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Alaunplatz-Westerweiterung zum Selbermachen

Während im Stadtrat das Thema „Russensportplatz“ von einer Sitzung zur nächsten verschoben wird, haben am Wochenende unbekannte Aktivisten die Dinge selbst in die Hand genommen und einen Eingang zur Westerweiterung geschaffen. Mit den Worten „Die Stadt weiß, nicht was sie will. Wir machen einfach mal auf“ wird eine kleine Schrift eingeleitet, die am Westende des Alaunplatzes ausgehängt wurde. Auf dem Zettel werden die Anwohner und Nutzer des Alaunparkes aufgefordert, nicht auf die Pläne der Stadt zu warten. Unterzeichnet wird das Schreiben mit „Freund*innen des Hauptmann Mumm“.

Eingang zur Westerweiterung

Eingang zur Westerweiterung - Anklicken zum Vergrößern.


Eingang zur Westerweiterung

Eingang zur Westerweiterung - Anklicken zum Vergrößern.


Brache Russensportplatz

Brache „Russensportplatz“ - Anklicken zum Vergrößern.


Übrigens: Am 12. Mai ist wieder Stadtratssitzung. Mal sehen, ob das Thema diesmal behandelt wird.

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56 Kommentare zu „Alaunplatz-Westerweiterung zum Selbermachen“
  • Endlich! Man (wir) hätte(n) das vor 20 Jahren schon machen sollen. Anders wird das nie was.

  • susi sagt:

    warum russensportplatz (also: warum russen) ? das frag ich mich schon die ganze zeit. bitte um aufklärung.
    danke :)

  • susi sagt:

    ps.: ds sind aber hässiche smilies.

  • Dirk sagt:

    hehe, gut gemacht! :)

  • buxi sagt:

    @ susi: das gelände wurde wohl während der zeit der ddr von den in dresden stationierten truppen der roten armee einfach als sportplatz genutzt. damals lagen die steine da auch noch nicht rum. aber die dresdner albertstadt war eine riesen-garnisionsstadt mit vielen großen kasernen der nva wie auch der sowjettruppen als besatzungsarmee nach dem zweiten weltkrieg. und die “russen” waren getrennt von der einheimischen bevölkerung und brauchten einen eigenen sportplatz.

  • maracus sagt:

    solang mir nach dem Grünen Tunnel kein Herr Treibe-mich-selbst-in-den-Ruin Schnapper entgegen kommt………. ^_^

  • susi sagt:

    @buxi : danke : )

  • Anton Launer sagt:

    @ Buxi: alles richtig. Die Steine sind, wenn ich es richtig in Erinnerung habe, Eigentum des Autobahnamtes.

  • paul sagt:

    am abend trat dann auch der grüne block auf den plan.
    eine gute polizeihundertschaft stürmte plötzlich im laufschritt und mit taschenlampen ausgerüstet den sportplatz, nachdem leuchtmunition in den himmel geschossen wurde, der das gesamte gelände taghell erleuchtete.
    alle anwesenden menschen wurden zusammengetrieben, durchsucht, gefilmt und die personalien aufgenommen.
    ganze 20 menschen mussten dann 2 stunden diese maßnahmen über sich ergehen lassen.
    dieser filmreife auftritt der polizei hinterließ bei vielen passanten staunende blicke und manch parkbesucher wird gedacht haben, in welchem schlechten film er hier gelandet ist. von einem verhältnismäßigen vorgehen, kann hierbei aber keine rede sein. aber sowas erwartet hier wohl auch keiner.
    grünflächen für alle und zwar umsonst!

    im übrigen hat das autobahnamt aber komische steine dort liegen. heut war das gelände übrigens immer noch geöffnet und nicht versiegelt oder sonstiges.

  • Dom sagt:

    Die Beschilderung war gestern Abend weggräumt. Der Weg ist noch da :)

  • Asmo sagt:

    @paul: das klingt zu krass um wahr zu sein. steht darüber sonst noch irgendwo etwas ?

  • Shelog sagt:

    Falls jemand Hauptmann Mumm (Captain Vimes) nicht kennt – es ist eine Figur von Terry Pratchett, die in vielen Scheibenwelt-Romanen vorkommt.

  • egal sagt:

    @ asmo:
    das ist zu wahr, und fast alltäglich, um noch krass zu sein!

  • paul sagt:

    also der polizeieinsatz lief noch am abend des 01. mai, da wurde dann auch gleich noch das schild weggetragen.
    eine pressemitteilung der polizei hab ich bisher auch noch nicht gefunden, was sollen die auch schreiben?
    ansonsten mehr als augenzeugenberichte wirds da auch kaum geben. wie gesagt, spottet das jeglicher beschreibung.
    dafür konnte man heut wieder ein wohnprojekt durchsuchen, was man halt so macht, wenn man nichts zu tun hat.
    willkommen in der welt von george orwell;)

  • Anton Launer sagt:

    Auf Nachfrage erklärt Marko Laske, Sprecher der Polizeidirektion Dresden: “Zu diesem Vorfall liegt uns kein Bericht vor.” Und für einen Einsatz in dieser Größenordnung gäbe es einen Bericht, so Laske weiter.

  • arrrgh! sagt:

    das ist ja wohl die höhe, dass der polizeisprecher den einsatz negiert! vielleicht liegts daran, dass das keine neustadt-polizist*innen waren – bei der reclaim-the-streets am nachmittag/abend waren das ja auch leipziger*innen, so weit ich das mitbekommen habe. keine ahnung – ich hoffe, die polizei äußert sich da nochmal sinnvoller!!
    ich habe die ganze szenerie am alaunpark beobachtet und danach herausgelassene leute befragt. es war ganz genau so, wie paul das beschrieben hat! drei mal leuchtmunition. dann gabs keine vorwarnung bzw. verwarnung für die leute auf dem platz, sondern die polizei – ja, es war die masse einer hundertschaft (ca. 50) – stürmte einfach aufs gelände, stellte sich im kreis um die verbliebenen leute, hielt sie ewig fest (2h kann hinkommen), nahm personalien auf usw. wegen verdachts auf hausfriedensbruch und unerlaubtes feuermachen (es gab 2 feuer). sogar von leuten, die nur in der nähe im alaunpark auf bänken rumsaßen, wurden personalien genommen – präventiv, weil sie ja “am restlichen abend noch straftaten begehen könnten”. krass!

  • buxi sagt:

    ich nehme mal an, dass diese gefilzten 20 leute sich auf dem besagten brachgelände aufgehalten haben, als die leuchtmunition flog. so wie sichs anhört, ist nicht das problem, dass leute sich dort aufhielten, sondern wegen der eigentlich verbotenen leuchtmunition. erstaunlich dass deswegen die polizei ausrückt, ich denke eher, dass alles nur aus vorsorge vor 1.mai-querelen stattfand.
    heisst: wir können weiterhin das gelände “erobern”.

  • christoph sagt:

    Die Fläche wird nicht vom Autobahnamt, sondern vom an der Königsbrückerstr. ansässigen Staatshochbauamt als Lagerfläche genutzt….insofern ist der Polizeieinsatz absolut nachvollziehbar. Dort sind für den Laien nicht unbedingt erkennbar historisch wichtige Bauteile eingelagert, da der Großteil der selbsternannten Alaunparkerweiterer sicherlich kein Auge dafür hat, bin ich ausnahmsweise sogar mal froh, das die Herren in grün/blau vor Ort waren.
    Grundsätzlich bin ich natürlich für eine Eingliederung des Grundstücks in das “Parkgelände”….
    Übrigens war die Fläche nicht nur Sportplatz, sondern wurde von der russischen Armee auch zur Schweinezucht genutzt…die “Ställe” waren in der Höhe der Skischanze.

  • Soll nach mehr Menschen aus sehen! sagt:

    @buxi: aaahhhh! die leuchtmunition kam VON DER POLIZEI, um das Gelände zu erhellen, um besser zu erkennen, wer und wie viele sich dort aufhalten!!
    @christoph: Keine ahnung, wie am Lagerfeuer sitzende Menschen die ach so historischen Bauteile gefährden sollen? Das tut dann scho eher die Witterug, den die Bauteile seit den letzten 20 jahren ausgesetzt sind. Außerdem sind mir die Teile der alten Militärkaserne, die dort rumliegen und irgendwelche Regimenter abfeiern, ziemlich egal.

  • @ sagt:

    @buxi: so wie ich das verstanden habe, wurde die leuchtmunition von der polizei benutzt und zwar um den platz zu erhellen.

    @christoph: wieso rufst du keine hundertschaft wenn die “historisch wichtigen bauteile” über jahre (?) schutzlos der witterung ausgeliefert werden?

Kommentieren gern, aber bitte recht freundlich!

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