auch 50 Cent fürs Benutzen unserer Toilette genommen, dafür aber jemanden hingestellt, der regelmäßig gereinigt und Papier aufgefüllt hat. Jener welcher erhielt auch die Einnahmen aus den Klogängen. Und ich muss sagen, im Gegensatz zum letzten Jahr, als das Pinkeln kostenlos war und das WC einen absoluten Ekelfaktor darstellte, hatten die Gäste neben einem sauberen WC und ausreichend Paier zum wischen und Putzen noch zusätzlichen Spaß mit meinen Klo“frauen“
    ;-)

  79. 22. Juni 2011 at 08:30

    @Paul: Doch, ich weiß schon warum… ich mage es einfach nicht, wenn anderen empfohlen wird, die Elbseite zu wechseln, weil sie mit ihren Ansichten von Geben und Nehmen nicht ins Bild passen würden. Aber nüscht für ungut, Du darfst bleiben. :D Dann muss natürlich der Baumarkttechno weg.

    Aus meiner Sicht sollte die BRN wieder politischer werden. Es scheint ja genug Gründe zum Klagen zu geben, auf Bewohner-, Bewirtschafter- und Besucherseite. Daraus ließe sich durchaus kreative Wut destillieren. Man muss ja nicht allen gefallen.

  80. 22. Juni 2011 at 10:13

    @ Jane: Godwin’s Law ;-)

  81. oha
    22. Juni 2011 at 11:01

    @ jane

    leider bin ich noch nicht freigeschaltet, deshalb war meine antwort erst heute morgen online.

    über nacht kam mir die idee, dir einen stand anzubieten, natürlich für ein wenig geld, nur die unkosten die man als gastronom auch drinne hast, runtergerechnet auf die größe deines standes.

    du kannst dann verkaufen was du willst und wieviel du willst und von der fetten „gewinn“kohle kaufst du dir dann „deine eigene republik“ !!!

    im übrigen werde ich jetzt auch nicht mehr antworten, da ich geld verdienen muss, nicht um reich zu werden, sondern alles bezahlen zu können…

    aus und wech

  82. 22. Juni 2011 at 13:20

    Oha, „Oha“. Du willst mir hier nicht wirklich weismachen, dass die BRN für die Kneipen hier ein Verlustgeschäft ist, oder? Genau so führst du dich aber gerade auf. Und zu deiner Information: Ich bin im ersten Bildungsweg ausgebildete Bürokauffrau, dazu gehörte auch eine Grundausbildung in Sachen Buchhaltung, aber danke auf jeden Fall der Nachfrage, bevor du mit deinen wilden Vermutungen ins Blaue haust.
    Und lies dir doch nur mal dein ganzes aggressives Geschnarre durch, das du Leuten an den Kopf knallst, die einfach nur die Dinge anders sehen als du, und wie wenig Raum du diesen Ansichten anderer einräumen möchtest. Für mich ist das ein hervorrgandes Beispiel exakt dessen, was ich unter dem veränderten Klima in der Neustadt verstehe: Hier geht es jedem nur noch um sich selbst und sein Geschäft, und alle anderen haben ja keine Ahnung, und wenn es Kritik gibt, dann muss gehört der Kritiker mit allen Mitteln bekämpft, statt mal hinzuhören und vielleicht auch etwas davon mitzunehmen.

    Und jetzt bin ich mal ehrlich: Du fragst, was denn die Neustadt ohne die „Vielfalt an Kneipen“ wäre? Antwort: Ein schönerer Fleck zum Leben, so wie er es früher einmal war. Die Kneipenstruktur in der Neustadt ist längst keine gesunde mehr, im Gegenteil: Vor Kneipen kann man sich hier mittlerweile nicht mehr retten, und die Kneiper treten sich vor allem gegenseitig tot. Das verstärkt nur noch mehr das ohnehin schon spürbare Klima des Kommens und Gehens hier in diesem Viertel. Früher war die Neustadt Heimat, heute ist sie nicht mehr als ein Vergnügungsviertel, durch das man mal flaniert, um ihm dann wieder den Rücken zu kehren, wenn man genug hat.
    Außerdem hast du bei deiner Kostenaufstellung vergessen, dass ungefähr 90% der Posten auch an jedem gewöhnlichen Geschäftstag anfallen, also nicht allein unter BRN-Aufwand verbucht werden können.
    Wenn du – wie die meisten Kneipen – zur BRN dein Klo nicht übermäßig aufwendig in Schuss halten würdest, sondern es einfach nur zur Verfügung stelltest und für das Notwendigstes sorgtest, wären die einzigen Sonderkosten, die das für dich bringen würde, die fürs Wasser. Und dafür zahlt man für gewöhnlich einmal im Jahr. Und du kannst mir nicht erzählen, dass die Klo-Einnahmen von der BRN hübsch säuberlich zurückgelegt werden, bis die Wasserrechnung kommt.
    Außerdem: Als am Sonntag der Regen kam, waren die Kneipen mit einem Schlag rappelvoll! Aha… Des Weiteren: Für 3 € bekomme ich an einem BRN-Stand für gewöhnlich einen 0,2-Liter-Plastebecher voll Caipi, während ich sonst in der Kneipe für 6 Euro ein 0,4-Liter-Glas kriege. Oops? Des Weiteren: In den Kneipen, in denen ich hier sonst meinen Caipi trinke, kostet der meist nicht mehr als 5 oder 5,50 Euro. Huch?

    Ich finde, du machst hier ein Wahnsinnsfass auf, weil es dir nicht passt, dass ich die Klogebühren kritisiere. Anscheinend gibt es aber Kneipen, für die die BRN auch ohne Pinkel-Fees ein voller Erfolg ist. Frage, Oha: Wie machen die das bloß? Gutes betriebswirtschaftliches und vor allem nachhaltiges Konzept? Talent?

  83. oha
    22. Juni 2011 at 13:49

    @ jane

    nicht quatschen machen…..adresse von dir zwecks toiletten und verkaufsstand von uns für dich!!!

    deine welt kannst du dir dann erkaufen.

    und ich bin froh das du verstanden hast das die 90% kosten sowieso anfallen ob mit oder ohne brn, aber wie schon gesagt nicht drinne los ist ich also kosten habe und nix verdiene!!! draußen extrakosten habe und weniger verdiene, wegen der preise.

    und wer sich über 50 cent toilettengeld beschwert, der kauft auch kein 0,2l caipi für 3,- euro.

    das du in „mehreren“ kneipen, in denen du verkehrts, deinen caipi trinks ist doch gut, früher wo alles besser war hättest du den caipi selber machen müssen und oha vielleicht mal zu rechnen begonnen, welcher aufwand dir da ensteht und welche kosten.

    ach ne…quatsch, du hättest ja zum beispiel auf den winter gewartet bis das eis von den dächern fällt zum beispiel.

    sorry frag dich mal wer die neustadt kaputtnörgelt, für viele andere die hier arbeiten in den kneipen, ist es der ort an dem sie ihr geld verdienen, um am ende vielleicht selber noch in der wie ich finde „tollen“ neustadt zu leben.

    und die einzige die ein wahnsinnsfass aufmacht bist du wenn man dir mal was erklären möchte…

    un“fass“bar

  84. Someone Else
    22. Juni 2011 at 13:52

    liebe jane,
    merkst du eigentlich, dass alle mit dir bereichterten „diskussionen“ hier immer den gleichen weg nehmen? du fängst stets irgendwelche grundsatzdebatten an, bist im grunde nur am schimpfen, sehnst dich nach alten zeiten und verprellst leute, die hier ihre meinung sagen mit besserwisserischen korrigierungen, die bisweilen beleidigenden („affrontativen“) charakter haben.
    es ging hier einzig un allein darum, eine „nachlese“ zur diesjährigen BRN zu starten und nicht gesellschaftskritisch rumzupoltern.
    es steht mir zwar nicht an, dir irgendwelche lebensratschläge zu geben, aber jemand der so unzufrieden mit seiner umgebung ist, wie du es offensichtlich bist (das zeigt auch dein blog), der sollte vielleicht über einen stadt- oder zumindest einen stadtteilwechsel nachdenken. damit wirst du dich wahrscheinlich wieder angefeindet fühlen, aber begreife diesen vorschlag bitte nur als wohlwollend gemeinten rat.

    ich wünsche einen schönen tag.

  85. oha
    22. Juni 2011 at 14:17

    @ someone else

    du sprichst mir aus der seele !!!

    wenn jemand will „das licht brennt muss er den schalter selber drücken“.

    aber hab ich schon gemerkt, alle anderen sollen machen… toiletten gratis, am besten noch die kneipe zumachen und und und damit sich ein anderer wohlfühlt.

    wäre mancher ein „macher“ dann hätte er sich auf fahrrad gesetzt und wäre weggeradelt…

    im wald wäre auch alles gratis, da müsste mann sich nur den frust von der seele buddeln, damit man ein loch zum scheis….en hat, aber immerhin gratis…

    und die kneipen gäbe es auch nicht wo man was für geld bekommt, man könnte sich also unter einen baum legen und über eine bessere welt nachdenken und wenn es zu regnen anfängt tropft vielleicht ein honigsüßer wassergeschmack in den mund…

    man muss es nur einfach mal machen und erleben, dann wüßte man alles besser zu schätzen…

    neustadt fetzt und ich bin heilfroh das bei uns die caipis nen 6,-er kosten, damit sind wir bei janes kneipen raus…am ende hätte ich sonst vielleicht noch schlechte energie in meiner bude gehabt…

    ich glaube hier gäbe es so einige die fürn fahrad zusammenlegen…

  86. 22. Juni 2011 at 14:53

    @ oha: Wollteste nicht lieber arbeiten, statt weiter zu diskutieren? ;-) Frag mal Dom, was er so für Erfahrungen mit der diesjährigen BRN gemacht hat, er wirkte währenddessen wesentlich entspannter als im Vorjahr. Auf Wunsch kann ich gerne eine Kontakt vermitteln.

  87. 22. Juni 2011 at 15:35

    Ja das Tischfußballspiel war klasse gemacht !
    http://youtu.be/JeeO0gjkMDc

  88. Libelle
    22. Juni 2011 at 16:59

    Diese Technobühne vor dem Friseurladen am Martin-Luther-Platz….muss weg! …oder leiser! …oder.. irgendwie passt sie da einfach GAR NICHT hin! ich hoffe, bei der Schwafelrunde wird das angesprochen und aufgegriffen, man könnte ja Unterschriften sammeln etc…?

  89. oha
    22. Juni 2011 at 17:10

    @ anton

    machen erst um 19:00 auf, kann also den ganzen tag die neustadt geniesen und hab zeit mich zu wehren.

    ausserdem kancken wir vielleicht alle, 100 komentare.

    ich warte ausserdem noch auf die frage, welche kneipe meine ist!!

    nee trotzallem brn war viel arbeit, aber nur glückliche gesichter gesehen und am ende dürfen im nächsten jahr nur kneiper ausschenken, dann ist auch wieder mehr platz für hüpfburgen, bands und frühstückstische.

    und ich ziehe dann lieber die gutscheinvariante durch bei der toilettenfrage…die ist wie gesagt spitze!!!

  90. christoph
    22. Juni 2011 at 18:29

    @ Amino… klar komm ich nächstes Jahr rüber… bin dieses am Samstag erst gegen 7 ins Bett gekommen, deswegen der Ärger…
    und übrigens nur weil man ab 10.00 Musik auflegen darf muss das noch lange nicht so geschehen wie bei Euch.. unter chillout versteh ich was anderes!
    Als langjähriger Anwohner ist mir schon klar auf was ich mich an so nem Wochenende einlasse..

  91. sylvia
    22. Juni 2011 at 20:30

    Wir haben >>Klomarken<< an die Gäste verteilt, die bei uns was getrunken haben… die Gutscheinvariante finde ich aber auch ni übel .-)

  92. 22. Juni 2011 at 21:03

    @oha: „ich warte ausserdem noch auf die frage, welche kneipe meine ist!!“

    Immer wieder faszinierend, wie manche Menschen ihren sexuellen Höhepunkt zu erreichen versuchen. Was es alles gibt!

  93. oha
    22. Juni 2011 at 22:36

    @peter macheli

    wenn ich gewollt hätte mir dadurch befriedigung zu holen, hätte ich es wie du machen können und optional meine internetseite bewerben können.

    der sehnsuchtort für dich dir zu sagen, das ich es hätte schon lange sagen können und nicht gemacht habe und nie tun würde….

    ich hab noch ungefähr 1990 sexuelle ergüsse in form von visitenkarten. das waren vor 7 jahren noch 2000.

    ich weiß nen schlechtes sexualleben….

    und bevor es wieder heißt arbeitest du nicht um die zeit, sage ich es lieber schon im vorraus.

    meine sehnsucht dir eine antwort auf deine phantasie zu geben, ist stärker als jeder geschäftliche drang in mir.

    schönen guten abend

  94. Susa
    22. Juni 2011 at 23:53

    bitte bei der schwafelrunde auch das gelände vom „parka louis“ anschneiden. unerträgliche musik und eine abartige lautstärke. die schlusszeiten (1uhr) haben sie dieses, wie auch letztes jahr massiv missachtet. nicht dass ich jetzt auf die uhr schaue und die minuten zähle, aber so massiv hat es sich sonst keiner erlaubt. den anderen ist es gegenüber auch nicht fair. die hätten sicherlich auch gern länger gespielt!

  95. japolo
    22. Juni 2011 at 23:58

    Ich komme erst heute dazu zu schreiben, und sehe beruhigt, dass ich nicht der einzige bin, der den Stand am Martin-Lutherplatz zu laut fand (ich meine diese Bühne hier http://www.youtube.com/watch?v=E2WYwHxoxY4). Daher nur noch eine Ergänzung, weil doch mindestens einmal der Einwand kam, man sollte nicht gleich mit Regelungen kommen und erst mal mit den Leuten reden. Ich habe es eine Weile versucht, ca 5 Minuten lang, und in dieser Zeit erfahren, dass a) der DJ arbeiten muss, b) man da nichts machen kann, c) das schon den ganzen Tag so geht und sich schon 15 Leute beschwert haben und man jetzt wirklich keine Lust mehr hätte auf das Thema und d) dass man da nichts machen kann. Es kam ausdrücklich der Tipp vom Veranstalter selbst, es doch mal mit Ordnungsamt oder Polizei zu versuchen.
    Da ich nicht wirklich daran geglaubt habe, dass das Ordnungsamt Interesse für BRN-Teilnehmer hat die sich GEGENSEITIG zu laut sind, erwog ich in akuter Wut kurz einen Stromausfall oder Wasser, aber das fiel dann zum Glück aus, da es an Werkzeug mangelte.
    Was bleibt ist die Frage, was kann man denn nun tun, dass so etwas nicht nochmal passiert? Wie kann verhinder werden, dass es einen Wettkampf der Lautstärke gibt, worunter Klang und Ohren leiden? Gibt es eine freiwillge Abmachung zwischen den Bühnen, die hier ignoriert wurde? Sollte das Ordnungsamt doch mal Dezibel messen? Ich wäre dafür, denn ich hatte vorher schon einige Stunden an einem Stand gearbeitet, der ebenfalls ziemlich beschallt wurde. Ohne jede Kritik an irgendwelchen Musikstilen – es ist oft zu laut. Ich hab abends deutliche Ohrenschmerzen gehabt und bin nicht bereit das zu tollerieren. Es ist außerdem auch noch eine Frage der Verhältnismäßigkeit. Vor dem Stand tanzten ca. 15 Leute, die sicher auch mal eine kleine Pause vertragen hätten, während einige Hundert vor der Bühne Martin-Luther-Platz sehr schlechten Klang hinnehmen mussten. Ich denke, viele DJs überschätzen sich vielleicht auch einfach etwas was das gefühlte Interesse der BRN-Besucher angeht.

  96. Someone Else
    23. Juni 2011 at 00:40

    zitat: „Die Alternative zum alternativen Martin–Luther–Platz – Mind, Body & Soul direkt vor dem Friseurladen!“
    [quelle: http://www.residentadvisor.net/event.aspx?269000%5D

    es ging also sehr wohl und ganz bewusst um eine störung des ur-konzeptes auf dem malupla, organisiert vom „friseurladen“.

  97. Jonk
    23. Juni 2011 at 09:41

    Und weil es genau so ist wie japolo sagt, ist der Beitrag von Toastbrot auch völlig ungerechtfertigt. Es gibt keinen Grund die die Techno DJs zu verteidigen. Die Situation auf dem MaLuPla und auf der Louise waren unerträglich und da es keinerle Entgegenkommen von den DJ gab sollten die nächstes Jahr „verbannt werden“. Von mit aus auf die Rothenburger, 5 Stände hintereinander.

    Und jetzt komme mir hier keiner mit Gleichberechtigung oder so was. Wenn eine große Techno-Anlage gegen andere Bühnen und Stände antritt ist das so als ob wir ein Radrennen zwischen einem gedopten Profisportler und einem 4-jährigen Kind machen.

    Da die Technos keinerlei Rücksicht geübt haben sind sie nächsten Jahr nicht zu berücksichtigen!

    Danke!

  98. 23. Juni 2011 at 10:32

    Zitat:
    „liebe jane,
    merkst du eigentlich, dass alle mit dir bereichterten “diskussionen” hier immer den gleichen weg nehmen? du fängst stets irgendwelche grundsatzdebatten an, bist im grunde nur am schimpfen, sehnst dich nach alten zeiten und verprellst leute, die hier ihre meinung sagen mit besserwisserischen korrigierungen, die bisweilen beleidigenden (“affrontativen”) charakter haben.“

    Lieber Someone Else: SO verprellt man Leute. Ich kann mich nicht erinnern, dass das Neustadtgeflüster in seinen Nutzungsbedingungen den Satz stehen hat: Bitte nur seichte Unterhaltung pflegen und keine Grundsatzdebatten. Und letzten Endes ist die ganze Diskussion doch hier eine einzige Grundsatzdebatte, nämlich darüber, welche Musik auf der BRN gespielt werden sollte und welche nicht, wie die BRN überhaupt ablaufen sollte und wie nicht. An dieser Diskussion haben sich gefühlte 50 Leute beteiligt. Wer sich hier hinstellt und einem einzigen ankreiden möchte, dass es zu einer Grundsatzdebatte gekommen ist, nur weil er dessen Standpunkte nicht teilt (was dein gutes Recht ist), DER stellt letzten Endes seine Unlust zu ausgewogenen Diskussionen unter Beweis. Wenn du keine Lust hast – bitte! Niemand zwingt dich, daran teilzunehmen, aber bitte unterlasse es doch einfach, anderen vorzuschreiben, ob sie dies tun oder nicht.
    Was ich hier immer wieder erlebe, sind Leute, die andere Standpunkte nicht abkönnen und sauer und unsachlich werden, sobald sachliche Argumente vorgetragen werden und ihnen widersprochen wird. Ok, mangelnde Konfliktfähigkeit ist eine Sache. Aber ich muss es mir sicherlich nicht unbeantwortet bieten lassen, wenn manche meinen, mich hier anpflaumen und angreifen zu müssen! Mein Diskussionsstil ist im Prinzip bestimmt aber sachlich. Aber meine Geduld endet dort, wo manch einer meint, mir hier untersagen zu müssen mich an Diskussionen zu beteiligen und zwar in einer herablassenden Manier, dass es einem die Fußnägel hochrollt. Vielleicht klingt es in deinen Ohren „affrontativ“, aber DU legst hier nicht fest, worum es hier „einzig und allein ging“.

    Und deinen „schönen Tag“ rauch doch einfach in der Pfeife.

  99. Someone Else
    23. Juni 2011 at 11:07

    @jane:
    Ich habe auch nicht behauptet oder gar gefordert, dass hier nur seicht argumentiert werden darf, aber wenn einer der diskutanten offensichtlich ständig darauf aus ist, alles schlecht zu reden und jeden zu verbessern, dann stört das die diskussionskultur. so etwas funktioniert doch in einer direkten verbalen auseinandersetzung genauso wenig.
    ich kann im übrigen nicht feststellen, dass hier irgendjemand besonders unsachlich geworden wäre. oha z.b. hat ganz objektiv begründet, wie er zu seiner preisgestaltung zur BRN kommt und trotzdem wird versucht, dieses in frage zu stellen. da fragt sich schon, wer hier nicht objektiv ist.
    du must schon zugeben, dass dir das mit dem „anpflaumen“ hier im forum sehr oft passiert und mir würde an deiner stelle irgendwann die frage aufkommen, woran das liegen könnte.

    worum es hier „einzig und allein“ geht, legt die überschrift bzw. das thema fest und nicht ich, da gebe ich dir recht und irgendjemandem zu untersagen wie und ob er an diskussionen hier teilnimmt, steht mir ohne frage nicht zu. das maße ich mir auch nicht an.
    was ich will, ist eine ausgewogene streitkultur, bei der es nicht um die rechthaberische profilierung von einzelnen geht, sondern um einen fruchtbaren austausch von ansichten und ideen.

    ich wünsche dir trotzdem (ganz ehrlich) einen schönen tag!

  100. Salty
    23. Juni 2011 at 11:17

    Ach ja, wenn ich das hier so lese, bin ich nochmal doppelt froh nicht mehr im BRN Gebiet zu wohnen. Und was in den letzten Jahren aus dem schönen MaLuPlatz geworden ist..traurig.
    Schade eigentlich…aber ich habs dieses Jahr zum 2. mal ignoriert das sogenannte Bunte Fest. Und bin froh drüber.
    Ich hoffe die Schwaffelrunde bringt was. Und es geht mal wieder ein bissle back to the Roots… mehr Nachbarschaft, mehr Spaß, mehr Qualität.

  101. Someone Else
    23. Juni 2011 at 11:35

    ich hätte einen vorschlag: wie wäre es denn, wenn das organisationskomitee rund um die schwafelrunde mit dem ordnungsamt zusammenarbeitet. man organisiert einfach eine generalversammlung mit all denen, die irgendeine aktion zur BRN planen, trägt alles gemeinsam in einen stadtplan ein uns schaut dann, wo sich unterschiedliche musikrichtungen in die quere kommen könnten bzw. konzepte nicht vereinbaren lassen. im austausch oder über demokratische abstimmungen kann man dann sicher einen weg finden, die differenzen aus dem weg zu räumen bzw. zeitpläne zu entwickeln. wer daran nicht teilnimmt, bekommt dann auch keine genehmigung vom amt. ich weiß, das klingt nach direktismus, aber im sinne von qualität und anspruch ist das sicher der einzige weg.

  102. Chris
    23. Juni 2011 at 14:59

    @lenbach

    Dit dürfte Grandloom gewesen sein. So um 22.00 Uhr haben die gespielt.

  103. Lenbach
    23. Juni 2011 at 22:26

    @Chris

    Ah, danke, das kommt mir bekannt vor. Ich hatte den Namen an dem Abend auch erfragt, ihn durch den Verzehr mehrerer alkoholischer Getränke jedoch wieder eingebüßt ;-).

  104. 23. Juni 2011 at 23:26

    da will ich mich mal schnell mit zuschalten, weil es mir ein wahres bedürfnis ist, kurz zu der gebührenfrage//toiletten stellung zu nehmen.
    auch wir haben eine toilettengebühr genommen, genau wie die 100 aber mit gutscheinen abgegolten. und genau wie „oha“ verstehe ich die kalkulation und gebe ihm völlig recht. ich weiß, ich müsste es nicht, aber auch ich würde gern der frau bürokauffrau buchhalterische grundlagen erläutern. gern auch im direkten gegenüber.
    whow, whow, whow… keine panik, ich hab mir das reiflich überlegt. vielleicht entschuldigt sie sich dann. ;)
    und wenn du, jane, vielleicht unsere lage besser findest, übernehme ich gern das angebot von „oha“ und du kannst im nächsten jahr nen stand bei uns haben. Dazu musst du aber erstmal rausbekommen, wo „oha“ ansässig ist.

    so, dampf ist raus. nun zum fazit: fand die diesjährige sehr entspannt, sehr friedlich, sehr fröhlich. gern wieder so.

    wobei…. würde gern hier noch die sambatrommler verfluchen, die einigen unserer nachwuchsbands schön den spaß genommen habe. also: verlucht sollt ihr sein!

    lg, thomas

  105. Stefan
    24. Juni 2011 at 10:36

    Meine Vorschläge: a) zeitiger anfangen den Plan der Akteure zu erstellen; b) machen und nicht meckern; c) Techno ausschließlich auf der Rothenburger oder im Alaunpark; Vorrang hat Livemusik möglichst vieler Sparten in vetretbarer Lautstärke; d) keine überdimensionierten Tonanlagen auf den Straßen in Fenstern und auf Balkonen außer der auf aufeinander abgestimmten Bühnen an etablierten und bewährten Schwerpunkten; e) Sonntag Nachmittag vorrangig Unpluggedkonzerte, Spiel- und Theateraktionen, Verzicht auf lautstärkeintensives Aufgezwinge von Tönen; f) Aufbau einer NeustadtsuperDJbühne mit allem Pipapo für die vielen Nachwuchs-, Hobby-, Möchtegern- und EinmalimjahrDJs mit festem oder freien Spielplan in Selbstverwaltung, könnte auch Speakers Corner sein als politischer Impulsgeber…

  106. Someone Else
    24. Juni 2011 at 11:17

    schön zusammengefasst!
    warum soll denn die BRN nun unbedingt (wieder) politisch werden? solche konzepte werden doch nur wieder von der ein oder anderen politischen gruppierung oder partei vereinnamt, instrumentalisiert und zieht komisches volk an.

  107. Ole
    24. Juni 2011 at 17:16

    Also das mit der Bühne im Alaunpark wär doch echt ne gute Idee. Besser zwei, eine für DJs, eine für Bands. Für beide kann man sich bewerben und das Los entscheidet über die Spielzeit.

    Persönliches Nasefassen: Wir hatten auch kurz die Uhr aus dem Auge verloren, das entwickelte sich aber spontan. Soundtechnisch hatten wir eh keinen Bock auf dieses „lauter, größer, noch viel höher“, daher nur symbolische HiFi Boxen rausgedreht und ansonsten auf Kopfhörer gesetzt … was auch ein Weg ist. :) Ich lege selbst auf, für mich ist nicht alles „Techno“ was elektronisch 4/4 bei 128 BPM schlägt und ich meine hier partiell eine Ablehnung rauszuhören, wie anno 92. Die Entwicklung Louiseparkplatz und die Friseurbühne zieht aber auch meine Stirn bissl in Falten. Irgendwie wäre hier das Stichwort: unsensibel. Das Wort passt auch, wenn man Sonntag früh um 11 das Anwohnerfrühstück mit fetten Bässen erdrückt. Wenn die Anwohner Lust auf Vivaldi oder Rhythm & Sound haben, stellen die sich selbst Boxen ins Fenster. Anderseits muss man ja auch nicht bis 18 Uhr am Honigbrötchen kauen. :)

    DB-Begrenzung wäre eine Idee, hält sich bloss wieder keiner dran. Technomeile in der Rothenburger … die gäb es, wenn die dortigen Gewerbe oder Anwohner Interesse dahingehend hätten. Man kann das aber kaum zwangsverlagern. Absprache … das wär mal gut … nicht am Abend, schon vorab … oder im nachhinein. Irgendwie sollte den Friseuren dann klar werden, dass das so wohl nicht mehr gehen kann und auch die nachtruhe und das Frühstück könnten profitieren. Falls nicht, hat man sich wenigsten schon mal gesehen … damit wird die Hassfratze zum Gesicht, was den Blutdruck senkt und die Axt (hoffentlich) im Keller lässt.

    Ansonsten, zwei Seiten, eine Münze, lebt die BRN ja auch vom fehlen gewisser Reglementierungen. Da greift die Stadt eh von Jahr zu Jahr mehr durch und das ist nicht nur von Vorteil. Das laute, bunte und (klein)teils nervige Strassenfest ist mir, bei allem Kommerz, weit lieber, als ein totorganisiertes Stadtfest mit Radio PSR Mainstreamrock, von der großen Zentralbühne.

  108. 25. Juni 2011 at 09:56

    Ich finde ja, dass man die frühere BRN-Idee von der „Republik Neustadt“ wieder mehr beleben sollte. Zum Beispiel, indem man die Neustadt für drei Tage offiziell zum autonomen Staat erklärt. Eine Bühne oder einen Stand aufstellen darf nur, wer ein „Visum“ (Pass) hat. Um den Pass zu bekommen, muss der Bewerber das „Grundgesetz“ anerkennen. So. Und in dieses „Grundgesetz“ werden dann Feier- und Anstandsregeln reingeschrieben, wie in jeder anderen Verfassung auch. Wer dagegen nachweislich verstößt, der bekommt seinen Pass entzogen und darf in den nächsten 2 Jahren zur BRN auch keine Anlage mehr aufstellen. Und ja, um das durchzusetzen, muss man so was wie eine BRN-Bürgerstreife etablieren (vielleicht auch als weniger martialischen Kontrapunkt zur Polizeipräsenz), die schaut, wo sich Störenfriede kategorisch auf Kosten anderer nicht an die Festival-Regeln halten, um sich zu produzieren. Oder so ähnlich.
    Und das hat auch nichts mit „Regelungswut“ zu tun, sondern diente den Interessen einer Mehrheit der Besucher und Anwohner. Dass es ganz ohne Regeln nicht funktioniert, sieht man doch: Es gibt immer welche, die Freiheiten rücksichtslos für sich ausnutzen.

  109. Ole
    25. Juni 2011 at 11:48

    @Jane: Klingt nachvolziehbar. Aber damit spielste das nach, was im Staat auch passiert. Wer sich nicht benimmt wird abgeschoben. Wer nicht ins Raster passt, hat ein Problem. Und wer setzt das Raster? Wer macht die Regeln? Wird es Blockbildung geben? Und Bestechungsgelder, um bei der Abstimmung 130dB und Techno als „Nationalhymne“ (urrrrxxx)durchzusetzen? Am Ende wird sogar die Regierung gestürzt. Kurz: ä Draum. :)

  110. hinzundkunz
    27. Juni 2011 at 06:27

    @Jane
    Den Zusammenhang Gas&Nazis hast Du erst hergestellt! Ich habe gefragt ob er dieses Bild passend findet- Kein Wort von Nazis, in diesem Zusammenhang, von meiner Seite.

  111. 27. Juni 2011 at 09:33

    Hinundkunz:

    Was für ein Problem sollte man denn sonst mit dieser „Wortwahl“ haben, wenn man die Bedeutung dieser Phrase kennt, in der sie im Allgemeinen verwendet wird? Wenn man sich mal anguckt, wie oft Sanitäter zu völlig erschöpften Leuten anrücken müssen, weil die drei Tage lang durchgefeiert und -getanzt haben, erhält diese Redewendung eine ganz neue Wirklichkeitsnähe.

  112. hinzundkunz
    27. Juni 2011 at 19:11

    Das erläutere ich Dir gern!
    Als Erstes stelle ich mal fest, nach Sichtung aller Kommentare, dass Du offensichtlich den Leuten gern mal auf die Füße trittst. Finde ich GUT, gibt es viel zu wenig! Deiner Argumentation würde ich nicht immer folgen, aber der Fakt an sich ist gut.
    Beispiel: Dein lautes Nachdenken über BRN-Bürgerwehren kann ich nicht unwidersprochen lassen denn dies ist grundsätzlich abzulehnen. Das wäre der größtmögliche Verrat am Geist, wenn auch nur noch rudimentär vorhanden, der BRN! Sogar ein zwingender Grund, die GANZ GROSSE WIDERSTANDSTROMMEL zu schlagen! Denn das ist dann überhaupt nicht mehr alternativ( ist sie ja leider kaum noch), das wäre reaktionär!

    Deine Verwunderung über mein kritisches Nachfragen + dem von Dir verlinkten Text verwundert nun wiederum mich!Ist der nur von Dir verlinkt worden oder hast Du Dir den Text und die dargestellten Zusammenhänge mal angesehen? Auf der Seite wird auch klar, warum ich erst mal gar keine Nazis erwähnt habe, sondern bewusst nach dem Gedanken, der dem Satz und seiner flapsigen, wahrscheinlich nicht einmal böswilligen, Verwendung zugrunde lag, gefragt habe. Auf den 1.Weltkrieg bezogen schon mehr als nur Galgenhumor, wäre es in Bezug auf den 2.Wk bösartiger Zynismus!
    Am wahrscheinlichsten aber ist, dass er keine der beiden Herleitungen und den damit verbundenen erbärmlichen „Tot mit süßer Note“ vor Augen hatte, sondern ihn eben umgangssprachlich „normal“ verwendet hat, ohne einen Gedanken daran zu verlieren über die eigentliche Bedeutung bzw. Herkunft der Redewendung.
    Erst hier beginnt das Problem, auf dass ich hinweisen wollte und einen, dem Anlass entsprechend, demilitarisierten Satzbau an mahnen wollte!
    Zu einem Weg und dem streben zu einer friedlicheren und somit gerechteren Welt, gehört an den Anfang eine Entmilitarisierung der Umgangssprache!
    Schlechtwetterfronten sind scheiße und Zunder kriegen kotzt mich an!
    Man verzeihe mir dieses Wortspiel, aber es macht deutlich wie weitreichend diese Verflechtungen von sprachlichen Bildern aus dem militärischen Bereich bzw Kriegsvokabular, historisch bedingt, sind.Besonders in der deutschen Sprache!Der Der 30-jährige Krieg, der deutsch-französische Krieg sowie die letzten beiden Weltkriege hatten hier wohl den größten und sehr prägenden Einfluss auf die Sprachentwicklung! Anwendung finden sie immer dann, wenn einer Sache eine besondere Dramatik, Gewichtung und Schwere gegeben werden soll. Ob es pietätvoll ist oder nicht, spielt leider meist keine Rolle bei der Auswahl! Bisweilen ist es auch kurios. Kaum ein heute lebender Mensch hat schon einmal Zunder gebraucht/verbrannt oder macht sich klar, was das eigentlich genau ist und wozu es nötig war.
    Trotzdem hält sich der Satz, wenn ein großes bzw sehr gut brennendes Feuer beschrieben werden soll, es brennt wie Zunder. Meist war auch der Anlass, den Zunder ausgehändigt zu bekommen, ein Krieg.
    Warum erzähle ich Dir dass alles?
    Weil ich der Meinung bin, das der Mensch, auf dem Weg seine Aggressionen und dass bestreben andere zu dominieren in den Griff zu bekommen, erst einmal seine Umgangssprache Entmilitarisieren muss! Auch wenn wir sie vielleicht ohne großes Nachdenken verwenden, sie werden von uns nicht so unbewusst verwendet wie es den Anschein hat und unser Unterbewusstsein wird es immer registrieren, da es mit den Begriffen extreme Veränderung, Gewalt, Gefahr und Aggressionen verbindet! Jedes für sich kann eine schnelle Reaktion nötig machen. Diese gefühlte Gefährdung wird sich natürlich auf meine Reaktion, auf eine, für mich eventuell als aggressiv deutbare Äußerung meines gegenüber, negativ beeinflussen. Und zwar so sehr, das viele Menschen, ganz unbewusst einen halben schritt zurück oder zur Seite gehen wenn es möglich ist und der Gesprächspartner kein guter Kumpel ist. Andere werden dann ebenfalls in der Wortwahl aggressiv, oft geht des dann von verbalem Mobbing, direkt über zu mechanischem Mobbing, wie Olaf Schubert sich ausdrückte und zwar mit ungewissem Ausgang.
    Man selbst und sein Gesprächspartner wird das Distanz schaffen nicht einmal selbst bewusst wahrnehmen und das hat etwas mit der körperlichen Vorbereitung auf einen Kampf/Verteidigung oder mögliche Flucht zu tun, was eine biochemische Reaktion auslöst und bis zu einer kurzen Unterbrechung der Farbwahrnehmung in Extremsituationen führen kann. Dies geschieht, um schneller auf eine mögliche Gefährdung von Leib und Leben reagieren zu können! Sehen kann man dass nur, wenn man ein Gespräch unbemerkt beobachten und belauschen kann!
    Wenn dass alles so ist, dann dürfte eine zivilisierte Umgangssprache, sehr positiv, auf das Menschliche zusammenleben, auswirken! Da bin ich mir mehr als SICHER!
    Was auch sicher ist wir brauchen meist jemand der uns in der Situation darauf hinweist, so das Wir gezwungen sind das Bild, durch ein anderes, zu ersetzen! Versuche es mal in deinem Freundeskreis und Du wirst sicherlich überrascht sein!
    Was aber sicher nicht hilfreich wäre: Eine BRN-Bürgerwehr/streife.( Ich weiß – nur ein Gedankenspiel von Dir)
    VENCEREMOS!

  113. Kaiser
    28. Juni 2011 at 10:37

    @hinzundkunz: Endlich mal eine fundierte Meinung, ich habe wieder etwas gelernt und dazu ist es auch noch unterhaltsam geschrieben. Chapeau!

    Ich komme immer wieder gern auf diese Seite, natürlich wegen der Neustadt-Infos, aber auch wegen der Kommentare, die vielfach sinnvoll, manchmal herrlich ironisch, aber teilweise auch so absurd sind, dass es schon wieder lustig ist.

    Und damit ich auch irgendwas Absurdes schreibe, was garantiert nichts mit dem eigentlich Thema zu tun hat, mache ich Euch die Eva Hermann: AUTOBAHN!
    Hinweis: Der Begriff „Autobahn“ wurde NICHT während des 30jährigen Krieges entwickelt.

  114. 28. Juni 2011 at 13:11

    hinzundkunz:

    Ich habe ein paar kleine Bemerkungen zu deinem Posting. Eine Meinung zu haben ist eine positive Sache, äußern sollte man sie unbedingt. Aber es kommt auf die Art und Weise an. Es sollte immer deutlich werden, dass es sich um die EIGENE Meinung handelt, Formulierungen wie „sind grundsätzlich abzulehnen“ finde ich persönlich unglücklich, weil sie im Duktus allgemein gültiger Vorschriften daherkommen. DU lehnst Bürgerstreifen zur BRN ab, andere vielleicht auch, aber es mag Leute geben, die tun das nicht und auch das hat natürlich seine Berechtigung. Man sollte sich zusammensetzen und Für und Wider solcher Maßnahmen diskutieren, anders hat es ohnehin wenig Sinn.
    Ich sehe das ganz anders: Früher mag es funktioniert haben ohne Kontrolle. Da war die Mehrzahl der hier lebenden Menschen wohl so vernünftig, dass es keine derart gravierenden Ausraster gab. Auch waren anfangs viel weniger Menschen auf der BRN unterwegs als heute. Die Zeiten haben sich aber geändert, und darauf muss man meiner Ansicht nach reagieren, wenn die BRN trotzdem weiterhin ein Fest bleiben soll, das einer größtmöglichen Zahl von Menschen Freude macht und nicht zur Nervenprobe wird. Ich bin außerdem davon überzeugt, dass sich Regeln schnell herumsprechen und irgendwann auch so was wie „common sense“ werden. Dazu bräuchte es vielleicht zwei, drei BRNs. Und ich sprach ja auch nicht von einer „Bürgerwehr“, wie du es nennst, sondern von einer Bürgerstreife, die lustig und gut gelaunt durchs Viertel zieht und anmahnt, wo es offensichtlich Probleme gibt. An diese Leute könnten sich nicht zuletzt auch genervte Besucher oder Standbetreiber wenden, die mit freundlichem Zureden bei offensichtlichen Störenfrieden nicht mehr weiterkommen, wie es ja hier zu Hauf im Forum geschildert wurde.
    Ich finde nicht, dass es etwas nützt, eine solche Idee völlig schwarz auszumalen und in die Nähe von Überwachung zu rücken. Es geht darum, Mediatoren einzuführen, die Ansprechpartner sind, zwischen Konfliktparteien vermitteln und nur im Notfall Sanktionen verhängen.

  115. Mattze
    29. Juni 2011 at 04:40

    So jetzt hab ich dem Reigen Eurer unglaublich vielen Argumente lange genug wortlos meine Aufmerksamkeit zuteil werden lassen. Eure Meinungen unterscheiden sich eigentlich nicht wirklich. Zumindestens ist das Hauptanliegen bei fast allen Postern gleich. Es muss sich bei der BRN einiges ändern.Ich hatte eigentlich einige Hoffnung auf die Schwafelrunde gesetzt. Aber wie das Wort im Ursprung schon sagt, „Schwafel“…
    Was mir aufgefallen ist, es werden immer weniger Neustadtbewohner bei der BRN. Aus unserem Haus sind von 6 Mietparteien genau 5 vor der BRN geflohen. Da auch ich seit kurzen einen Spross betreuen darf, musste ich auch in diesen sauren Apfel beissen. Fand ich schade, aber aus den Erfahrungen der letzen BRN unumgänglich. Bei der Rückkehr am späten Sonntag, konnte ich mich dann noch der Beschallung an der Louise/Kamenzer erfreuen. Ganz ehrlich? Man entwickelt gelinde gesagt, eine Anflug von Unbehagen. Am Sonntag konnte man dann die ganzen Flüchtlinge mit Sack und Pack auf dem Weg zurück in ihre Wohnungen beobachten.
    Das soll BRN sein? Schade!

  116. 29. Juni 2011 at 10:25

    Mattze:

    Wir sollten die BRN in „Ellis Island Rave“ umbenennen – wegen all der „Immigranten“, die da zum Feiern hier herkommen, den entsprechend chaotischen Zuständen und die zunehmende Distanz, die die Einheimischen dazu wahren ;)

    (Für alle, die’s nötig haben: DAS WAR IRONIE!)

  117. E-Haller
    29. Juni 2011 at 10:27

    Das Grundproblem – auch von Janes Vorschlag: es gibt bei der BRN eben keinen zentralen Veranstalter, der zum einen Vorgaben machen kann, zum anderen aber auch den Hut aufhat, wenn etwas passiert. Dafür findet sich niemand.

    Deswegen dieser Auswuchs an „individuellen“ Aktionen, die wenig bis garnicht aufeinander abgestimmt sind. Und nach dem Motto „Höher, schneller, Lauter“ (ich hoffe, diese Redewendung ist nicht negativ vorbelastet) wird da eben vor allem gedröhnt! Ein DJ ist billiger als eine Band, DJs (die sich selbst zumindest als geeignet ansehen) gibts genug…

    Ich glaube ehrlich auch nicht so recht daran, dass Gastronomen bei der BRN ein Nullsummenspiel haben, wie sie uns hier verkaufen wollen. Dafür geben sie sich zu viel Mühe, die Bierwagen frühzeitig in Position zu bringen…

    Wir müssen uns wohl damit abfinden, dass die BRN ein Publikumsmagnet ohne Ende ist und schon lange nicht mehr den Charme des „Anderen“ hat. Dafür ist die Außenwahrnehmung der BRN und der Neustadt einfach zu stark auf „Spass“ fixiert – warum sonst kommen hier z.B. jedes Wochenende gefühlte 20 JungesellInnen-Feiern her?

    Letztlich würde uns vielleicht ein zentraler Veranstalter (Verein?) tatsächlich eine Art des Downshiftens ermöglichen – allerdings braucht der Durchhaltevermögen und muss auch die ersten Jahre mit der Enttäuschung bestimmter Gäste und dem Unverständnis der Gastronomen rechnen, bis sich das alles wieder eingepegelt hat.

    Oder man macht ein Alternativ-Anwohner-Feste im kleinen Rahmen und lokal begrenzt, dann ist die Gefahr einer „feindlichen Übernahme“ nicht gegeben weil zu unspektakulär. Das Ottostraßenfest http://bit.ly/mj71A3 z.B. zeigt, wie das geht…

  118. Someone Else
    30. Juni 2011 at 00:41

    der lustgarten, in dem ich fast die gesamte diesjährige BRN zugebracht habe, zeigt wie es geht. abwechslungsreiches musikprogramm, spielmöglichkeiten für klein UND groß und ungezwungenes alternatives flair. mir hat das gut gefallen und teilweise war so ein hauch von ur-BRN zu spüren. die hool-fraktion habe ich dort im übrigen nicht gesehen und das muss ja einen grund haben.

  119. 30. Juni 2011 at 10:44

    E-Haller:
    Was den fehlenden Veranstalter anbetrifft, hast du absolut recht. Das ist ein echtes Problem. Wenn es da wieder einen gäbe, würde die BRN sicherlich auch wieder liebenswerter ausfallen, da einfach vielleicht auch ein bischen verschlankter und organisierter. Und so lange sich da nichts ändert, ja, da muss man sich mit abfinden. Das tue ich seit Jahren, und meine Konsequenz daraus lautet eben: Flucht.

    Und auch zum Lustgarten gibt es übrigens sehr unterschiedliche Stimmen. Eine Freundin von mir (absoluter Lustgarten-Fan) hat in diesem Jahr nur geschimpft: ab neun oder zehn Uhr überfüllt und daher kein Zugang mehr möglich usw. Eine weitere Freundein (auch Lustgarten-Fan, mit Kleinkind und deshalb extra dorthin) war ernüchtert: Viele schöne Angebote aus den letzten Jahren nicht mehr da. Ich kann hier nur Hörensagen wiedergeben, ich selbst war nicht dort.

  120. Paul
    30. Juni 2011 at 23:43

    Veranstalter sind der Beginn von Kommerz. Was denen auch nicht vorzuwerfen wäre, denn sie müssen ja wirtschaften. Doch sollte er nun mal nicht die BRN bestimmen! Veranstalter machen Reklame, ziehen mit ihren Acts noch mehr „Auswärtige“ an, mit der bekannten Konsequenz Überfüllung und Mainstream-Getöse. Lasst das Fest so weit als möglich in den Händen der Anwohner und dortigen Gewerbe-Betreibenden. Dann bleibt es bunt, sind auch Töne dabei die nicht Jede(r) mag. Dann braucht es keine Streifen, die Bürger der Republik organisieren sich selber am Besten und es geht ganz automatisch zu den Wurzeln zurück. Lasst die Leute selber machen, dann braucht keiner – das braucht sowieso niemand – von außen meckern.

    Ich mag nicht verstehen, wie man dem Spektakel nicht beiwohnt und geflüchtet ist, aber dennoch hier ohne Unterlass den selbstgerecht eigenen Senf dazu gibt.
    Nicht früher war alles besser, nächstes Jahr wird es wieder toll – in diesem Sinne!

  121. sylvia
    1. Juli 2011 at 10:26

    @ paul: schön gesagt … spricht mir aus dem Herzen :-)

  122. E-Haller
    1. Juli 2011 at 11:05

    @ Paul:

    Ich war da. Und bis 2002 gab es einen Veranstalter.

    Das selbiger „der Beginn des Kommerz“ sei, ist doch wohl ein Witz! Willste damit behaupten, dass die BRN heute immer noch als unkommerzielle Veranstaltung gilt? Keine Überfüllung und „Mainstream-Getöse“ herrscht?

    Also wer diese Massen an Bierwagen und Verkaufsständen (die man eine Woche später beim Elbhangfest wiedersieht) als unkommerziell einordnet, sollte seine Begriffsdefinition mal überdenken.

    Wer sagt denn, dass ein Veranstalter automatisch an Kommerz interessiert ist, dafür noch Werbung macht etc.?

    Die BRN hat von sich aus eine Reichweite entwickelt, von der jeder Werber nur träumen kann (war Freitag im Zug von B nach DD und durfte einigen Gesprächen von BRN-Touristen lauschen).

    Was besser ist oder war, darf jeder für sich selbst einschätzen. Mir war es dieses Jahr zuviel, auch in den sonst ruhigen Ecken. Man darf auch nicht vergessen: die klassischen Rückzugsräume (z.B. Lustgarten) werden auch kleiner, nächstes Jahr dürfte die Standortsuche schwieriger werden.

  123. Someone Else
    1. Juli 2011 at 13:24

    @jane: das ist wahr, ab neun oder zehn war es im lustgarten recht voll, danke der teilweise wirklich guten bands dort, aber tagsüber war es wirklich angenehm da, auch für kleinkinder.
    trotzdem: die zusammensetzung des publikums war dort irgendwie eine andere als auf der rest-BRN und das machte wieder spaß.

  124. Paul
    1. Juli 2011 at 23:31

    @E-Haller:
    siehst Du, genau davon rede ich ja. Wer nun hat die Bierwagen und Verkaufsstände herbeigeholt? Wer die große Bühne – ok mit tollen Bands dieses Jahr – u.a. in den Lustgarten gestellt und damit zwangsläufig den Rückzugsraum verkleinert? Ich weiß es nicht wer das wie finanziert. Aber Anwohner und Nachbarn um die Ecke stellten nur ihr Sofa auf die Kreuzung, daneben einen Tisch mit Fettbemmen, Salat, ein bisschen Trödel und ein paar Bierdosen und ne Menge lustiger „schräger Vögel“ davor, die Musik kommt aus dem Fenster, Straßentheater und Spiele sind improvisiert. Derentwegen kommt keiner aus Berlin, oder sonstwo hierher. Und was soll da ein Veranstalter organisieren? Ist dafür nicht eigentlich die Schwafelrunde zuständig, eine ordentliche provisorische Regierung… wenn es sich nicht selber reguliert, platzt es irgendwann ala Love Parade! Oder es wird beliebig, was für ein unerträglicher Gedanke – Nee, ich hab nun selbst schon zu viel gequasselt, da bin ich wieder auf deiner Seite – Jeder schätzt für sich selbst ein.

  125. Paul
    1. Juli 2011 at 23:49

    … vergangenes Jahr spielte ein Mädchen auf ihrer Geige in der Pulsnitzer, sehr alleine stand sie da, es war fast ein surreales Bild inmitten der nicht weit entfernt tobenden Massen. Kaum einer nahm Notiz von ihr – sie hatte wohl zu wenig Werbung…?

  126. 2. Juli 2011 at 14:30

    Paul:

    Genau das ist doch aber in den letzten Jahren passiert: Seit der frühere Veranstalter (ich glaube, es war ein Verein?) weg war und das Fest in die Hände der Bewohner und vor allem der Gewerbetreibenden (!) fiel, ist es völlig aus den Fugen geraten und zu einem zunehmend anstrengenden, übermäßig lauten und kommerziellen Event geworden, das die wenig gewordenen nonkommerziellen Anbieter, die wenigstens noch einen Hauch der alten BRN aufrechterhalten wollen, zunehmend an den Rand drängt. Ganz zu schweigen von den Gewaltorgien, die es zwischenzeitlich hervorbrachte und die nur aufgrund der vorübergehenden Kontrolle seitens der Stadt durch die Polizei in den Griff bekommen wurden.

    Was nützt mir ein Mädchen, das sich mit seiner Geige auf die Straße stellt und hervorragend spielt, wenn es vom Techno-Stand nebenan völlig überschallt wird? Es geht nicht um Töne, die manche nicht mögen, sondern um die Lautstärke – und das hat etwas mit Vernunft und Rücksichtnahme zu tun. Oder kann ich Derartiges von den Bewohnern der Neustadt heute nicht mehr erwarten?
    Und es geht auch darum, dass kein bestimmtes Genre buchstäblich „das Viertel regiert“, weil es vielleicht weniger aufwendig ist, einen Lautsprecher vor die Tür oder auf den Balkon zu stellen, als eine komplette Bühne mit Tontechnik und Programm zu organisieren. Genau hier muss für meine Begriffe gehandelt werden. Wenn alles so belassen wird, wie es ist, werden immer mehr Neustädter – gerade die mit Kindern – während dieser drei Tage die Flucht ergreifen.

  127. 2. Juli 2011 at 14:40

    Nachtrag: Ich glaube nicht, dass hier irgendjemand dieses Jahr gar nicht auf der BRN war. Ich selbst war am Sonntag auf der BRN unterwegs, will lediglich nicht mehr zwei Nächte hintereinander ohne Schlaf bleiben und auch sonst mal meine Ruhe haben. Abe selbst am Sonntag war ich noch in Sachen Lautstärke und Menschenmassen genervt,in den letzten Jahren war das am Sonntag bei Weitem ruhiger und angenehmer. Und seinen „Senf dazugeben“ kann hier immer noch, wer immer das möchte. Es ist schon erstaunlich, wie sehr sich die totalitären Untertöne während der BRN und in den Diskussionen davor und danach doch gleichen…

  128. Someone Else
    2. Juli 2011 at 19:33

    vielleicht erklären sich ja alle veranstalter bereit, von 12.00 bis 15.00 sämtliche musik abzuschalten, damit die besucher und einwohner zeit haben, in ruhe etwas zu essen oder mal mit ihren kindern spazieren gehen können, ohne das diese einen hörschaden bekommen.
    ich befürchte, in den abendstunden können wir wenig gegen die machen, die sich eine dj-bühne vor das haus stellen oder zwei boxen aus dem fenster hängen und von da ihren mehr oder weniger anspruchsvollen sound fahren. wer soll das kontrollieren? eine bürgerwehr mit schlagstock und pfefferspray?

  129. Neustadttourist
    3. Juli 2011 at 06:09

    Meine Güte ihr habt Probleme. Die Neustadt ist nun mal zum Vergnügungsviertel von Dresden und Umgebung avanciert. Dementsprechend sind auch die Feste, die dort stattfinden, reine Vergnügungsfeste. Ob das die Anwohner selbstorganisiert betreiben oder es kommerziell organisiert wird, ist ziemlich egal. Was zählt ist nur, ob die Leute sich amüsieren.

    Die Zeiten, in denen die Neustadt ein abgeschriebenes Ghetto war, in denen die Menschen wie in der dritten Welt in Ruinen gelebt haben, sind vorbei, und sie werden so schnell nicht wieder kommt. Bis die aktuelle Bausubstanz so verfällt, wird es ein paar Jahrzehnte dauern. Wer trotz Verkehrsknotenpunkt und Vergnügungsszene in der Neustadt leben will, soll das tun, aber dann bitte nicht rumjammern, dass die Luft nicht so frisch wie auf der Dresdner Südhöhe ist und die Leute abends bis in die Puppen feiern und dabei nicht leise sind. Ich für mein Teil komme gern in die Neustadt zum feiern, aber dahin ziehen würde ich niemals.

    Die BRN wird auch nächstes Jahr wieder laut und voll werden. Findet euch damit ab oder lasst es bleiben, aber die Zeit werdet ihr nicht zurückdrehen können.

  130. 3. Juli 2011 at 11:00

    Aus deinem Posting spricht die ganze Hilflosigkeit, die die Lage eigentlich schon angenommen zu haben scheint. Ist es wirklich schon so schlimm hier geworden, dass wir glauben, wir bräuchten Bürgerwehren mit Schlagstöcken und Pfefferspray – wie am 13. Februar -, um Feiernde davon zu überzeugen, dass es auch beim Feiern und selbst in der Neustadt ein paar Regeln einzuhalten gilt, damit das Fest für alle schön wird? Sorry, aber dann bin ich wirklich dafür, dass es KEINE BRN mehr gibt. Ich denke, dass man das mal ein, zwei Jahre durchziehen sollte, dann überlegen es sich vielleicht auch die größten Vollpfosten, ob sie ein paar Dezibel runterschrauben oder aber gar nicht feiern.

    Noch ne Möglichkeit: Statt ganz auf die BRN zu verzichten, als kleine „Disziplinierungsmaßnahme“ für die Unbelehrbaren die BRN als reines Kinderfest anmelden, da gibt’s dann für laute Musik und nen Haufen Bühnen auch keine Genehmigung von der Stadt.

  131. christoph
    3. Juli 2011 at 12:07

    soso Disziplinierungsmaßnahmen für unbelehrbare… was machen wir mit Dir????
    Was soll Dein hilfloser Schrei nach einem übergeordneten Veranstalter? Der wird Dir solange Du es nicht selbst organisierst auch keine Musik/ oder gar ein kleines Mädchen mit Geige vor die Tür stellen, die Deinen kulturellen sowie dezibeltechnischen Ansprüchen genügt.
    Ich mal jetzt mal ein gaanz böses Bild für die nächsten Jahre… dank der hier (allgemein im Blog) vieldiskutierten Gentrifizierung wird sich die Brn nie wieder aus so einen schön alternativ-bunten Ideenpool speisen lassen wie vor 10- 15 Jahren….. das ist einfach so weil das Viertel halt mittlerweile nicht mehr nur von B-republikanern bewohnt wird. … will damit sagen es ist durchaus noch eine Steigerung des hier beschriebenen Konflikts drin!

  132. 3. Juli 2011 at 12:14

    @ Christoph: dank Gentrifizierung wird die BRN in dem kommenden Jahren leerer werden. Dieser Jahr waren das die ersten Schritte.

  133. christoph
    3. Juli 2011 at 12:59

    meinst Du??? könnte doch auch sein das es noch mehr Technopopperstände gibt, die noch mehr erlebnisorientiertes Publikum anlocken, die sich wiederum wenig um geigespielende Kinder scheren….

  134. 3. Juli 2011 at 14:47

    Christoph:

    Versuch doch wenigstens mal zu verstehen, was ich meine und wovon ich rede, statt die üblichen Korinthen zu kacken und Häppchen aus meinen Postings zu picken, auf die sich dann gestürzt wird.

    Dass es die „Unbelehrbaren“ gibt, werden nur die Unbelehrbaren selbst bestreiten. Dazu zähle ich jene, denen es bei der BRN weder um das Viertel noch um das GEMEINSAME Feiern geht, sondern lediglich darum, SELBST ne bestmögliche Zeit zu haben – egal, ob andere sich davon gestört fühlen oder deshalb keine schöne Zeit haben.
    So. Diese Leute GIBT ES. Und die muss man integrieren, wenn alle Spaß haben wollen. Das Rezept kann da nicht Ausschluss lauten. Alle Musikstile haben bei der BRN ihre Berechtigung und sollen stattfinden, aber bitte so, dass andere auch noch die Möglichkeit haben, zu sagen: Das möchte ich mir jetzt nicht anhören, ohne deshalb das Viertel verlassen zu müssen. Also muss man Anreize schaffen, dass sich die Störenfriede anpassen (z.B., weil sie sonst gar nicht öffentlich feiern dürften).
    Und solche Anreize und Strukturen schaffen, das kann nur ein fester Veranstalter, der sich um das Wie wirklich Gedanken macht. Als es noch einen gab, sah es deshalb auf der BRN weitaus entspannter aus, als er ging, brachen hier Chaos und Kommerz aus. Das sollte zu denken geben.

  135. kami
    3. Juli 2011 at 18:59

    Techno hat Hochsaison. GEMA musste nur für 3-4 beats Zahlen und dann wird abgemischt was das Zeug hält!
    Sozusagen Discountmusik für alle die auf Qualität verzichten wollen, oder eh nichts damit anfangen können.

  136. 3. Juli 2011 at 19:51

    @ Christoph: du verkennst die Entwicklung im Viertel. Der Elternanteil nimmt rapide zu und der Technoanteil wird verdrängt.

  137. christoph
    4. Juli 2011 at 06:22

    Lieber Anton, Du unterschätzt die Trotzreaktionen der heranwachsenden Kleinen, die nur, um sich von ihren Eltern abzugrenzen jeden noch so nervigen Musikstil bevorzugen werden.
    Andererseits wird dann vorher vll Janes Vorschlag umgesetzt und die Brn wird für viele Jahre ein riesiges Kinderfest. Gerade nach dem Sonntagmittagaufruf, können wir bestimmt so in drei bis vier Jahren mit Horden von Kindern rechnen die wegen frühmusikalischförderungswilligen Eltern mit Blockflöten die Strassen bevölkern und damit die schnöde Konservenmusik von der Strasse verbannen.

  138. Someone Else
    4. Juli 2011 at 10:39

    @jane: ich muss scheinbar doch das „;)“ emoticon verwenden. das mit der bürgerwehr, nebst schlagstock und pfefferspray, war ironisch gemeint.
    die idee mit dem kinderfest gefällt mir sehr gut!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

linie